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Karriere

Studie: Virtuelle Teamarbeit klappt nicht

    Studie: Virtuelle Teamarbeit klappt nicht

(Bild: Shutterstock)

Marktforscher sind der Frage nachgegangen, wie gut die Teamarbeit in virtuellen Gruppen funktioniert. Das Resultat haben sie in einer Trendstudie veröffentlicht – es ist wenig erfreulich. 

Virtuelle Teamarbeit wird immer wichtiger

In der Trendstudie (PDF) mit dem Titel „Zusammenarbeit virtueller Teams in deutschen Unternehmen“, die sich laut den Marktforschungsunternehmen PAC primär an Business- und IT-Entscheider richtet, die aktuell mit Initiativen zur Verbesserung der Kollaboration oder der Steuerung virtueller Teams befasst sind, wurden 152 Führungskräfte befragt. Die Teilnehmer stammen aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen unterschiedlicher Branchen, um einen Querschnitt der Initiativen aufzeigen.

Teamarbeit: Was macht gutes Teamwork aus? (Foto: Shutterstock / loreanto)
Teamarbeit findet nicht immer vor Ort im Office statt. (Foto: Shutterstock / loreanto)

Dass Zusammenarbeit immer wichtiger für den Geschäftserfolg wird, bestätigten 70 Prozent der Befragten. Hier sei der Wissensaustausch ein elementarer Bestandteil der Teamarbeit und des Prozessablaufs. Mit dem intensiveren Austausch steigen aber auch die Herausforderungen, so eine Erkenntnis der Studie. Denn der Aufwand für den Austausch und die Zusammenarbeit seien gestiegen – mehr als ein Drittel der Arbeitszeit gehe durchschnittlich dafür drauf. Angesichts neuer Arbeitswelten, die mit der Digitalisierung und mobilen Arbeitsformen einhergehen, finde der Austausch entsprechend in virtueller Form statt.

Die investierte „Zeit für Austausch und Kommunikation“ kann sich nach Auffassung der Umfrageteilnehmer im Durchschnitt um ein Fünftel reduzieren lassen, sofern die Kollaboration auf technischer und organisatorischer Seite optimaler unterstützt wird. Der Umfrage zufolge bewerten knapp die Hälfte der Befragten die „technischen, organisatorischen und kulturellen Rahmenbedingungen“ zur Zusammenarbeit allerdings nur als „mittelmäßig“.

Zeit- und Nervenfresser virtuelle Teamarbeit

Die Folgen der ineffizienten Zusammenarbeit seien schon spür- und sichtbar. Fast 70 Prozent der befragten Führungskräfte beobachten, dass der Fokus auf die eigentlichen Kernaufgaben leide, über zwei Drittel der Befragten stellen fest, dass Mitarbeiter frustriert seien und bei knapp der Hälfte werden Burnout-Risiken registriert. 30 bis 50 Prozent der telefonisch befragten Führungskräfte berichten schon von negative Folgen für Produktivität, Innovationsfähigkeit sowie Kundenservice.

Nichtsdestotrotz ist ein Großteil der Umfrageteilnehmer vom Potenzial einer effektiven Zusammenarbeit überzeugt. Würde sie tatsächlich funktionieren, böte sich enormes Verbesserungspotenzial in den Bereichen „Prozesse und Abläufe“ sowie der Umsetzung von Innovationsvorhaben.

Tools und Services zur Teamarbeit: Ganzheitliche Lösungen sind gewünscht

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Bei virtueller Teamarbeit gibt es allerlei technische Hürden zu meistern. (Screenshot: PAC Online)

In vielen Unternehmen wurde in den vergangenen Jahre intensiv in Tools und Services zur Verbesserung der Zusammenarbeit sowie Cloud-Lösungen investiert. Mit diesem Innovationsdrang wurde aber zugleich ein System geschaffen, das viele Mitarbeiter überfordere und zugleich Kosten in die Höhe treibe, so Andreas Stiehler, „Principal Analyst – Digital Enterprise“ bei PAC. Das rufe den Wunsch nach integrierten Gesamtlösungen und entsprechenden Diensten auf den Plan.

Stiehler ist außerdem der Auffassung, dass sich effektivere Kollaboration nicht nur durch leichter verständliche technische Lösungen bewerkstelligen ließe. Zu relevanten Faktoren zählen auch die Akzeptanz und eine aktive Mitgestaltung durch die Mitarbeiter. Ein nicht zu verachtender Punkt sei darüber hinaus, dass Entscheider sich vor der Investition in teure technische Lösungen mit allen beteiligten Fachbereichen austauschen und gemeinsam nach entsprechenden Werkzeugen gesucht werde.

