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Surface Pro: Das sagen die ersten Tests zum Windows-8-Tablet

Microsofts Surface Pro-Tablet mit vollem ist in den USA durch die ersten Redaktionen diverser Medienoutlets gewandert. Heute Nacht ist das Presseembargo gefallen, sodass Testberichte zum das Netz durchfluten. Wir haben uns die Mühe gemacht einige Reviews für euch zusammenzufassen.

Surface Pro: Das sagen die ersten Tests zum Windows-8-Tablet

Microsoft Surface Pro mit Windows 8 Pro – das bessere Surface-Tablet?

Microsofts Surfce RT ist seit geraumer Zeit im Handel, konnte bisher jedoch nicht so recht abheben. Nun betritt der Redmonder Riese mit seinem zweiten Surface-Modell den Markt. Vorerst wird das Surface Pro zwar nur in den USA zu kaufen sein, gerüchteweise soll es allerdings schon in wenigen Wochen auch hierzulande in den Handel kommen. Somit lohnt der Blick auf die ersten Testberichte, die auf der anderen Seite des Atlantiks veröffentlicht wurden, allemal.

Microsoft Surface Pro: Erste Tests sind verfügbar (Bild: Microsoft)

Vor dem Einstieg in die Reviews kurz zu den technischen Daten des Surface Pro: Das verfügt über einen Core-i5-Prozessor der Ivy-Bridge-Generation von Intel. Darüber hinaus hat es ein 10,6 Zoll großes Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln an Bord, sowie einen USB 3.0- und einen Mini-Display-Port. Das Surface Pro gibt es in zwei Varianten: Die kleinere kommt mit 4GB RAM und 64 GB internem Flash-Speicher, die „große“ Version hat 128GB Speicher. Beide Modelle haben einen Stylus, den „Surface Pen“, im Lieferumfang. Als Betriebssystem kommt, wie eingangs bereits erwähnt, Windows 8 in der Pro-Variante zum Einsatz. Mit dieser Version lassen sich alle bekannten Desktop-Anwendungen installieren, die auf einem normalen Desktop-PC laufen. Somit hat man in Kombination mit einem Keyboard im Grunde einen regelrechtes Note- oder Ultrabook in der Hand.

The Verge – „Even a well-executed Surface still doesn't work for me“

Microsofts Surface Pro konnte im Test nicht ganz überzeugen, es erhielt immerhin 7 Punkte  (Bild: The Verge)

David Pierce von The Verge hat das Surface Pro näher unter die Lupe genommen und ist zum Entschluss gekommen, dass es das bessere Surface ist. Es sei schnell, habe eine sehr gute Performance, das locker mit aktuellen Ultrabooks mithalten könne. Das Surface sei schick und top verarbeitet und hat ein großartiges Display an Bord. Leider, leider ist es aber auch schwerer und dicker als das Surface RT-Modell. Hinzu kommt, dass es sich nur umständlich auf dem Schoß nutzen lässt und eine mehr als bescheidene Akkulaufzeit besitzt. Wenn man sich trotz der Kritikpunkte ein Surface kaufen möchte, sollte man etwas tiefer in die Tasche greifen und sich die 128GB Version zulegen, denn die 64GB-Version verfügt bekanntlich nur über 23GB nutzbaren Speicher. Pierce zeigt sich generell wenig begeistert von Microsofts Surface-Tablet und empfiehlt diverse Alternativen wie das iPad 4 mit 128GB und LTE, das Lenovo IdeaPad Yoga oder das Dell XPS 12 . – David Pierce; The Verge

engadget: „Microsoft's Surface Pro doesn't have us reaching for our credit cards“

Auch den engadget-Chefredakteur Tim Stevens haut das Surface Pro nicht sonderlich von Hocker. Die Idee eines Geräts, das sowohl im produktiven Bereich als auch in der Freizeit zu gleichen Teilen überzeugen könne, sei absolut verlockend. Das Surface Pro schafft dies auch in gewissem Maße, vielleicht auch besser als andere aktuelle Geräte – dennoch komme es in beiden Belangen zu kurz. Versucht man produktiv zu sein, komme rasch der Wunsch nach einem echten Laptop auf, möchte man entspannt auf der Couch surfen, fehle ein wenig eine fingerfreundliche Desktop-Nutzeroberfläche. Dieses Problem könne man laut Stevens aber aus dem Weg geschafft werden, sobald weitere Apps kommen, die für Windows 8 optimiert sind.

