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Steam erklärt Bitcoin als Zahlungsmittel für gescheitert

Der Betreiber der Spiele-Plattform Steam glaubt nicht mehr an Bitcoin als Zahlungsmittel. (Foto: dpa)

Schon früh experimentierte die Spiele-Plattform Steam mit Bitcoin als Zahlungsmittel. Doch jetzt wurde die Kryptowährung ersatzlos gestrichen. Der Grund: Sie ist schlichtweg zu teuer.

Als die Spieleplattform Steam vor anderthalb Jahren Bitcoin als Bezahlmethode einführte, waren sich viele Nutzer nicht sicher, ob es sich um eine ernstgemeinte Innovation oder lediglich um einen guten Werbegag handelte. Heute ist zumindest klar: Beides ist Valve, dem amerikanischen Betreiber der Plattform, offenbar zu kostspielig geworden. „Leider ist es momentan nicht tragbar, Bitcoin als Zahlungsoption zu unterstützen“, teilte die Firma in einem Blogeintrag mit. Die entsprechende Option wurde vorerst aus dem System entfernt.

Bitcoin-Zahlungen: Spielekauf wurde zur Lotterie

Zu diesem Schritt gezwungen sieht sich Valve wegen der hohen Volalität der Kryptowährung. „Der Wert von Bitcoin unterlag zwar schon immer Schwankungen, aber das Maß hat in den vergangenen Monaten extrem zugenommen und innerhalb von ein paar Tagen mehr als 25 Prozent an Wert verloren“, heißt es in einer Erklärung. Dies habe den Einkauf von Computerspielen auf der Onlineplattform von Steam erschwert.

Die Spiele-Plattform Steam akzeptierte Bitcoin als Zahlungsmittel. (Screenshot: t3n.de)

Wenn ein Kunde bei Steam ein Computerspiel mit Bitcoins bezahlt, überweist er zunächst eine gewisse Summe der Kryptowährung für die Kosten des Spiels sowie einen zusätzlichen Betrag an Bitcoin, um die Transaktionsgebühr, die vom Bitcoin-Netzwerk auferlegt wird, zu begleichen. Dabei wird der aktuelle Kurswert von Bitcoin für eine kurze Zeit reserviert. Falls die Transaktion jedoch nicht schnell genug abgeschlossen wird, kann sich der ursprüngliche Kaufpreis für ein Spiel von beispielsweise 60 Euro deutlich nach oben oder unten verändern. Wegen der extremen Kurszuwächse in den vergangenen Wochen avancierte die Bezahlung von Spielekäufen auf diese Weise offenbar zu einer Lotterie.

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Gebühren für Bitcoin-Zahlungen explodierten

Auch die hohen Gebühren sollen bei der Abwicklung von Bitcoin-Zahlungen für Probleme gesorgt haben. In der Vorwoche musste für eine einzige Transaktion eine etwa 20 Dollar teure Gebühr bezahlt werden. „Im Vergleich dazu betrug diese Gebühr bei der Einführung von Bitcoin auf Steam nur 0,20 US-Dollar“, heißt es im Blog. Daher seien Spieleinkäufe mit Bitcoin mit hohen Preisen verbunden.

Eine Rückkehr des Bitcoin als Zahlungsmethode will Steam allen Schwierigkeiten zum Trotz nicht ausschließen. Man werde die Zahlungsmethode zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen, um herauszufinden, ob es für die Mitglieder von Steam sinnvoll ist, ihre Computerspiele in Bitcoin zu bezahlen.

Zum Weiterlesen: 

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Eine Reaktion
Bachsau
Bachsau

Bitcoin ist eben eine Währung und kein Zahlungsmittel. Wenn Valve alles, was sie in Bitcoin einnehmen erstmal in Dollars eintauscht, brauchen sie sich nicht wundern, dass es nicht rentabel ist.

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