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Mini-Steuern: EU-Finanzminister wollen Google und Amazon zur Kasse bitten

    Mini-Steuern: EU-Finanzminister wollen Google und Amazon zur Kasse bitten

(Bild: kb-photodesign/shutterstock.com)

Die Finanzminister der vier größten Euro-Staaten wollen, dass US-Internetriesen in der EU mehr Steuern zahlen. In einem gemeinsamen Papier fordern sie eine Umsatzbesteuerung.

Steuern: Finanzminister wollen Umsatzbesteuerung

Die Finanztricks der US-amerikanischen Internet- und Techkonzerne wie Google, Apple oder Amazon sind den Finanzministern in der EU schon lange ein Dorn im Auge. In einem gemeinsamen Papier fordern die Vertreter der vier größten Euro-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien jetzt, dass die Konzerne künftig nicht mehr nach dem in den einzelnen EU-Staaten erzielten Gewinn, sondern nach dem Umsatz besteuert werden sollen, wie die Financial Times berichtet.

Steuern in der EU: Politik von US-Internetriesen wie Google in der Kritik. (Foto: digidreamgrafix/Shutterstock)

Wolfgang Schäuble und seine Amtskollegen kritisieren in dem Schreiben an die estnische EU-Ratspräsidentschaft die vorherrschende Praxis, dass die Konzerne über ihre Tochtergesellschaften in EU-Ländern mit geringen Steuersätzen wie Irland besteuert würden. „Wir sollten nicht länger akzeptieren, dass diese Unternehmen in Europa Geschäfte machen, aber nur geringe Steuersummen bezahlen“, heißt es in dem Brief, den die Website Politico veröffentlicht hat. Gefordert wird eine sogenannte „equalisation tax“, also die oben erwähnte Umsatzbesteuerung, auf EU-Ebene.

Über das Thema der Besteuerung von Internet- und Techkonzernen soll am kommenden Wochenende im Rahmen eines informellen Treffens der EU-Finanzminister in Tallinn diskutiert werden. Die estnische EU-Ratspräsidentschaft hat derweil einen eigenen Vorschlag zu dem Thema entworfen, der ebenfalls schon an die Öffentlichkeit gelangt ist. Demnach soll das Gewinnsteuerprinzip zwar beibehalten, aber an die Möglichkeiten rein digitaler Präsenz angepasst werden, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt.

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Google muss keine Steuern in Frankreich nachzahlen

Ausgangspunkt für die Forderung der vier EU-Finanzminister war ein Vorstoß Frankreichs, das zuvor eine gerichtliche Schlappe beim Vorgehen gegen Google/Alphabet erlitten hatte. Ein französisches Gericht hatte im Juli geurteilt, dass Google die geforderten Steuerrückzahlungen in der Höhe von 1,1 Milliarden Euro nicht zu zahlen habe, weil der Konzern keine permanente Niederlassung in Frankreich hat. Google steuert seine europäischen Aktivitäten von Irland aus.

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4 Reaktionen
Neb
Neb

Die Spitze des Eisbergs ... Bei Amazon kann jeder einen Account öffnen und mit oder ohne Gewerbe, einfach los verkaufen und je nach Herkunft der Ware ...... jeden noch so unmöglichen Verkaufspreis darstellen ... Nicht umsonst sind sehr oft, die besten Verkäufer bei Amazon aus Italien, Spanien, Portugal usw ...
In 99% der Fälle, stellen z.B solche Verkäufer auch keine Kunden Rechnung für Ihre Verkäufe bei Amazon ... und es ist alleine deren "guten" Gewissen zu verdanken das solche Verkäufer, "korrekt" Steuern zahlen bei der respektiven Länder (weil ohne Rechnung ist es eben nicht nachvollziehbar woher die Ware kommt, wie hoch der Gewinn/Steuern sein sollten usw usw) ....
Nur eins lässt Amazon nicht dem Zufall, mindestens 7-10% Gewinn von jegliche Verkäufe zu kassieren !! Mit recht !! Amazon betreibt auch ein Haufen Aufwand um dieser Verkäufer, regelrecht zu schützen! Das kostet halt was (ist immer so gewesen und es hat sich bewährt). z.B beschwert sich Herr Müller, das der "Gewerbliche" Ehrenwerte Verkäufer aus Kalabrien auch nach 5 e-mails, in vollen Absicht, keine Rechnung ausstellt .. na und, ruuums, Amazon streicht das negative Feedback und es geht munter weiter ... da sind 7-10% Abgabe bei so einem Service und für so eine riesen Saubermacher doch nicht viel verlangt, oder ? Dieser Abgabe zahlt dieser Verkäufer bestimmt mit einen grinsen ins Gesicht (deren "Kunden Feedback" sind mit Abstand die Besten und dadurch werden noch mehr Kunden gezogen !!)....
Und ruuums, macht eine kleine Händler zu in Deutschland, Spanien, Italien ... Na und, die Politiker werden die Waschmaschine bestimmt zu Rechenschaft ziehen, irgendwann, eventuell ... aus 0,1% Steueren wird bestimmt 1,1% und es dreht sich alles weiter .....
Lieber Händler die Eure Läden zu macht und uns Mitarbeiter entlassen musst ... öffnet doch einen "Nr.1.com" Account bei Amazon, zahlt 10% Abgaben und Ihr könnt garantiert 9% Gewinn für Euch übrig haben ....
Danke an den Finanzminister von der Welt, die uns demnächst retten wollen ... Danke
Amazon = das Kundenfreundlichste Unternehmen der Welt (deren offizielle Ziel ...)

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lola
lola

Die kleinen Länder werden immer weniger Steuern wollen als die großen. Denn nur so haben Sie einen Standortvorteil. Wie will man sich da einigen.

vor der EU regelt wird das mit Zöllen.

Evtl. sollten Reiche länder mehr zu sagen haben als Arme. Oder viele Bürger mehr als wenige.......

Vermutlich ist die EU keine Demokratie, wenn dort die Minderheiten regieren. Müsste man reformieren.

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Lars
Lars

"Vermutlich ist die EU keine Demokratie, wenn dort die Minderheiten regieren."

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

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Kurt
Kurt

Die EU "Regierung" besteht aus den Vertretern der einzelnen Demokratien,
das EU Parlament wird direkt gewählt, wodurch es von Kommission und Rat (zu deren Frust) komplett getrennt ist und unterm Strich ist die EU viel demokratischer als die meisten ihrer Mitgliedsstaaten.
Transparenter auf jeden Fall...

Aber das hat nix mit dem Thema zu tun, und die Besteuerung des Umsatzes im jeweiligen Land ist definitiv eine sehr gute Lösung. - Ich gehe sogar weiter und fordere die Bindung der Sozialabgabe genauso an die Mehrwertssteuer, um so die eklatante Diskriminierung der humanen Leistung zu beenden.

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