(Bild: engagdet)

Stevens kommt zum Fazit, dass zwar ein großer Schatz an Anwendungen dank der vollen Windows-Version zur Verfügung stehe, die das Surface Pro gegenüber dem Surface RT-Modell aufwerten, aufgrund der Dicke, des recht hohen Gewichts und der kurzen Akkulaufzeit jedoch nicht überzeugen könne.  Tim Stevens; engadget

AllThingsD:„A compromised tablet and a compromised laptop“

Walt Mossberg kann sich mit dem Surface Pro wenig anfreunden. Während er das leichte RT-Modell aufgrund der Kompatibilität mit Microsofts Office-Produkten als durchaus praktisch erachtet, hält er das Pro für zu schwer, zu teuer und zu energiehungrig. Vor allem im Direktvergleich mit dem Tabletmarktführer, Apples iPad, könne es aufgrund dieser Faktoren nicht mithalten. Weder als Ultrabook noch als Tablet könne es überzeugen. Für ein Ultrabook verfügt es über zu wenig Anschlüsse und zu geringen Speicher. - Walt Mossberg; AllThingsD

Wired: „Don’t Call It a Tablet“

Im Test von Wired kam das Surface Pro etwas besser weg. Alexandra Chang hatte zwar auch diverse Punkte zu kritisieren, wie beispielsweise den viel zu kleinen Speicher, die kurze Akkulaufzeit sowie den recht hohen Preis. Auch der Kickstand könne bei Langzeitnutzung zu einer Belastung werden. Ebenso wurden die Zusatzkosten für Maus, Keyboard und Cover kritisiert. Als Tablet sei es aufgrund seines Gewichts und der Abmessungen nur bedingt geeignet. Aber letztlich handele es sich nicht ausgesprochen um ein Tablet, sondern um ein mobiles Gerät.

Microsofts Surface Pro kommt mit einem Stylus (Bild: Ariel Zambelich/Wired/CC)

Positiv wurden vermerkt, dass das Surface Pro top designed und hochwertig verarbeitet sei auch der hochauflösende, Touchscreen und die gute Performance können überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt sei die Kompatibilität mit der kompletten Bibliothek der Windows-Desktop-Anwendungen. Der zum Lieferumfang gehörende Stylus wurde auch positiv hervorgehoben. Kurz zusammengefasst hält Chang das Surface Pro für ein gutes, aber nicht großartiges Podukt. – Alexandra Chang; Wired

Techcrunch:„It is Microsoft at its best“

(Bild: Techcrunch)

Techcrunch hat John Biggs auf das Surface Pro losgelassen. Seiner Meinung nach sei es als Notebook für den durchschnittliche User top, da es sowohl performant, solide und klein sei. Leider kann auch er nichts Gutes über die Akkulauzeit schreiben: Er kommt in der Nutzung auf drei Stunden im Normalbetrieb, im Power-Safe-Mode seien 5 Stunden zu erreichen. Das Touchcover könne leider nicht auf allen Oberflächen genutzt werden. Zusammenfassend hält er das Surface Pro für ein solides Windows 8-Gerät und bezeichnet es als Hybrid-Device, das sowohl überraschend gut als Laptop als auch als Tablet funktioniert. Sicherlich gebe es hier und dort einige Kompromisse, die man eingehe, jedoch machen die reduzierte Form, das exzellente Design,  und das vielversprechende Betriebssystem einiges gut. – John Biggs; Techcrunch

Die Reviews zeigen, dass zwar ein schickes und performantes Gerät hergestellt hat, es jedoch in vielen Belangen – vor allem in den Bereichen der Akkulaufzeit und Gewicht nicht überzeugen kann. Der Versuch zwei Welten zu vereinen, scheint nur teilweise gelungen. Zwar macht es offenbar als Ultrabook-Ersatz eine recht gute Figur, wobei man nicht allzu lange ohne Steckdose auskommen kann. Für ein Tablet ist es aufgrund seines Gewichts und seiner Größe nur mäßig verwendbar. Als Pluspunkt wurde von vielen Testen die Kompatibilität mit dem  großen Angebot an Windows-Desktop-Anwendungen genannt. Wer ein Ultrabook mit langer Laufzeit sucht, oder ein leichtes Tablet, das sich für längere Zeit in der Hand halten lässt, sollte einen Blick auf entsprechende Alternativen werfen – oder warten, bis Microsoft die nächste, verfeinerte Surface-Generation vorstellt.

Wer sich noch weitere Review durchlesen möchte, wird bei folgenden Websites fündig:

Weiterführende Links:

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2 Antworten
  1. von Fabian am 06.02.2013 (15:05 Uhr)

    An sich finde ich das Surface wirklich sehr gelungen. Problem hier ist, dass Windows einfach echt viel Speicher frisst und die geringe Anzahl an Apps. Ich werde mir vermutlich trotzdem noch dieses Jahr eins kaufen.

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  2. von Werner am 06.02.2013 (15:38 Uhr)

    Nichts Halbes und nichts Ganzes..war meine Meinung von Anfang an.. und die meisten Experten sagen es genauso.
    Als Tablet zu heftig, als Lap zu schmächtig .Bin gespannt ob und wie Apple auf dieses Scarface reagiert.

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