Startup-Vorstellung: pidder – Plattform für private soziale Netzwerke mit hohem Sicherheitsanspruch

Das Startup pidder aus dem hessischen Eppstein nimmt sich eines der drängendsten Probleme der Social-Network-Landschaft an - der Wahrung der Privatsphäre. Gelingen soll dies mit einem privaten Social Network, in dem die Nutzer die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten und genau bestimmen können, mit welchen anderen Nutzern sie diese austauschen möchten.

Die Daten der Nutzer werden mit einer starken Verschlüsselung gesichert und können jederzeit auch wieder gelöscht werden. Zudem können auch Pseudonyme angelegt werden, so dass Nutzer ihren Realname frei von jeglichen Kompromittierungen halten können.

Das sagt pidder selbst über sich:

Langfristig sehen wir pidder als einen Baustein in einer globalen Infrastruktur, in der nutzerzentriertes Identitätsmanagement es dem Anwender in jeder Situation ermöglicht, jeweils nur soviel Informationen über sich preiszugeben, wie er wünscht oder in der konkreten Interaktion notwendig oder angemessen ist.

Umfangreiche Informationen beispielsweise zur Funktionsweise, Sicherheit und den Einstellungen gibt es in einem Wiki. Die Basis-Version von pidder ist kostenlos. Mit der Premium Edition ab 1,99 Euro/Monat gelten für die Nutzer keine Einschränkungen bei der Anzahl der Identitäten mehr und sie bekommen noch mehr Möglichkeiten ihre Informationen zu verwalten. Zudem bekommen Premium-User eine „Dropbox“ genannte Nachrichtenbox, die für Nachrichten nicht registrierter oder anonymer Kontakte gedacht ist.

pidder Dropbox
Die „Dropbox" kann für verschlüsselte anonyme Nachrichten auch von Nicht-Mitgliedern verwendet werden

pidder FF Addon
Für pidder gibt es auch ein Firefox Addon

Weitere Artikel zu Social Networks

Das interessiert dich bestimmt auch

5 Answers

  1. von MissingLinks 14.05.2010 (14:25Uhr) 1.

    Sehr interessant, gerade habe ich dieser Tage über einen kostenpflichtigen Facebook-Killer nachgedacht, welcher ähnliche Vorteile bietet aber die Nutzerdaten besonders schützt und nicht (unbedingt) für Marketingzwecke verwendet. Gerade wo in den letzten Tagen immer wieder Facebook-Boykott-Bekennungen bzw. die Bekanntgaben von Account-Löschungen über twitter "geistern" und Facebook angefangen hat sich mit seinen Widgets massiv auszubreiten.

    Hier scheint pidder ja nun anzusetzen. Ich würde mir allerdings wünschen dass die Verantwortlichen das grafische Konzept nochmal überdenken und ihr Angebot dadurch noch vertrauenswürdiger und attraktiver machen (meine Meinung).

    Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und wünsche den Gründern viel Erfolg!

  2. von MissingLinks 15.05.2010 (13:24Uhr) 2.

    Diaspora wird aktuell in diesem Zusammenhang ja aktuell auch noch heiss gehandelt...

  3. von Jonah 15.05.2010 (16:31Uhr) 3.

    @#1 MissingLinks: Vielen Dank für die guten Wünsche und das Feedback. Damit wir die Kritik bzgl. unseres grafischen Konzepts aufgreifen können, wäre es sehr hilfreich, wenn Sie uns noch etwas mehr Details dazu geben könnten, was als nicht vertrauenswürdig bzw, unattraktiv empfunden wird.

    @#2 MissingLinks: Ganz erstaunlich, welchen Hype Diaspora da losgetreten hat - und das allein mit ihrer Absichtserklärung, etwas zu entwickeln. Das ist mit Sicherheit ein Projekt, das wir auch interessiert verfolgen werden.

  4. von diaspora & Co: Alternative Social Ne… 17.05.2010 (12:01Uhr) 4.

    [...] Einen etwas andere Ansatz verfolgt das Social-Networking-Startup pidder aus Hessen, das zwar auf zentrale Server setzt, aber die Nutzerdaten verschlüsselt und zugleich das parallele Betreiben verschiedener “Identitäten” erlaubt, um gegenüber bestimmten Personen zum Beispiel nur unter einem Pseudonym aufzutreten. [...]

  5. von pidder – the blog » pidder i… 01.06.2010 (17:21Uhr) 5.

    [...] Startup-Vorstellung bei t3n (05/10): “Plattform für private soziale Netzwerke mit hohem Sicherheitsanspruch” [...]

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)