Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Steve Wozniak dementiert Forderung, Apple solle ein Android-Smartphone herausbringen [Update]

    Steve Wozniak dementiert Forderung, Apple solle ein Android-Smartphone herausbringen [Update]

Steve Wozniak. (Bild: Flickr-OnInnovation / CC-BY-2.0)

Ein iPhone auf Android-Basis? Für Steve Wozniak wäre das wünschenswert – zumindest laut einem Wired-Interview. Jetzt hat sich Wozniak allerdings geäußert und wirft Wired vor, ihn falsch zitiert zu haben.

Update vom 10. Februar 2014: Steve Wozniak hat sich zu dem ursprünglich auf Wired veröffentlichten Interview geäußert und fühlt sich falsch zitiert. Aus seiner Aussage „Apple könnte ein Android-Smartphone herausbringen“ habe Wired fälschlich „Apple sollte ein Android-Smartphone herausbringen“ gemacht. Aus dem Austauschen eines einzelnen Wortes ist so eine grundlegend andere Aussage geworden. The Woz stellte dies gegenüber Gina Smith von A New Domain klar.

Ein iPhone auf Android-Basis: „Wir könnten zur gleichen Zeit auf zwei Feldern spielen“

Steve Wozniak fordert ein iPhone auf Android-Basis: „Wir könnten zur gleichen Zeit auf zwei Feldern spielen“ (Bild: Flickr-OnInnovation / CC-BY-2.0)
Steve Wozniak fordert ein iPhone auf Android-Basis: „Wir könnten zur gleichen Zeit auf zwei Feldern spielen“ (Bild: Flickr-OnInnovation / CC-BY-2.0)

Apple-Mitgründer Steve Wozniak war schon zu seinen offiziellen Zeiten beim Hardware-Hersteller ein Andersdenker. Während Steve Jobs beharrlich an seinem eigenen Ökosystem feilte, predigte „Woz“ die Wichtigkeit kompatibler Systeme und war ein großer Anhänger der Open-Source-Bewegung. Die stärkere Durchsetzungskraft hatte jedoch Jobs und so ist Apple zu dem geworden, was Apple nun mal heute ist.

„Es gibt nichts, das Apple davon abhalten sollte, den Android-Markt als Sekundärmarkt zu nutzen“ – Steve Wozniak.

Zwar ist Steve Jobs seit einigen Jahren verstorben und das Unternehmen hat seinen Kurs beibehalten, jedoch ändert das nichts daran, dass Steve Wozniak hin und wieder mit der ein oder anderen Idee nach vorne prescht: In einem Wired-Interview sprach er die ungewöhnliche Geschäftsidee offen aus, dass Apple ein iPhone auf Android-Basis herausbringen sollte – jenem Betriebssystem, dass Jobs offenkundig zerstören wollte. Steve Wozniak gab zu verstehen: „Es gibt nichts, das Apple davon abhalten sollte, den Android-Markt als Sekundärmarkt zu nutzen. Wir könnten sehr gut mithalten.“ Der Computeringenieur glaubt, dass das iPhone bei den Menschen vor allem wegen dem hochwertigem Design und der Verarbeitung beliebt ist. In dem man das Gadget für zwei verschiedene Betriebssysteme öffnet, könne man mehrere Menschen gleichzeitig ansprechen: „Wir könnten zur gleichen Zeit auf zwei Feldern spielen.“

Steve Wozniak lobt das minimalistische iPhone

Das iPhone 5s (Foto: Dennis Wisnia)
Das iPhone 5s (Foto: Dennis Wisnia)

Gute Worte fand „Woz“ bezüglich der Einfachheit des iPhones: „Wenn du etwas wirklich Gutes entwickelt hast, solltest du es nicht verändern, nicht unnötig aufblähen“. In einem Vergleich ging er auf Samsung-Smartphones ein: „Du nimmst ein Samsung Smartphone, gibst ihm den Sprachbefehl ‚Smile’ und es nimmt ein Foto auf. Doch wie viel Innovation steckt da wirklich hinter?“ Der Apple-Mitgründer meint, das ende nur in unnötigen Funktionen, die das Gerät überladen. „Die Entscheidung zu einem Smartphone basiert nicht wirklich auf der Anzahl der Funktionen“, gibt Steve Wozniak zu verstehen. „Apple tut gut daran, diesbezüglich ‚Nein’ zu sagen“.

