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Studie: Frauen im Chefsessel machen Managerwelt härter

Studie: Frauen im Chefsessel machen Managerwelt härter

Frauen in Führungspositionen, so das geltende Klischee, sollen sozialer und verantwortungsvoller agieren und dadurch das Betriebsklima „weiblicher“ machen. Doch offenbar ist das Gegenteil der Fall, wie jetzt eine ergeben hat.

Studie: Frauen im Chefsessel machen Managerwelt härter

Topmanagerinnen. (Foto: Shutterstock )

Frauen in Chefpositionen: Raues Klima

Frauen gelingt in Deutschland immer noch kaum der Sprung in die oberste Führungsebene von Unternehmen. Einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge ist nur jede vierte Chefposition auf der obersten Führungsebene in Privatunternehmen mit einer Frau besetzt. Im mittleren Management holen die Frauen dagegen langsam auf, 39 Prozent der Manager in der zweiten Führungsebene sind Frauen. Mit dem Einzug von mehr Frauen in die Führungsetage dürfte der Führungsstil in den Unternehmen aber nicht sozialer oder verantwortungsvoller werden, wie viele vielleicht annehmen, sondern härter und zielorientierter, heißt es in einer weiteren Studie.

Frauen in Chefpositionen: Steigt ihr Anteil, steigt der Unternehmenserfolg. (Foto: citirecruitment / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Eine Untersuchung der internationalen Personalberatung Russell Reynolds Associates hat ergeben, dass Frauen sich in Sachen Durchsetzungskraft und Härte ihren männlichen Kollegen annähern, sobald ihr Anteil in Führungsgremien über die Marke von 22 Prozent steigt, wie die Welt am Sonntag exklusiv berichtet. Dadurch werde die Managerwelt härter, zitiert die Welt am Sonntag Studienautor Joachim Bohner, Assessment-Experte von Russell Reynolds. Ingesamt, so Bohner, würde das Managementteam mit steigendem Frauenanteil aber auch fokussierter und damit erfolgreicher.

Frauen machen Unternehmen erfolgreicher

Die Folge: Ein Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil in der Führungsetage ist den Personalberatern zufolge besser gerüstet für die Herausforderungen der sich rasch ändernden Märkte. Für die Managerinnen sei die Überwindung der klassischen Geschlechterrollen sogar ein Befreiungsschlag, meinte Bohner. Die Frauen dürften dadurch einfach nur Führungskräfte sein und hätten die gleichen Chancen wie ihre männlichen Kollegen.

Im Rahmen der Studie wurden über 4.300 Topmanagerinnen und Topmanager aus 25 Ländern in sogenannten Tiefeninterviews befragt.

via www.welt.de

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