Supyo: Napster-Gründer starten neuen Videochat

Die beiden Napster-Gründer Sean Parker und Shawn Fenning betreten mit Supyo wieder die Web-Bühne. Und wenn zwei Popstars des E-Business ein neues Projekt angehen, muss es auch einen standesgemäßen Namen tragen: Das umgangssprachliche und saloppe „Supyo“ ist eine verkürzte Ableitung von „What's up" und bezeichnet einen neuen Online-Dienst. Doch was steckt hinter der Ankündigung? Bekannt ist lediglich, das die beiden Jungunternehmer das Thema Videochat neu beleben wollen. Man darf gespannt sein.

Sean und Shawn wollen mit Supyo durchstarten

Supyo, das ins Deutsche etwa mit einem saloppen „was geht?" übersetzt werden kann, soll eine neue Videochat-Plattform ähnlich des bekannten Chatroulettes werden. Dahinter stehen mit Sean Parker und Shawn Fenning wahrlich keine Unbekannten. Im Jahr 1998 gründeten beide die P2P-Musikplattform Napster. Seitdem müssen die Jungunternehmer zu den Popstars des Web gezählt werden. Die Figur des Sean Parker wurde im Film „The Social Network“ von keinem geringeren als Justin Timberlake gespielt, was nicht zuletzt den realen Status Parkers unterstreichen dürfte.

Nach einem aktuellen Bericht von TechCrunch soll vor allem das von Andrei Ternowski erdachte Konzept „Chatroulette“ als Inspiration für Supyo und die beiden Napster-Gründer hergehalten haben. Und sowohl Parker als auch Fenning sollen sich seinerzeit mindestens finanziell an Chatroulette beteildigt haben. Nun wollen die beiden das Konzept neu und ohne die zu Tage getretenen Schwachstellen umsetzen. Zudem soll mit Michael Arrington auch der Kopf hinter TechCrunch selbst in Supyo involviert sein, so der Bericht weiter.

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Der Napster-Mitbegründer Sean Parker will einen neuen Videochat-Dienst launchen. (Foto: magerleagues / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Supyo wird ein neues Chatroulette

Geolocation soll ein wesentlicher Bestandteil von Supyos Technologie sein, das zudem komplett über den Browser laufen wird. Das bedeutet konkret: User sollen vor allem aufgrund ihres Standorts Chatpartner zugeteilt bekommen. Aber auch inhaltlich müsse verstärkt darauf geachtet werden, dass User unter sich bleiben können, die den Dienst auch „seriös“ nutzen wollen; also auch an „wirklichen“, weil verbalen Konversationen interessiert sind. Wer bereits einmal Chatroulette genutzt hat, wird an dieser Stelle sofort um die einschlägige Problematik wissen.

Parker ist laut dem Bericht deshalb auch der Meinung, dass bisher kein Konzept das Thema „Live“ im Kontext von Social Media und Videochat vernünftig umgesetzt habe. Bis dato habe Supyo rund 5 Millionen US-Dollar gesammelt. Neben Michael Arrington unter anderem auch durch den Investor „Founder Fund“, an dem zufälligerweise auch Sean Parker beteildigt ist.

Da supyo.com bereits vergeben ist, bringt TechCrunch die Domain supyoinc.com mit dem Projekt in Verbindung. Ein „OMG we're on TechCrunch“ ist aber bisher das einzige, das Interessierte dort zu lesen bekommen.

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2 Answers

  1. von Vincent 19.04.2011 (01:06Uhr) 1.

    Doch unter welchen Domain Namen laueft der Dient dann?
    Supyo.com ist vergeben...

  2. von Jan Borns 19.04.2011 (09:02Uhr) 2.

    @Vincent
    Oh, danke! TechCrunch spekuliert über „supyoinc.com“, dort steht dann auch referenziell etwas, mehr aber nicht. Habe im letzten Absatz nochmal den Link ergänzt. Danke.

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