Ein iPhone auf Android-Basis: Ist das eine gute Idee?

Was meint ihr? Ein iPhone auf Android-Basis: Ist das eine gute Idee? Stimmt in der Umfrage ab und erklärt uns in den Kommentaren gerne eure Entscheidung. Wir sind gespannt auf eure Meinung.

via www.wired.com

Finde einen Job, den du liebst

17 Reaktionen
Werner
Werner

Für mich ist es letztlich unwesentlich, was Steve Wozniak gemeint oder auch nicht gemeint hat. Interessant ist es allemal, dass es offenbar viele Leute gibt, die es ernsthaft für sinnvoll halten, dass Apple ein Android-Smartphone auf den Markt bringt. Für mich beweist das letztlich nur, dass auch in der Hightech-Branche der Glaube eine größere Rolle spielt als nachprüfbare Fakten, was auch Aussagen wie "Android sei das beste Smartphone-Betriebssystem" dokumentieren.

iOS und Android sind derart komplexe Systeme, dass es sehr schwer fallen dürfte (wenn es nicht gänzlich unmöglich ist) objektiv zu bewerten, was besser ist. Allein schon eine vernünftig anwendbare globale Definition von Qualität oder gut, ..., mit dem "besser" begründet werden könnte, dürfte ein nahezu unmögliches Unterfangen sein.

Was bleibt also? Für mich ist es so: Apple hat mit dem Apple-II Computer-Geschichte geschrieben, Steve Job entdeckte vor Jahrzehnten Forschungsarbeiten bei XEROX zu graphischen maus-gesteuerten Benutzeroberflächen zu einer Zeit als Computer noch ausschließlich über die Tastatur bedient wurden und machte daraus etwas Massentaugliches mit der Einführung des MacIntosh-Computers. Alle anderen haben das dann kopiert. NeXT, eine andere Steve Jobs Company, degradierte mit dem NeXT-Computer die damalige IT-Industrie. Das darauf laufende Betriebssystem und seine Entwicklungsumgebung, die heute Basis für iOS und Mac OS X sind, waren richtungsweisend, so richtungsweisend dass viele heute selbstverständliche Technologien darauf entwickelt wurden wie der erste Webbrowser, der erste Webserver sowie Basis-Technologien ohne die heutige Webanwendungen unmöglich wären. Und nicht zuletzt haben iPhone und iPad das heutige "mobile Computing" ganz neu und ganz wesentlich definiert. Apple ist seit Jahrzehnten für Innovationen bekannt, die die übrige IT-Industrie fortlaufend kopiert. Und diese Innovationen beziehen sich viel deutlicher auf den Software- als auf den Hardwarebereich.

Mir sagt das alles etwas nämlich dass man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass iOS ziemlich gut ist, was von allen Experten auch immer wieder bestätigt wird. Es ist selbstverstänlich nicht perfekt und verdient an vielen Stellen Kritik. Aber das bedeutet nicht, dass Android besser ist. Jeder muss letztlich für sich entscheiden, was ihm besser gefällt (wenn das nicht durch den Preis vorab entschieden wird). Die objektivierbaren Fakten sprechen zumindest eher für iOS, aber auch das halte ich für unwesentlich.

Dass es mehr Geräte mit Android als mit iOS gibt, bestätigt übrigens nur eine Binsenweisheit, dass nämlich der Markt für hochpreisige Geräte kleiner ist als der für ähnliche preiswertere Geräte.

Antworten
Mathis
Mathis

Ich glaube das widerspricht sich schon im Ansatz mit Apples-Software Kultur.
Bei OpenSource Software haben viel mehr Leute Einfluss auf das Gerät, da vieles gerade bei Android unter freien Lizenzen basiert, welches keine "Verfremdung" zu lässt, jeder Veränderung muss für alle Zugänglich sein.
Gleichzeitig hätte es den Effekt, dass es eine bessere Unterstützung von Android unter den iProdukten (Apple TV etc) gibt, was eher anderen Herstellern zu gute kommt, als Apple selber.

Zu den hier oft angesprochenen Benchmarks zwischen iOS und Android, seit KitKat sind diese neu zu definieren und zu überprüfen, dass vergessen leider viele...

just my 2 cents

Antworten
Tobias
Tobias

Damit würde Apple einen riesigen Schaden annehmen.

