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Bitcoin auf der Lohnabrechnung: t3n gibt als erster Arbeitgeber dem Kryptogeld eine Chance

Bitcoin auf der Lohnabrechnung: t3n gibt als erster Arbeitgeber dem Kryptogeld eine Chance

Wir wagen ein Experiment: Als erster Arbeitgeber in Deutschland zahlt t3n seinen Angestellten einen Teil des Gehalts in aus. Seit November 2015 testen wir das Verfahren zusammen mit dem Startup PEY aus Hannover.

Bitcoin auf der Lohnabrechnung: t3n gibt als erster Arbeitgeber dem Kryptogeld eine Chance

(Foto: Lightboxx/Shutterstock)

Bitcoin-Experiment: t3n zahlt Gehalt in Kryptogeld aus

Mit der Gehaltsauszahlung in Form von Bitcoin wollen wir einen zusätzlichen Weg schaffen, an die digitale Währung zu gelangen. Denn momentan gibt es dazu noch nicht allzu viele Anlaufstellen: In Hannover beispielsweise erhält man das Kryptogeld sonst nur am „Bitcoin ATM“ im Coworking-Space „Edelstall“, einem Geldautomaten, an dem man Euro-Bargeld einzahlt und dafür Bitcoin gutgeschrieben bekommt.

Um an dem neuen Verfahren teilzunehmen, müssen t3n-Mitarbeiter sich nur auf der Plattform des Bitcoin-Startups PEY anmelden, den Betrag der Umwandlung angeben und die kostenlose Pey-App mit ihrer Bitcoin-Wallet verknüpfen. Die Lohnabrechnung muss dann die Höhe des Betrags und einen Nettoabzugshinweis enthalten. Und so sieht das in der Praxis aus:

So würde eine Abrechnung eines t3n-Mitarbeiters aussehen der sein Gehalt auch in Bitcoins ausgezahlt bekommt.
So würde eine Abrechnung eines t3n-Mitarbeiters aussehen, der sein Gehalt teilweise in Bitcoin ausgezahlt bekommt.

Neuen Technologien zum Durchbruch verhelfen

Seit November wird das Verfahren intern mit einigen Mitarbeitern getestet und wird jetzt Schritt für Schritt unternehmensweit ausgerollt. Dabei liegt der Betrag, der in Bitcoin umgewandelt wird, momentan bei 20 Euro pro Lohnabrechnung. Je nach Kursentwicklung kann diese Summe schnell mehr werden, aber natürlich auch an Wert verlieren: Was sie aus der Bitcoin-Zahlung machen, liegt also an den Mitarbeitern selbst.

Eine Motivation, die neue Form der Gehaltsauszahlung umzusetzen, liegt natürlich in unserem redaktionell bedingten Interesse an neuen Technologien und ihrer Adaption durch Nutzer im Alltag. Mit Bitcoin als Währung entstehen gerade völlig neue Möglichkeiten, Dienste, Services und – t3n will diese Entwicklung nicht nur aus der Beobachter-Rolle beschreiben, sondern selbst mitmischen.

Immer mehr Geschäfte akzeptieren Bitcoin-Zahlungen

Mit Bitcoin einkaufen kann man außer im Internet auf so genannten „Bitcoinboulevards“ von Geschäften, die entsprechende Zahlterminals besitzen. Auf diesem Themengebiet ist auch das Startup PEY zuhause, das ein solches Terminal entwickelt hat und Inhabern von Ladengeschäften anbietet, diese kostenlos zu testen (mehr Infos dazu gibt es auf der Website von PEY).

In Hannover können wir zum Beispiel die längste Bitcoin-Einkaufsmeile Europas in Linden, einem Szenestadtteil, besuchen. Dort akzeptieren unter anderem diverse Restaurants und Kneipen, ein Friseur mit mehreren Filialen, ein Fotofachgeschäft, ein Reisebüro und ein Theater das Kryptogeld. Auch im Szene-Restaurant Boca nahe des t3n-Hauptquartiers können wir unser Essen so bezahlen. Wir halten euch über den Fortschritt unseres Experiments auf dem Laufenden!

Hier findet ihr die offizielle Pressemitteilung zum Thema Bitcoin-Gehalt bei t3n, die wir herausgegeben haben. Anregungen dazu? Wir freuen uns über Kommentare!

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18 Antworten
  1. von StefanM am 21.03.2016 (16:20 Uhr)

    Da wäre ich aber als Mitarbeiter voll happy, wenn ich für Chefs Spielereien 20 € vom Nettolohn abdrücken dürfte... ;)

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  2. von Paul am 21.03.2016 (17:29 Uhr)

    Sehr gut, weiter so! Schade, dass es nur 20 Euro sind und ihr fasst alleine dasteht...
    Auch wenn Bitcoin nicht perfekt erweisen sollte, ist er eine echte Alternative zum Bargeld, die nicht zentral beliebig manipulierbar, vermehr bar oder entwertet werden kann. Die Nachfrage regelt den Markt und es ist für mich das gewagteste Experiment unserer Generation.

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  3. von OscarZ am 21.03.2016 (17:32 Uhr)

    Hello,

    dass diese Währung als Zahlungsmittel bei diversen Verschlüsselungstrojanern, Online-Drogenauktionen und anderer zwielichtiger Transaktionen verwendet wird stört Euch nicht?

    Ich für meinen Teil habe seitdem ein anderes Bild von diesem Konzept: Es vereinfacht und fördert Kriminalität im Web.

    Vielleicht schreibt Ihr über dieses Phänomen auch mal ein Artikel ;-)

    Grüße

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    • von ThinkItLikeOscar am 22.03.2016 (11:24 Uhr)

      Hello Oscar,

      Dass [beliebig einfügen: €/$/£/¥/Cash] als Zahlungsmittel bei diversen Menschenhändlern, Offline-Drogendealern, Korruption, Waffenlieferungen, und sämtlicher anderer zwielichtiger Transaktionen verwendet wird stört dich dabei nicht?

      Ich für meinen Teil habe seitdem ein anderes Bild von dem Konzept: Es bedingt, vereinfacht und fördert die Kriminalität auf der Welt!

      Vielleicht schreibst du ja über dieses Phänomen auch mal einen Kommentar ;-)

      Grüße

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  4. von grep am 21.03.2016 (17:34 Uhr)

    Hallo ...,


    mit Geld spielt man nicht; Bitcoins sind in vielfacher Hinsicht eine stark risikobehaftete Angelegenheit.
    Wenn 'etwas' weitestgehend anonym abgewickelt werden 'muss' resp. 'sollte', dann ist man sozusagen gezwungen derartige Risiken 'in Kauf' zu nehmen; ansonsten sollte man's besser bleiben lassen.


    Ciao, Sascha.

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  5. von bitcoin am 21.03.2016 (17:54 Uhr)

    ... und immer schön die Umwelt weiter belasten. Bitcoins sind ein unheimlicher Energiefresser, nicht nur bei der Erstellung sondern auch bei der Übertragung von Bitcoins. Ihr unterstützt also schön die Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Und das alles nur um eine kleine Spielerei zu haben? Mit einer Währung die Schwankungen erlebt wie keine andere?
    Bodenloser Schwachsinn. Hoffentlich wird demnächst das bargeldlose Bezahlen (bspw. Apple Pay, und wie sie alle heißen) sich flächendeckend durchsetzen und dann kann man Bitcoins auch wieder vergessen. Schade um die Millionen im Grab versenkten Euro/Dollar/...

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  6. von ReinH am 21.03.2016 (19:06 Uhr)

    @Sascha, solche Glaubenssätze waren schon immer der Killer für jede Form von Innovation! Da kenne ich noch so einen Spruch "Der Bauer isst nur was er kennt" - hat leider noch nie zu großen Sprüngen geholfen!

    Bemerkenswert finde ich das ihr das macht. Hut ab! Fakt ist nämlich, dass wird die Zukunft sein! Vielleicht nicht in geraumer Zeit, aber definitiv irgendwann.

    Reinhard

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  7. von rbmilch am 21.03.2016 (23:32 Uhr)

    Find ich echt toll euer Experiment. Es sollten mehr Arbeitgeber so mutig sein. Könnte für die Mitarbeiter in absehbarer Zeit sehr lukrativ sein, da die Halbierung der Miner-Belohnung oder "bitcoin halving" vor der Tür steht... (fürs Protokoll: heute kostete ein BTC etwa 370 Euro)

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  8. von DiesDas am 22.03.2016 (08:23 Uhr)

    Tolles Experiment. Haltet uns auf dem Laufenden!

    Ihr scheint Vorort ja eine starke BitCoin-Infrastruktur zu haben, wonach sich eine solte Auszahlung dann auch lohnt.

    Wie viele Mitarbeiter nehmen diesen Dienst denn in Anspruch?

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  9. von grep am 22.03.2016 (12:00 Uhr)

    Hallo ReinH,


    meine diesbezüglichen Ausführungen sind keine 'Glaubenssätze', denn ich 'glaube' NICHT, ich 'weiß' !!!
    Innovation ist nicht immer fortschrittlich, ergo positiv - das klonen hat man auch hier und da verboten resp. eingeschränkt.
    UND ..., wer mit seinem Geld spielen, es quasi verspielen möchte, der soll dass doch tun ... es ist gewissermaßen ein Glücksspiel.


    Ciao, Sascha.

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  10. von Martin am 22.03.2016 (16:53 Uhr)

    Sehr fortschrittliches Experiment, Daumen hoch. Bitcoin hat so viele Vorteile gegenüber dem von Banken geschaffenen Giralgeld. Leider haben immer noch zu viele Menschen einen so unerschütterlichen Glauben daran, dass sie wahre Innovationen - wie eben den Bitcoin - nicht erkennen oder als "Glücksspiel" abtun. Durch die Eigenverantwortung ist der Bitcoin nämlich gerade alles andere als das.

    Weiter so Bitcoin!

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  11. von Jürgen Schulze am 25.03.2016 (09:07 Uhr)

    Warum nicht in Schweinehälften? Das ist wenigsten ein realer Wert, den man zur Not auch selbst verzehren kann.
    Das erinnert mich an so manch dumme PR-Aktion aus New Economy Zeiten.
    Ein Arbeitgeber, der mir mit so etwas kommt, ist nur als unseriös zu bezeichnen - bestenfalls als Spinner.

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    • von Martin am 25.03.2016 (09:14 Uhr)

      Schweinehälften haben nur den Nachteil, dass man sie schlecht transferieren und/oder lagern kann. Und das bedruckte Papier, das Du so gern von Deinem Arbeitgeber als Lohn nimmst, kann man ja auch so gut verzehren... Solche Kommentare geben nur Leute von sich, die weder das Konzept Bitcoin noch das Finanzsystem inklusive Giralgeldschöpfung verstanden haben und weiter einen unerschütterlichen Glauben daran haben, weil es "die da oben" nun mal so festgelegt haben.

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  12. von Frank am 25.03.2016 (18:07 Uhr)

    Bitcoin hat (fast) recht - mal abgesehen von den technischen Unwägbarkeiten des virtuellen Zahlungsverkehrs stand erst kürzlich im Spiegel am Beispiel eines Startups auf Island zu lesen, welch' unglaubliche Ressourcenverschwendung bitcoin ist - der Gründer des Startups hatte dies extra aus dem Grund hohen Energiebedarfs nach Island gelegt, weil ihm die Stromgewinnung aus Geothermie für das Verfahren nur dort möglich ist.
    Ich bin innovativer Technik durchaus aufgeschlossen - aber Innovation beschränkt sich nicht auf götzengleiches Anbeten des Begriffs um seiner selbst Willen! Durchdachte technische Verfahren - einschließlich Folgenabschätzung - sind da schon ein sine-qua-non...

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