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Startups

Schaulaufen der Startups: Diese 6 Neugründungen entzücken auf der SXSW

    Schaulaufen der Startups: Diese 6 Neugründungen entzücken auf der SXSW
Das Team von SpiceVR mit seiner neuartigen Drohne. (Foto: t3n)

Die South by Southwest (SXSW) in Austin gilt als das Sprungbrett für Startups schlechthin. Wo einst Twitter oder Meerkat entdeckt wurden, hoffen jedes Jahr unzählige Neugründungen auf den großen Durchbruch. Wir haben uns auf dem Kreativfestival umgesehen und auch spannende Startups aus Deutschland entdeckt. Ein Schnellüberblick.

SXSW: Startup-Trends zum Anfassen

Selten schlug das Trendbarometer auf der South by Southwest (SXSW) in Austin so eindeutig aus, wie dieses Jahr. Mit künstlicher Intelligenz, Robotik und Virtual Reality bestimmen gleich drei Megatrends das Bild auf dem quer über das Stadtzentrum von Austin verteilten Festivalgelände. An jeder Straßenecke wimmelt es von Zukunftstechnologie zum Anfassen: Virtual-Reality-Brillen können ausprobiert und sprechenden Robotern die Hände geschüttelt werden.

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Die Dominanz spiegelt sich zum Großteil auch in den unzähligen Startups wider, die das weltweit größte Kreativfestival als Bühne entweder für den initialen Launch oder die großangelegte US-Expansion nutzen. Mit Formaten wie dem Startup Spotlight, einer Art Mini-Expo für Neugründungen oder den Pitch-Wettbewerben „ReleaseIt at SXSW“ und „SXSW Accelerator“ bietet das ursprünglich für Film- und Musikkunst bekanntgewordene Festival reichlich Platz auch für Gründer.

Wir haben uns für euch auf dem Gelände umgesehen und eine handverlesene Auswahl vielversprechender Neugründungen zusammengestellt.

SpiceVR: Drohne mit Virtual-Reality-Power

Würde man die zwei derzeit angesagtesten Tech-Trends in ein Geschäftsmodell verpacken, käme ganz sicher so etwas wie SpiceVR dabei heraus. Das von Nicolas Chibac gegründete Startup aus Hamburg nutzt die SXSW, um seine VR-Drohne namens Spherie zu bewerben. Hinter dem Flugobjekt steht die Idee, moderne Virtual Reality- und Drohnen-Technologie zu kombinieren, um beispielsweise 360-Grad-Aufnahmen der Erdoberfläche zu erzeugen.

Das Team von SpiceVR mit seiner neuartigen Drohne. (Foto: t3n)
Das Team von SpiceVR mit seiner neuartigen Drohne. (Foto: t3n)

Die patentierte Konstruktion besteht aus einem vom Rotorsystemen getrennten und gefederten inneren Kern für das Kamerasystem sowie Rotorblättern, die sich für den Nutzer stets außerhalb seines Sichtfelds in der VR-Brille bewegen. Die Drohne soll auch im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen. Als Endkundenpreis nennt Gründer Chibac einen Betrag von rund 1.000 Euro.

Beagle: Mit künstlicher Intelligenz zum Anwaltsschreck

Chefs, die viele Verträge mit Banken oder Geschäftspartnern abschließen, kennen das Problem: Aus Furcht vor dem Kleingedruckten soll der vorliegende Vertrag gründlich geprüft werden. Doch dafür fehlt die Zeit. Also wird ein Anwalt eingeschaltet, aber das ist teuer. Hier kommt das US-Startup Beagle ins Spiel.

Die von einem ehemaligen Anwalt gegründete Firma hat einen Online-Dienst entwickelt, die jeden Vertrag per Knopfdruck und vollautomatisch durchleuchtet und kritische Passen graphisch aufbereitet. Die auf künstliche Intelligenz gestützte Anwendung kommt außerdem mit Kollaborationsfunktionen daher, welche die Zusammenarbeit mit Entscheidern in Echtzeit ermöglicht.

Basslet: Smartes Armband steigert das Musikerlebnis

Am SXSW Accelerator nahm auch das in Berlin ansässige Wearable-Startup Rescued Ideas teil, das mit dem Basslet ein smartes Armband für Musikfans entwickelt hat. Die Idee: Aus Kopfhörern schallende Musik über eine spezielle Membran automatisch in spürbare Bass-Frequenzen umgewandelt und in Echtzeit an das Handgelenk des Nutzers weitergegeben.

Das Basslet genannte Armband überträgt Bass-Frequenzen ans Handgelenk. (Foto: Rescued Ideas)
Das Basslet genannte Armband überträgt Bass-Frequenzen ans Handgelenk. (Foto: Rescued Ideas)

Dies soll den bislang auf das rein akustische Hören beschränkten Musikgenuss für unterwegs deutlich erhöhen. Wo sonst ist wäre Konzept besser aufgehoben, als im musikvernarrten Austin. Übrigens: In das Armband hat unter anderem der chinesische Milliardär Ka-Shing investiert.

Inteliclinic: Eine Schlafmaske beglückt Workaholics

Für Aufsehen sorgte auch das aus San Francisco angereiste Startup Inteliclinic. Mit NeuroOn hat es eine mit allerlei High-Tech bestückte Schlafmaske entworfen, die den Schlaf von Nutzern biometrisch messen und nachhaltig verbessern will. Mehrere Sensoren berechnen zum Beispiel den Biorhythmus des Nutzers und erstellen einen auf die ermittelten Werte angepassten Schlafplan.

Die smarte Schlafmaske von Inteliclinic hilft beschäftigten Wissensarbeitern, neue Kraft zu tanken. (Foto: Inteliclinic)
Die smarte Schlafmaske von Inteliclinic hilft beschäftigten Wissensarbeitern, neue Kraft zu tanken. (Foto: Inteliclinic)

Angeschlossen ist die Schlafmaske selbstredend an eine für das Smartphone erhältliche App. Eine spezielle Lichttherapie verspricht neue Energiezufuhr. Zudem soll das 299 US-Dollar teure Gerät dabei helfen, Jetlags zu überwinden. Mit großer Zustimmung gewann das Unternehmen den im Rahmen des Festivals abgehaltene „ReleaseIt at SXSW“-Wettbewerb. Immerhin dürften nicht wenige Nerds auf dem Gelände über zu wenig Schlaf klagen.

Ever: Shoppen in Netflix

Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon sind auf dem Vormarsch. Der Konsum von Film- und Serieninhalten wächst stetig. Dies weckt auch bei Brands und Unternehmen große Begehrlichkeiten, was die Platzierung von Produkten anbelangt. Allerdings lassen sich gezeigte Produkte vom Zuschauer nicht immer auf Anhieb identifizieren und schon gar nicht kaufen.

Mit der Ever-App lassen sich Outfits von Serienstars identifizieren und direkt nachkaufen. (Foto: Ever)
Mit der Ever-App lassen sich Outfits von Serienstars identifizieren und direkt nachkaufen. (Foto: Ever)

Ever ändert das. Das US-Startup hat eine App speziell für Streaming-Fans im Köcher, die unmittelbar aus ihrer Lieblingssendung heraus auf Shoppingtour wollen. Beispiel: Huscht in House of Cards Claire Underwood mit einer schicken Bluse über das Bild, können Nutzer diese per Smartphone scannen und ein ähnliches Kleidungsstück über einen partizipierenden Online-Shop bestellen. Für Brands und Unternehmen bietet das Startup eine Software-Schnittstelle (API) an, die das Taggen von Produkten in Film- und Serieninhalten ermöglicht.

Favor: Ein Lieferdienst für alle Fälle

Die Gig-Economy ist auch in Austin nicht zu übersehen. Während die (nicht abgesperrten) Straßenzüge in Downtown von Lyft-Taxen angefahren werden, arbeitet Favor mit zahlreichen auf der SXSW vertreten Food-Trucks zusammen, um Menschen auf Geheiß frisches Essen zu liefern. Der Lokalmatador bietet eine App an, über die Nutzer sich beliebige Lebensmittel oder Produkte aus örtlichen Shops bestellen und von sogenannten „Runners“ liefern lassen können.

Die in blauen Shirts gekleideten Favor-Mitarbeiter liefern alles in nur 35 Minuten. (Foto: Favor)
Die in blauen Shirts gekleideten Favor-Mitarbeiter liefern alles in nur 35 Minuten. (Foto: Favor)

Die mit blauen Shirts gekleideten Mitarbeiter versprechen eine Lieferzeit von maximal 35 Minuten bei einem Gebührenaufschlag von pauschal fünf US-Dollar. Vergleichbar ist das Angebot von Favor mit Postmates aus San Francisco. Allerdings will sich das Startup aus Austin auf kleinere Zielmärkte konzentrieren, die nicht im Fokus der großen Konkurrenz stehen.

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