Standardbasierte Webentwicklung im Kern
Die Entwickler von Symfony setzen in Zukunft vor allem auf standardbasierte Webentwicklung und auf ein Bundle-System. Dazu wird das Prinzip des DI-Entwurfsmusters genutzt (Dependency Injection). Das bedeutet, dass alle Komponenten und Bundles umgebungsunabhängig weiterverwendet werden können, da die die Objekte keine Kenntnisse über die Umgebung brauchen, da alle Ressourcen und andere Objekte von einem externen Framework verknüpft und geladen werden.
Dadurch können und müssen die Konfigurationen ausgelagert werden und es werden Abhängigkeiten vermieden. Das bedeutet konkret: Jede Komponente, die ich in einem Projekt erstelle (z.B. ein Redaktionssystem, eine Galerie, ein Forum etc.) kann ich in einem anderen Projekt leicht wiederverwenden. Das wiederum bringt Symfony 2.0 einen großen technischen Vorsprung und wird sicherlich noch mehr professionelle Entwickler anziehen, die nicht die nötige Zeit oder nötige Ressourcen besitzen, um ein eigenes Framework zu entwickeln.
Dazugekommen sind nun auch Namespaces und PHP-Unit für Unit-Testing. In Symfony 2.0 Einzug erhalten hat neben der Web Debug Toolbar auch ein eigener Profiler, der live Daten zum aktuellen Ablauf der Anwendung ermittelt und ausgibt.
Sicherheit als wichtiger Aspekt
Besonders ernst genommen hat man auch die Sicherheit von Webanwendungen, die mit Symfony erstellt werden. Durch eine einfache Änderung in der Konfiguration können von simplen Login-Formularen bis ACLs oder X.509-Zertifikate verwendet werden. Symfony hat auch ein Security-Audit von SektionEins erhalten und deren Anregungen sind ebenfalls in die Entwicklung mit eingeflossen.
Gegenüber dem Vorgänger soll Symfony 2.0 bis zu dreimal schneller sein und dabei nur halb soviel an Rechnerleistung beanspruchen, was allerdings noch in größeren Projekten und einer längeren Laufzeit zu untermauern sein wird.
Für wen ist Symfony gedacht ?
Symfony soll ein Framework für jedermann sein, vom kleinen Portfolio-Projekt bis zu Social Networks oder CRMs. Den meisten Anfängern wird der Einstieg auf Grund der steilen Lernkurve aber nicht leicht fallen. Man kann zwar damit relativ einfach kleine Applikationen erstellen, will man aber größere Projekte umsetzen, muss man sich dann doch mit Themen wie Entwurfsmustern und dem Bundle- und Distributions-Prinzip auseinandersetzen. Wer sich allerdings trotzdem mit diesem (wie ich finde) großartigen Framework beschäftigen will, findet auf der Internetseite neben der guten Dokumentation ein „Kochbuch“ mit Best-Practices und eine Referenzliste.
Was haltet ihr von Symfony 2.0. Ist es wirklich der große Sprung? Und würdet ihr das PHP-Framework einsetzen und euch damit beschäftigen oder arbeitet ihr lieber gar nicht erst mit einem Framework ?
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13 Answers
von Christopher 29.07.2011 (13:53Uhr) 1.
Ich persönlich finde FLOW3 ein wenig besser. Grundsätzlich ist ein Framework meiner Meinung nach in großen Projekten auf jeden Fall zu anzuraten und welches, ist dann wohl Geschmackssache.
von Joachim Kasper via facebook 29.07.2011 (14:49Uhr) 2.
symfony macht einen guten eindruck. meine projekte werde ich jedoch weiterhin mit drupal konstruieren.
von René Hornig via facebook 29.07.2011 (15:04Uhr) 3.
hatte damals einige zeit mit symfony verbracht, war mir aber aufgrund der namenskonstrukte etwas zu wuchtig. weshalb ich dann zu codeigniter gewechselt bin. werde es mir dennoch mal wieder ansehen, da es doch sehr vieles gutes aus der railswelt übernimmt und da sparen sich die coder ja etliches an zeit ;-)
von Kevin Haferkamp via facebook 29.07.2011 (15:13Uhr) 4.
