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Startup-Umfrage: So finanzieren sich Startups in Deutschland

Startup-Umfrage: So finanzieren sich Startups in Deutschland

Im spricht man bereits offen über eine nächste Tech-Blase, denn dort sprudeln wieder die Geldquellen als gäbe es kein Morgen. Davon profitieren natürlich in erster Linie die dort ansässigen . Das war für die Redaktion von deutsche-startups.de Grund genug einmal in ihre Startup-Interviews zu schauen und die Frage nach der Finanzierung separat zu betrachten. Woher stammt das Kapital von 15 Startups in Deutschland?

Startup-Umfrage: So finanzieren sich Startups in Deutschland

Startups finanzieren sich in Deutschland oft aus eigenen Mitteln

Startup-Gründungsgeschichten bedienen oft das Klischee „Vom Tellerwäscher bis zum Millionär“. Das mag in den USA auch durchaus vorkommen, denn im Silicon Valley reicht gerade in den letzten Monaten oft schon ein Anfangserfolg oder sogar nur die Aussicht auf einen solchen für eine kräftige Finanzspritze. In Deutschland sieht das mit der Gründung schon ganz anders aus. Hier bekommt das Tellerwaschen eine etwas andere Bedeutung und könnte vielmehr als Symbol für Eigenkapital angesehen werden, das sich die Gründer und Gründerinnen zunächst einmal erarbeiten müssen.

Im Silicon Valley ist die Finanzierung von Startups viel mehr auf Fremdkapital ausgelegt. (Foto: christian.rondeau / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

In den Antworten der Startup-Interviews von deutsche-startups.de erklärten 13 von 15 Gründer und Gründerinnen, dass sie eigenes Kapital in ihre Idee gesteckt hätten. Lediglich zwei der befragten Startups sind ohne Eigenkapital der Gründer ausgekommen, sie wurden von Business Angels finanziert oder von einem Mutterunternehmen. Weitere Finanzquellen sind Preisgelder bei verschiedenen Gründerwettbewerben und Gründungsprogramme sowie frühe Investoren.

Gerade im Vergleich zu den USA stellt sich da natürlich auch die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Startups. Während die Silicon Valley Gründungen oft schon für eine innovative Idee Millionen US-Dollar aus Finanzierungsrunden bekommen, scheint dieses Instrument in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Pro und Contra der Eigenfinanzierung von Startups

Der Vorteil für eigenfinanzierte Startups liegt sicher in der Motivation die Idee auch zur Marktreife zu bringen und langfristig erfolgreich zu sein. Kommen dagegen schnell Gelder von außen, so könnte allein das schon für den einen oder anderen Gründer Erfolg genug sein und das Startup trocknet von innen aus, weil die Motivation fehlt. Bei Eigenfinanzierungen sind die Gründer zudem finanziell unabhängig und zeitlich flexibler.

Es gibt aber auch einige Nachteile. Zum einen baut die Eigenfinanzierung auch einen nicht unerheblichen Druck auf die Gründer auf. Sie wissen: Ist ihr Startup nicht erfolgreich, ist ihr eigenes Geld verbrannt. In vielen Fällen dürfte das eigene Kapital zudem auch nur den Mindestbedarf decken, so dass größere Rückschläge schnell das Aus bedeuten können.

Geld ist ein wichtiges Thema für Startups. (Foto: epSos.de / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Pro und Contra Fremdkapital für Startups

Bekommen die Gründer Risikokapital, so verfügen sie oft über ausreichende Ressourcen, um ein Startup adäquat zu entwickeln. Statt sich über finanzielle Angelegenheiten den Kopf zerbrechen zu müssen, können sie ihre ganze Kraft in die Entwicklung ihrer Idee investieren. Auch kleinere oder größere Rückfällen sind kein Beinbruch.

Aber auch die Fremdfinanzierung hat ihre Schattenseiten. So wollen die Investoren oftmals bei wichtigen Entscheidungen mitsprechen und setzten detaillierte Zeit- und Erfolgspläne auf. Stellen sich dann erste Erfolge ein und potentielle und potente Konkurrenten werden aufmerksam, so kann ein fremdfinanziertes Startup auch schnell zum Spielball rein finanzieller Interessen Außenstehender werden.

Welche Vor- und Nachteile für die verschiedenen Finanzierungsarten fallen euch noch ein? Zu welchen Startups habt ihr mehr Vertrauen - zu den eigen- oder den fremdfinanzierten?

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5 Antworten
  1. von Sascha Reuter am 11.07.2011 (16:05 Uhr)

    Meiner persönlichen Erfahrung nach ist die Venture Capital Szene in Deutschland bzw. Europa - im Vergleich zu der in den Staaten - so gut wie nicht existent, auch wenn das viele nicht wahr haben möchten und sich weiterhin zum Pokern treffen. :-) Auch die auf den ersten Blick "nett" wirkenden Preisgelder für gewonnene Pitches werden oftmals hintenrum gleich wieder über "Beratungsdienstleistungen" eingesammelt. Echtes Risikokapital wird in Deutschland, wenn nur in gegen horende Anteile und auch nur im überschaubaren Rahmen bezahlt. Zumindest zeigt uns das Umfrageergebnis, dass wir uns um einen deutschen Bubble-Ableger erst einmal nicht sorgen müssen. Just my 2 cents...

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  2. von Thomas am 11.07.2011 (17:14 Uhr)

    Hey Jungs, schöne Übersicht, aber der Begriff "Fremdkapital" wird hier falsch verwendet. Fremdkapital sind Mittel wie Darlehen -> diese müssen zurückgezahlt werden. Eigenkapital muss nicht zurückgezahlt werden. Es bezieht sich nicht auf die Herkunft.

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  3. von Christoph S. Ackermann am 11.07.2011 (17:53 Uhr)

    Thomas, wie seid denn Ihr finanziert?

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  4. von Thomas am 11.07.2011 (18:03 Uhr)

    Eigenkapital vom Gründerteam und Eigenkapital vom Investor

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  5. von XY am 11.07.2011 (19:57 Uhr)

    Ja, Fremdkapital ist hier wirklich falsch dargestellt. Fremdkapitalgeber haben auch kein Mitspracherecht, sind dafür aber vorrangig zu bedienen. Residualanspruchsberechtigte (EK-Geber) hingegen haben Stimmrecht gemäß ihres Anteils. Das ist natürlich jetzt eine Betrachtung der reinen Form - mezzanine Kapitalformen sind hier allerdings ausgeblendet.
    Ansonsten ist es wohl so, dass die Kapitalpolitik eine individuelle Frage ist.

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