Gemäß der Umfrage wird der oberste Management-Bereich von 90 bis 100 Prozent der Teilnehmer als Entscheidungsträger bei der Auswahl der Tools genannt, die IT-Abteilung immerhin noch von 61 bis 78 Prozent. Der Studie zufolge wächst der Einfluss der IT mit der Firmengröße. Dennoch: IT und andere Fachabteilungen treten demnach weniger häufig als Mitentscheider auf als angenommen.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

(Infografik: PAC-Online)
(Infografik: PAC-Online)

via www.tecchannel.de

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5 Reaktionen
Inter-Operabilität von Daten
Inter-Operabilität von Daten
04.12.2015, 16:11 Uhr

Das Problem tritt ja schon auf wenn Kunden über Telefon, Email, Fax und natürlich Papier-Brief oder Papier-Formularen kommunizieren.
Firmenübergreifend ist das natürlich noch problematischer, weil offene APIs für z.b. Termine aber auch Produktpreise und Verfügbarkeiten bzw. Lieferbarkeit gerne unterbunden werden um weiter in der Insel (=teure Extralösungen, teure Updates, hohe Abhängigkeit von der Güte des Lieferanten,...) zu leben statt interoperativ im Information-Mesh wie im Borg-Hive wo jeder alle Infos hat (die ihn was angehen).

Für Termine werden als Notlösungen dann iCAL-Formate usw. genutzt statt MicroFormate und offene Apis o.ä. zu nutzen.

Teilweise hätte Wave Teile der Probleme gelöst aber wie die meisten guten Google-Ideen ist es gescheitert und wurde eingestellt oder abgestoßen oder lizensiert und das Volk muss noch mal 10 Jahre warten bis in USA (hier hat man ja Abmahnungen und Software-Patente...) ein Cashburner es vielleicht irgendwann mal realisiert obwohl es (ohne Abmahnungen und ohne Software-Patente) ziemlich schnell realisiert wäre und dann wie Domino-Steine eine Insel nach der anderen übernehmen würde weil die Chefs, Kunden, Mitarbeiter das selber wollen...
Das Problem ist ja so ähnlich wie Bring-Ya-Own-Device wo man die Firmenlösungen ja auch an die Mitarbeiter- und Kunden-Geräte anpassen müsste was die meisten Apps bis heute aber nicht brauchbar schaffen...

Antworten

Krug
Krug
04.12.2015, 22:04 Uhr

Hallo, leider geht der Link auf die Trendstudie nicht der Link geht auf:

file:///Users/afr/Downloads/mc_exsum_virtuellteams_final_fullversion.pdf

Antworten

Andreas Floemer
04.12.2015, 22:07 Uhr

Jetzt sollte der Link funktionieren.

Antworten

Peter
Peter
08.12.2015, 09:26 Uhr

Der Link öffnet jetzt eine Infografik. Soll dies die Trendstudie sein?

David Seifert
David Seifert
10.12.2015, 16:02 Uhr

Ich arbeite in einem örtlich verteilten Team virtuell mit meinen Kollegen zusammen, seit unserer Gründung. Auch andere Unternehmen wie beispielsweise automattic arbeiten ausschließlich virtuell zusammen und sind damit sehr erfolgreich. Speziell im Software-Development Sektor gibt es wohl überdurchschnittlich viele Unternehmen, deren Mitarbeiter von unterschiedlichen Standorten aus erfolgreich zusammenarbeiten. Mag sein, dass dies Ausnahmen sind, welche die Regel bestätigen, interessanter finde ich jedoch die Frage, wie virtuelle Zusammenarbeit gelingen kann. Dabei spielt selbstverständlich das Tooling eine große Rolle, es gibt aber bereits eine ganze Reihe an Tools, welche virtuelle Collaboration hervorragend unterstützen und sich durch APIs oftmals nahtlos verknüpfen lassen. Wenn man sein individuelles Toolset dann zusammengestellt hat und seinen Prozess auf die Herausforderungen angepasst hat, kann – meiner Meinung nach – virtuelle Zusammenarbeit sehr wohl sehr gut gelingen. Wir von der efa GmbH können es jedenfalls nur empfehlen und unterstützen Unternehmen und Teams mit unserer Software für effektive Onlinemeetings (sixsteps.com) dabei, erfolgreich virtuell zusammen zu arbeiten – oder tragen zumindest einen Teil dazu bei, damit die tägliche Fahrt zur Arbeit keine Notwendigkeit mehr ist, sondern Luxus.

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