Warum?
Nicht weil Android schlechter ist, sondern weil Android von Google ist und nicht komplett von Apple kontrolliert werden kann. Wer sich in Marktwirtschaft auskennt, der weiß, dass Firmen den missliebigen Konkurrenten gerne Stolpersteine gestellt werden, wozu Google von Samsung, HTC und weiteren ganz sicher gedrängt wird. Da das Stellen von Stolpersteinen bei Konkurrenten verboten ist, werden natürlich Stolpersteine gestellt, die als solche nicht unbedingt erkennbar sind oder als natürliche Fehler bezeichnet werden.
Und aus Erfahrung weiß ich, dass es dafür leider sehr oft Möglichkeiten gibt.

Antworten
Werner
Werner

@W. Urstbrot.. d'accord!

Allerdings erwarte ich als Nutzer, das sich Hersteller Gedanken über die Usability ihrer Produkte machen und nicht den Dipl. Ingenieuren überlassen.
Ich verlange, das ich ein Gerät nach kurzer Zeit wenigstens halbwegs konfigurieren und bedienen kann...beim iPhone, auch für Ungeübte kein Problem.

Antworten
Werner
Werner

Ein iPhone auf Android-Basis ist alles andere als ein spannender Gedanke. Es wäre Selbstmord auf Raten für Apple und ich kann nur verständnislos den Kopf über einen derartigen Gedanken schütteln.

Die Sache ist doch ganz einfach: Samsung und viele andere Firmen (nicht nur Apple) bauen hervorragende Hardware. Nicht zuletzt bestehen auch Apple-Geräte zu einem entscheidenden Teil aus Samsung-Komponenten. Außerdem ist gutes Design keine Geheimwissenschaft, zu der nur Apple einen Zugangscode hat.

Was ein iPhone ausmacht ist daher weder die Hardware noch gutes Design (auch wenn das wichtige (und oberflächliche) Kriterien für den Kauf durch die Masse sind). Steve Jobs wusste schon immer, dass es vor allem auf hervorragende Software ankommt, stellte das aus vielen Gründen aber nie in den Vordergrund. Ab Mitte der 80iger Jahre investierte er in innovative Software-Technologie, aus der über Jahrzehnte ein umfassendes Software-Ökosystem wurde, auf dem heute iOS und Mac OS X basieren. Dieses Software-Ökosystem war schon zu Beginn dem Mainstream um viele Jahre technologisch voraus und ist bis heute vorbildlich und wird immer noch, auch durch Android, kopiert. Dank dieses Software-Ökosystems hat Apple als Firma überhaupt überlebt und das ist die Perle, die Apple von Firmen wie Samsung unterscheidet.

Schon die Bezeichnung Android-iPhone wäre Unsinn. Ein Apple-Smartphone mit Android wäre nichts weiter als ein weiteres Android-Smartphone und würde Apple langfristig zu einem banalen Hardware-Hersteller degradieren und Innovationen behindern.

Antworten
Patrick
Patrick

"Zwar ist Steve Jobs seit einigen Jahren verstorben [...]" - ist zwar ein wenig Off-Topic aber Steve Jobs ist im Oktober 2011 verstorben. Hier klingts so als ob er schon seit 5-7 Jahren tot ist...

Antworten
W. Urstbrot
W. Urstbrot

@Werner: Naja, nur weil Sie mal kurz ein Android-Smartphone in der Hand hatten und nicht sofort damit zurechtkommen, heißt es ja nicht, dass das System als solches schlecht ist.

Ich selbst finde Android aber auch nicht so dolle. Die Vorteile die mir Android bieten soll sehe ich einfach nicht. Im Gegenteil finde ich die höhere Anfälligkeit für Schadsoftware, im Vergleich zu den effektiven Vorteilen von Android, sogar eher sehr abschreckend.

Stelle man sich jetzt vor, Android würde in das Apple-"Ökosystem" integriert werden, müsste man sich in Zukunft ja auch hier über Angriffstellen für Schadsoftware und co. Sorgen machen.

Also ich hätte da keinen Bock drauf. Und für die Leute die gerne sämtlichen Mist an ihrem Handy einstellen möchten, gibt's ja immer noch den Jailbreak.

