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StoryVisualizer: Software fasst TV-Serien zusammen

Französische Forscher haben mit dem StoryVisualizer (kurz: StoViz) ein Software-Tool entwickelt, das automatisch TV-Serien zusammenfasst. Mithilfe von StoViz lassen sich gezielt einzelne Handlungsstränge oder Seriencharaktere verfolgen. Künftig soll es sogar möglich sein, die Software über ein Siri-ähnliches Voice-Interface zum Laufen zu bringen.

StoryVisualizer: Software fasst TV-Serien zusammen

TV-Serien: Inhalte und Lieblingsschauspieler verfolgen

Wer nach einem langen Urlaub nach Hause kommt, hat schon einmal eine mehrtägige Session vor sich, um alle derweil aufgenommenen Lieblings-TV-Serien „aufzuarbeiten“. Wie schön wäre es da, wenn man automatisch eine Zusammenfassung präsentiert bekäme. Von einem solchen sind auch die Software-Entwickler um Hervé Bredin vom Computer Sciences Laboratory for Mechanics and Engineering Sciences (LIMSI) im französischen Orsay ausgegangen sein. Der von ihnen entwickelte Story Analyzer macht es aber auch möglich, dass Fans ausschließlich den Lieblingsschauspieler ihrer TV-Serie verfolgen können, wie New Scientist berichtet.

TV-Serien zusammenfassen mit dem StoryVisualizer

Die Software zerlegt dazu zuerst die TV-Serie in einzelne Handlungsstränge. Dabei orientiert sie sich an den Gesichtern der Schauspieler und den Hintergrundkulissen. Außerdem werden auch bestimmte gesprochene Keywords in die Analyse einbezogen. Danach stellt StoViz eine Reihe von Szenen mit ähnlichen Inhalten zusammen, die sich dann in einer Art TV-Serien-Zusammenfassung anschauen lassen. Ähnlich funktioniert das Ganze auch, wenn man nur einen bestimmten Schauspieler sehen will.

Die Forscher haben den StoryVisualizer mit den TV-Serien „Malcolm mittendrin“, „Game of Thrones“ und „Ally McBeal“ getestet. Einen Einblick in die Wirkweise des Tools kann man sich auf einer eigens eingerichteten Website verschaffen. Probleme mit der Gesichtserkennung könnte es übrigens bei Langzeitserien geben, da die Software offenbar Gesichter eines Menschen in unterschiedlichen Altersphasen nicht 100-prozentig zuordnen kann.

Bildnachweis für die Newsübersicht:William Hook / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA

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Eine Antwort
  1. von Geschichten erzählen am 11.11.2012 (01:22Uhr)

    Für Politiker und ihre TV-Auftritte sollte man das auch machen können... .


    Im Prinzip ist die Idee aber älter. Eine Idee war, kurze und extralange ("vollständige") z.b. 2-Stunden-Fassungen von Episoden anzubieten. Die kurze Version für auf der Fahrt zur Arbeit, die extralange Version für auf der BluRay/DVD. Die 45-Minuten-Version für im Fernsehen ist nur einer von vielen Ausspiel-Kanälen. Auch haben Serien Teilgeschichten so das man sich als "echter Kerl" die Action-Szenen heraussucht während Schnulz-/Love-/Romantik-Szenen von anderen Zielgruppen präferiert werden. Oder man lässt Startrek-TNG ohne Wesley-Crusher laufen oder sucht sich aus mehreren Stimmen die aus, die einem am besten gefällt. Migranten können ja zwei Sprachen und noch englisch. Man hat also 3 Stimmen bzw. Sprecher pro Schauspieler zur Auswahl.

    Davon abgesehen könnten Machinima-Serien aufkommen d.h. z.b. Desperate Housewives oder Berlin Tag+Nacht sind eine virtuelle Stadt und Kamerapositionen und ihre Abfolge erzählen dann die Geschichten welche die Charaktere spielen während zeitgleich im "Modell" andere Geschichten in anderen Häusern oder woanders ablaufen. Das man (je nach Geldbeutel) für die Personen verschiedene 3D-Body-Modelle und natürlich Stimmen aussuchen kann, sollte klar sein.
    Man kann sich also aussuchen ob man Higgins und/oder Magnum oder Starsky oder Hutch oder Michael Weston oder Fiona oder Batman oder dem Joker von der Kamera folgen lässt um dieselbe Geschichte zu erzählen. Sin City und andere Filme mit nebenläufigen Stories deutet sowas ja an.
    Das man für im Auto auch Hörspiel-Versionen davon erzeugt und im EReader mit z.b. Fotos aus der Episode unterstützt, sollte klar sein.
    Die Leute wollen Geschichten erzählt kriegen. Und die Wege dafür werden immer mehr.

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