Open Source und Web 2.0 sind im Mainstream angekommen. Während immer mehr Unternehmen auf Technologien aus dem Web 2.0 setzen, kündigt das Open-Source-Projekt Mozilla im Mai einen Weltrekord-Versuch mit der neuen Version des Web-Browsers Firefox an.
Michael Bielitza und Oliver Berger bilanzieren das erste Jahr ihrer Moderation der Xing-Gruppe "Web 2.0 im Unternehmen". Sie berichten über interessante Denkansätze und Chancen nicht nur für Startups, sondern auch für traditionelle Unternehmen. Das Interesse an dem Thema belegen die rund 3.000 Mitglieder (Anfang Mai), die bis heute auf über 5.300 angewachsen sind.Der "Download-Day" soll Mozilla ins Guinness-Buch der Rekorde bringen. Mozilla ruft seine 175 Millionen starke Firefox-Community dazu auf, den Browser Firefox 3 innerhalb von 24 Stunden herunterzuladen. Das Vorhaben sollte gelingen: 8.002.530 Downloads wurden gezählt - Weltrekord! Was kaum einer wusste: Da es zuvor in dieser Rubrik noch keinen Weltrekord gab, hätte wohl auch jede andere Anzahl gereicht.
Das Semantic Web gewinnt an Fahrt. Als Tim Berners-Lee im Jahr 2001 erstmals die Idee "Semantic Web" vorstellte, erntete er Begeisterung und Skepsis zugleich. Sieben Jahre später ist aus der Idee ein ernstzunehmender Trend geworden, der sich auch im nächsten Jahr noch fortsetzen wird. Wer früh auf diese Karte gesetzt hatte, wurde wie im Falle von Powerset durch den Kauf von Microsoft "belohnt".
Softwaregigant Microsoft konnte die Bemühungen das eigene Dokumentenformat OOXML zum ISO-Standard zu machen, auch gegen erheblichen Widerstand zunächst erfolgreich abschließen. Als das geschafft war, kündigte Microsoft auch die Unterstützung des ungeliebten Konkurrenzformats ODF an - wohl auch auf Druck von Regierungsstellen. Später sollte auch die Internationale Organisation für Normung (ISO) unter Druck geraten. Das Ergebnis: Der OOXML-ISO-Standard wurde erst eingefroren, um dann im November doch veröffentlicht zu werden.
Mit dem "Stealth Data Project" plant Mozilla den Einstieg in den Markt der Datenkraken. Man wolle Daten über das Nutzungsverhalten der Internet-Surfer über den Web-Browser Firefox sammeln, anonymisieren und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Den Zeitpunkt zur Bekanntgabe dieser Pläne hätte Mozilla-CEO John Lilly allerdings besser wählen können. Der häufig als "Datenkrake" titulierte Suchmaschinenbetreiber Google war gerade erst in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt wurde, dass Google Server-Logs 18 Monate lang speichert. Im September verkürzte Google die Speicherdauer schließlich auf neun Monate.
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