Kann ich sehr gut nachvollziehen @René Hornig - ich hab den selben Zug gemacht, Symfony ist wuchtig - aber im Enterprise Umfeld richtig angesiedelt, CodeIgner ist schön schlank - das kann man für kleinere bis mittlere Projekte verdammt gut verwenden :)
von Orsch Morsch via facebook 29.07.2011 (15:38Uhr) 5.
Die Frage ob man mit einem Framework arbeitet erübrigt sich im Jahr 2011.
Ich habe bereits vor Zend mit Symfony gearbeitet und komm nach der hohen Lernkurve besser mit zu recht als mit Zend.
Viele Funtkionen wie scafolding müssen bei Zend erst nach konfiguriert werden
von Matthias Althaus via facebook 29.07.2011 (17:26Uhr) 6.
Habe mich seit einer Weile nun mit symfony2 beschäftigt und die Entwicklung der letzten Monate beobachtet. Ich find's richtig genial. Hab mich vorher immer um Frameworks und/oder CMS gedrückt bzw. sie waren bei meinen Projekten nie notwendig. Aber symfony2 wird das wohl ändern. :)
von Dirk Blößl via facebook 29.07.2011 (18:31Uhr) 7.
Jipp, sf2 ist großartig. Habe bereits 2 Projekte damit umgesetzt, es erleichtert die Arbeit ungemein.
Und: Es ist ein großer Wurf nach Version 1, gerade in technischer Sicht (z.B. DIC).
von Lukas 29.07.2011 (19:51Uhr) 8.
wem Symfony2 fuer kleinere Projekte zu "wuchtig" erscheint sollte sich Silex anschauen. Es baut auf den Symfony2 components auf und bietet im Prinzip super lightweight request dispatching.
von Jan 29.07.2011 (20:05Uhr) 9.
Ich habe vor kurzem eine einwöchige Einführung in Symfony2 auf Basis des RC4 erhalten und habe heute ein kleines Testprojekt beendet. Obwohl ich schon eine Weile mit PHP (Drupal, WordPress, CMSms und der jeweiligen Modul-Entwicklung) arbeite und mich vor einer ganzen Weile mehrere Monate mit dem Zend Framework beschäftigt habe, kann ich die steile Lernkurve nur bestätigen.
Insgesamt bin ich jedoch ziemlich begeistert und werde kommende Woche das nächste Testprojekt beginnen. Lediglich die Dokumentation ist derzeit noch etwas löchrig (aber besser als alles was Zend damals hatte).
von Florian Bettzieche via facebook 31.07.2011 (22:17Uhr) 10.
sieht sehr gut aus, trotzdem bleibe ich erstmal bei cakephp ;)
von McNet 02.08.2011 (15:11Uhr) 11.
Hat jemand schon Erfahrung mit der Migration auf Symfony 2.0? Ist dies überhaupt denkbar oder kann man bestehende Projekte nur weiterlaufen lassen? Danke für die Info.
von Master B. 03.08.2011 (08:24Uhr) 12.
Arbeite seit mehreren Jahren mit ZF und bin sehr zufrieden damit. Nun hab ich mir mal kurz SF2 runtergeladen. Wie ich auf die schnelle gesehen habe ist ein einfacher Switch nicht möglich, benötigt doch etwas Zeit und Aufwand für die Einarbeitung. Warte darum erst ZF2 ab (hoffe dass es spätestens im 2012 erscheint) dann guck ich weiter!
von Lukas Smith 03.08.2011 (08:44Uhr) 13.
eine migration von sauberen mvc code sollte in teilen moeglich sein. es wird aber in jedem fall eine menge arbeit sein. denke jeder code base tut sowas aber alle ca. 5 jahre gut.