Antworten
Werner
Werner

@Finn => MacOs oder auch IOS sind Klassen besser zu bedienen als die Alternativen. Ich hatte vor kurzem ein Samsung einer Freundin in der Hand, die nicht zurechtkam..sorry ich auch nicht..no fun!

Die Stärke von Apple ist Funktionalität/Bedienbarkeit und Design zusammenzubringen.

Eher als das schrullige Marsmännchen auf dem iPhone könnte ich mir MacOs z.B. auf Lenovo's Laps vorstellen. Die Geräte sind hochwertig, haben aber kein akzeptables OS.

Antworten
Finn
Finn

Why not?
Mit einem ähnlichen Schritt hatte Apple doch schon mal Erfolg. Man denke an MacOS X. OS-Entwicklung war noch nie Apples Stärke. Marketing und Design dagegen schon. Ein schönes Apple Telefon mit einem guten Betriebssystem? Ich würde es kaufen.

Antworten
Anjook
Anjook

Rein technisch gesehen würde mich ein solches Experiment brennend interessieren. Und ich denke, die Apple-Entwickler könnten sich damit eine Menge Wissen zusätzlich aneignen. Wenn ich mir persönlich aber ein iPhone kaufen würde, dann ja gerade deshalb, weil ich aus vielen Gründen kein Android als Basis haben will. Insofern würde Apple zumindest von mir keinen Cent dafür bekommen. Nebenbei würde mich genauso interessieren, wie iOS auf einem Nexus läuft. Oder auf einem Nokia. Oder einem Raspberry Pi …

Antworten
Carl
Carl

Nur soviel: Wozniak wollte seinerzeit die "Bauanleitung" des Apple I verschenken statt Computer zu verkaufen. Er ist zwar ein sehr guter Ingenieur, hat aber 0,0 Geschäftssinn. Für ihn scheint das Leben aus basteln zu bestehen, warum dann jemand für diese "Bastelarbeiten" Geld bezahlt weiß/versteht er vermutlich selbst nicht. Sorry, aber irgendwie erfüllt Woz' das Klischee vom lebensunfähigen Nerd, der mit 35 noch im Kinderzimmer bei Muttern wohnt ziemlich gut...

Antworten
Phyll
Phyll

Gerade die perfekt aufeinander abgestimmten Soft- und Hardware Komponenten sind doch das tolle an Apple-Produkten. Mit einem Android, welches auf vielen Geräten funktionieren soll, wird auf einem iPhone das weitaus schlechtere Benchmarks als z.B. ein S4 hat schnell Frustration aufkommen.

Antworten
Benny Lava
Benny Lava

Bloß gut, dass Jobs Apple geleitet hat. Wozniak hatte noch nie eine wirtschaftlich sinnvolle Idee. Sein Unsinn sollte nicht auch noch weiterverbreitet werden.

Antworten
Julian
Julian

Schlechte Idee, iPhones werden nicht nur durch die Materialien oder das Design zu dem was sie sind, das Betriebssystem ist es, was das Gerät im ganzen ausmacht.

Zwar finde ich iOS hier und da an Funktionen etwas zurückgeblieben bzw. zu abgeschottet, aber das ist es, was das ganze "Ökosystem" zwischen iPhones, iPads und Macs (meist) so reibungslos funktionieren lässt.

Abgesehen davon ist Android von der Oberfläche und Bedienbarkeit noch hässlicher als iOS7.

Antworten
Sebastian
Sebastian

Woz ist und war schon immer ein genialer Ingenieur. Seine Ideen sind in aller Regel nicht auf Geschäftssinn ausgelegt, vielmehr auf Funktionalität. Meiner Meinung nach könnte Apple nur deshalb so erfolgreich werden, indem das Unternehmen aus Cupertino seinen Kunden und Liebhabern eine Symbiose aus Hard- und Software anbietet. Diese Abgestimmtheit leidet nach meinen Überlegungen mit der Nutzungen eines "fremd-(i)OS". - geschrieben mit meinem iPhone - :-)

Antworten
Woz
Woz

Bloß nicht, denn „Wenn du etwas wirklich Gutes entwickelt hast, solltest du es nicht verändern, nicht unnötig aufblähen“.

Antworten
Basar Seven
Basar Seven

Eine super Idee. Denn Apple könnte mit null Überzeugungsarbeit millionen User gewinnen.
Andere Hersteller müssten sich erst ein mal behaupten.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen