Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Startups

Strategieschwenk: Book A Tiger stellt seine Putzkräfte fest an

    Strategieschwenk: Book A Tiger stellt seine Putzkräfte fest an

(Foto: Book A Tiger)

Der Putzkraft-Vermittler Book A Tiger passt sein Geschäftsmodell an und BMW investiert in ein Fahranalyse-Startup. Die heutigen Startup-News.

Book A Tiger stellt Putzkräfte fest an

Das Startup selbst spricht von einer „Evolution des Uber-Modells“, im Kern aber dürfte es sich um eine alternativlose Anpassung des Geschäftsmodells handeln: Book A Tiger stellt die über seine Online-Plattform vermittelten Putzkräfte künftig fest bei sich an. Bis kommenden April soll das Startup demnach von bisher 100 auf gut 600 Vollzeit-Mitarbeiter anwachsen. Die Putzkräfte sind dann über Book A Tiger versichert und haben überdies auch Anspruch auf Urlaub.

Bei Book A Tiger arbeiten die vermittelten Putzkräfte jetzt in Festanstellung. (Foto: Book A Tiger)
Bei Book A Tiger arbeiten die Putzkräfte jetzt in Festanstellung. (Foto: Book A Tiger)

Bisher waren alle über die Plattform vermittelten Putzkräfte freiberuflich tätig und mussten sich selbst versichern. Book A Tiger-Chef Nikita Fahrenholz begründet den Strategieschwenk so. „Der Kunde möchte immer dieselbe Reinigungskraft und einen guten Service“, sagte er gegenüber Spiegel Online. Allerdings geht das Startup damit wohl auch zu erwartenden Klagen seitens der Putzkräfte aus dem Weg. Das US-Vorbild Homejoy musste nach einem Rechtsstreit mit vier Putzkräften das Geschäft einstellen. Auch der deutsche Konkurrent Helpling kriselte zuletzt.

Rocket stößt reihenweise Lieferdienste ab

„Oliver Samwer verliert Machtkampf um Lieferdienste“, titelt die Berliner Zeitung am Freitag. Daraus geht hervor, dass Rocket Internet und dessen Foodpanda-Tochter gleich mehrere, erst kürzlich zugekaufte Lieferdienste wieder abstößt. Demnach werden die Lieferdienste Pizzabo (Italien) und La Nevera Roja (Spanien) sowie das Geschäft in Brasilien und Mexiko vom Konkurrenten Just Eat übernommen. Das Geschäft in Indien soll ebenfalls zur Disposition stehen.

Zwar betonte Rocket Internet, der Verkauf stünde „im Einklang mit der strategischen Ausrichtung von Rocket Internet, nicht zum Kerngeschäft gehörende Geschäftsbeteiligungen zu veräußern, die keine Marktführerschaft erlangten“, allerdings gehen Experten von einem Verlustgeschäft aus. Erst im vergangenen Jahr hatte Rocket Internet die Lieferdienste für viel Geld übernommen und erklärt, unter dem Dach der „Global Online Takeaway Group“ eine weltumspannende Lieferdienstplattform aufbauen zu wollen.

Hem: Fab-Nachfolger gelingt der Exit

Dem aus der gescheiterten Fab-Gründung hervorgegangenen E-Commerce-Startup Hem ist der Exit gelungen. Einem Bericht von Fastcompany zufolge wurde der Shop für hochwertige Designer-Möbel von einem privaten und nicht näher genannten Käufer übernommen. Die Höhe des Kaufpreises ist nicht bekannt.

Die Hem-Gründer Petrus Palmér und Jason Goldberg. (Foto: Evening Standard)
Die Hem-Gründer Petrus Palmér und Jason Goldberg. (Foto: Evening Standard)

Mit der Übernahme findet auch eine Personalrochade statt: Hem-Mitgründer Petrus Palmér wird demnach den ehemaligen Fab-Gründer Jason Goldberg als CEO ersetzen. Das aktuell noch in Berlin ansässige Startup siedelt nach Stockholm um. Jason Goldberg hatte Hem im Oktober 2014 mit der Vision an den Start gebracht, hochwertige Design-Möbel zu erschwinglichen Preisen zu verkaufen.

Zendrive erhält 13,5 Millionen Dollar ein

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat das Fahranalyse-Startup Zendrive 13,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wird das Investment von Sherpa Capital. Deren Gründer, Shervin Pishevar, sitzt auch im Aufsichtsrat von Uber und gründete auch die von Elon Musk inspirierte Firma Hyperloop Technologies mit. Zendrive wurde 2013 von zwei Ex-Google-Mitarbeitern gegründet. Das Startup bietet eine App an, die über Smartphone-Sensoren Informationen zur Fahrsicherheit bereitstellt. Im Jahr 2014 investierte auch BMW in das Startup.

LinkedIn übernimmt Recruiting-Startup

LinkedIn hat laut VentureBeat das Recruiting-Startup Connectifier übernommen. Zur Kaufsumme äußerte sich das Karrierenetzwerk nicht. Mit dem Zukauf will LinkedIn nach eigenen Angaben seine Rolle im Bereich Machine Learning stärken. Connectifier – im Jahr 2012 gegründet – hat eine auf künstlicher Intelligenz basierende Suchmaschine entwickelt, mit der Personaler neue Mitarbeiter finden können. Zuletzt beherbergte Connectifier über 400 Millionen Bewerberprofile. Zu den Kunden zählen unter anderem Dropbox und Facebook.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna  oder @hexitus  bei Twitter!

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Startups, BMW

1 Reaktionen
partizipative Lohngerechtigkeit
partizipative Lohngerechtigkeit

Im BörsenTV hiess es, mit den Gebühren der ersten Bestellung wären die Fixkosten gedeckt und ab dann würde man im Deckungsbeitrag jeder weiteren Bestellung schwimmen...

Anscheinend sind die inneren Probleme deutlich größer als gedacht wenn man nicht mal Profit aus Lieferdienst-Provisionen organisiert bekommt...
Die Verluste sollten Zwangsbesteuert und alle Bonis zurückgezahlt werden. Aber wie üblich bezahlen wir bald mal wieder alles und müssen Benzin-Auto-Jobs mit Steuer-Zilliarden retten...

Die Rezession kommt. Und weil die Urteile demnächst also vermutlich zum Nachteil der Boni-Cashburner und zum Vorteil der kleinen Arbeiter und anständiger Bezahlung ausfallen, muss man sich - z.b. auch als Gewerkschaft - passend aufstellen... Aber obwohl praktisch jeder per schmalbandigem Internet oder ausserhalb korrupter Diktaturen per freier WiFis partizipieren könnte, fallen mir keine internet-partizipativen Parteien oder Gewerkschaften ein...

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen