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Die SXSW im Startup-Check: 8 richtig heiße Gründungen mit Zukunft

Die SXSW im Startup-Check: 8 richtig heiße Gründungen mit Zukunft

Die in Austin zieht nicht nur Film- und Musikfans magisch an. Auch Startups nutzen die enorm hohe Dichte an Early-Adoptern, um ihrem Produkt zum Durchbruch zu verhelfen. Wir haben uns auf dem Areal umgeschaut und acht spannende Neugründungen herausgepickt.

Die SXSW im Startup-Check: 8 richtig heiße Gründungen mit Zukunft

Die SXSW im Startup-Check: (Grafik: SXSW/t3n)

SXSW: Schaulauf um die Hype-Krone

Die SXSW in Austin ist längst mehr als ein Pflichttermin für . Vor allem sie sind es, die in der weltweit größten Digitalkonferenz angesichts der enormen Dichte an Early-Adoptern einen idealen Testballon sehen, den es so nur einmal jährlich und dann auch nur für wenige Tage gibt. Mitunter kommen Gründer rundum das Areal in der Downtown auf ungewöhnliche Ideen, um aufzufallen. Manch einer zwängt sich bei gefühlt 28 Grad in ein Einhörnchenkostüm, andere wiederum kleben Sticker auf Ampelmasten oder bringen einfach USB-Sticks mit einem Pressekit unter die Leute.

Wie auch immer: Ideen gibt es auf der SXSW reichlich, und angesichts der ohnehin bunten Mischung an Inhalten – von Musik über Film und Gaming bis hin zu Digitalem – finden sich schnell eine Handvoll spannender Geschäftsmodelle.

1. Pixbi: Das Shazam für Shopping-Muffel

Die SXSW im Startup-Check: Pixbi. (Foto: Pixbi)
Die SXSW im Startup-Check: Pixbi. (Foto: Pixbi)

Entspannt auf der Couch im Modemagazin blättern und trotzdem in Sekunden online bestellen? Pixbi bringt beide Seiten dieses Kundenerlebnisses simpel zusammen. Dazu wurde eine App entwickelt, die ähnlich wie der Musikerkennungsdienst Shazam funktioniert: Einmal das Smartphone über einer Produktabbildung platziert, erkennt Pixbi diese automatisch und lässt Nutzer direkt bestellen. Online-Händler sollen so auch analog mehr Kunden erreichen. Geld will Pixbi mit einem Provisionsmodell verdienen.

2. BioBots: Organe aus dem 3D-Drucker

Die SXSW im Startup-Check: BioBots. (Foto: BioBots)
Die SXSW im Startup-Check: BioBots. (Foto: BioBots)

Der 3D-Druck beschränkt sich längst nicht mehr auf Spielzeug oder Ersatzteile. So wird die inzwischen massentaugliche Technologie zunehmend auch in der Medizin eingesetzt. Nicht weniger als Organe aus dem 3D-Drucker will BioBots ermöglichen. Der 5.000 US-Dollar teure Bioprinter des Startups nutzt ein spezielles Extrusionsverfahren, das Druckobjekte aus lebenden Zellen herstellt. Diese werden schichtweise aufgetragen und anschließend unter UV-Licht ausgehärtet. Zwar steht die Technologie noch am Anfang, theoretisch aber, das behaupten die Gründer, sei die industrielle Fertigung von Organen so problemlos denkbar.

3. Squirlbooks: Das Foursquare für Bücherfreunde

Die SXSW im Startup-Check: Squirlbooks. (Foto: Squirlbooks)
Die SXSW im Startup-Check: Squirlbooks. (Foto: Squirlbooks)

Der lokale Buchhandel stirbt. Leere Ladengeschäfte und die Beliebtheit von E-Book-Readern tragen dem Siegeszug von Amazon Rechnung. Gibt es denn aber wirklich keine Zukunft für den netten Buchhandel von nebenan? Doch, glaubt Squirlbooks, das sich als Foursquare für Bücherfreudne versteht. Die App empfiehlt Nutzern passende Titel auf Basis von Orten, an denen sie sich gerade aufhalten. Mit einem Klick können sie real in die Szenerie einer Novelle eintauchen. Wer mehr als einen Auszug lesen will, kauft das Buch – am besten direkt nebenan.

4. Ledger Wallet: Ein Türschloss für Bitcoin-Banker

Die SXSW im Startup-Check: Ledger Wallet. (Foto: Ledger Wallet)
Die SXSW im Startup-Check: Ledger Wallet. (Foto: Ledger Wallet)

Mit den Bitcoins ist es ja so eine Sache. Ob alberne Spielerei oder ernstzunehmendes Bezahlmittel – die Kryptowährung gewinnt an Bedeutung. Dennoch birgt ihre Nutzung bislang große Risiken, weil Datendiebe es vermehrt auf die im Arbeitsspeicher abgelegten Verfizierungsschlüssel absehen. Gelangen die in falsche Hände, sind die Konten schnell kompromittiert. Ein von Ledger Wallet aus Frankreich entwickeltes USB-Wallet verhindert das. Der Stick kommt mit einem sicheren Mikroprozessor nach Bankenstandard daher, der alle ein- und ausgehenden Transaktionen losgelöst vom PC abwickelt.

5. Optoro: Retouren einfach und effizient loswerden

Die SXSW im Startup-Check: Optoro. (Foto: Optoro)
Die SXSW im Startup-Check: Optoro. (Foto: Optoro)

Wohin mit teuren Retouren oder lästigen Ladenhütern? Diese Frage bereitet Online-Händlern häufig Kopfzerbrechen. Immerhin können so rund 15 Prozent aller Waren nicht erfolgreich an den Kunden gebracht werden, was allein in den USA jährliche Umsatzeinbußen von 500 Millionen US-Dollar bedeutet. Das Startup Optoro kommt mit einer Cloud-Lösung speziell für Online-Händler daher, die den reibungslosen Weiterverkauf ihrer übrig gebliebenen Waren über Marktplätze wie eBay, Amazon oder Rakuten ermöglicht. Geschäftsmodell? Von den anschließenden Verkaufserlösen zwackt sich Optoro eine kleine Provision ab.

6. AirHelp: Der nächste Coup des Skype-Entdeckers?

Die SXSW im Startup-Check: AirHelp. (Foto: AirHelp)
Die SXSW im Startup-Check: AirHelp. (Foto: AirHelp)

Mit dem Claim „Get your Money back!“ will AirHelp mit dem Segen des Skype-Entdecker Morten Lund Vielreisenden dabei helfen, einfach und schnell ihre Kosten für verspätete oder entfallene Flüge zurückzubekommen. Bisher, so argumentiert das Startup, würden nämlich nur wenige Fluggäste ihre Rechte kennen, und wenn, dann hätten Airlines mitunter nur Essensgutscheine anzubieten. Dabei bestehen laut einer EU-Verordnung Ansprüche von bis zu 600 Euro – auch wenn diese bereits Jahre zurückliegen. Die App von AirHelp wickelt den Prozess kinderleicht ab und kassiert nach Auszahlung eine Provision in Höhe von 25 Prozent.

7. Zuta: Hier kommt die Zukunft des mobilen Drucks

Die SXSW im Startup-Check: Zuta. (Foto: Zuta)a
Die SXSW im Startup-Check: Zuta. (Foto: Zuta)a

Mal eben unterwegs etwas auf ein Blatt Papier drucken, das, versprechen die Gründer von Zuta Labs, soll bald auf Knopfdruck möglich sein. Man bringt nämlich den ersten Drucker für die Hosentasche. Möchte man beispielsweise unterwegs ein Dokument auf dem iPhone ausdrucken, braucht es nicht mehr als ein Blatt Papier und das Gerät in der Größe einer Zigarettenschachtel beginnt mit dem Druckvorgang. Einst startete Zuta mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, heute kann man den Minidrucker für 199 Euro bestellen.

8. Draft: Mein Bankberater in der Hosentasche

Die SXSW im Startup-Check: Draft. (Foto: Draft)
Die SXSW im Startup-Check: Draft. (Foto: Draft)

Keine Macht den Bankern – schon länger graben kleine Startups den großen Geldhäusern ihr Geschäftsmodell ab. Glaubt man den Machern von Draft, soll bald auch der klassische Investmentberater von gestern sein. Die App-Idee basiert auf einem Crowdsourcing-Ansatz, der Nutzern erlaubt, Datenpunkte aus mehreren Finanzportalen zu einer indivuduellen Empfehlung zusammenzuführen. Außerdem lässt sich das eigene Portfolio mit anderen Nutzern vergleichen. So sollen unabhängige und bessere Vorhersagen getroffen werden können, welche Papiere am Markt gerade die höchsten Erfolgschancen bieten.

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2 Antworten
  1. von Jacob am 16.03.2015 (09:30 Uhr)

    AirHelp? Hot und spannend? Mit Flightright bietet das doch schon ein deutscher Anbieter seit längerem an: http://www.flightright.de/

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  2. von Danny am 16.03.2015 (19:03 Uhr)

    @Jacob: Ist eben nicht hip und voll das coole Startup. Auf den ersten Blick nichts dabei was mich jetzt umhaut.

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