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t3n am Pfingstmontag: Facebook vor Weltherrschaft, lesbische Syrerin ein Fake, iPhone 5 im September

t3n am Pfingstmontag: Facebook vor Weltherrschaft, lesbische Syrerin ein Fake, iPhone 5 im September

dominiert in 119 von 134 untersuchten Ländern. So mancher Politiker würde sich das für seine Partei wünschen. Die lesbische Amina aus Damaskus in Syrien ist eine Kopfgeburt des Amerikaners Tom MacMasters, was zu einigem Aufruhr führt. Das der nächsten Generation wird wohl den Zusatz 5 tragen, diesen aber nicht rechtfertigen können.

t3n am Pfingstmontag: Facebook vor Weltherrschaft, lesbische Syrerin ein Fake, iPhone 5 im September

Facebook steht kurz vor der Weltherrschaft - über alle anderen sozialen Netzwerke zumindest...

Vincenzo Cosenza hat wieder zugeschlagen. Zuverlässig wie er ist, veröffentlicht er zweimal jährlich, nämlich im Juni und im Dezember, seine Weltkarte der sozialen Netzwerke. Die Werte ermittelt er auf der Basis von Verkehrsdaten aus Alexa und Google Trends.. Mittlerweile ist da schon eine ordentliche Zeitschiene entstanden, anhand welcher man interessante, wenn auch nicht überraschende Aussagen treffen kann.

In der Gegenüberstellung der Karten aus Juni 2009 und Juni 2011 lässt sich ein grassierendes Fortschreiten der Facebookisierung unseres Erdballs ablesen. Facebook bewegt sich auf die 700 Millonen Nutzer zu und führt die Social Network Landschaft in 119 von 134 untersuchten Ländern an. Dabei ist weltweit von 2009 auf 2011 die Zahl der relevanten Netzwerke von 17 auf neun zurück gegangen.

Europa stellt mittlerweile mit 205 Millionen Nutzern den am stärksten Facebook-durchtränkten Kontinent weltweit dar. Im Vergleich zu 2009 konnte Facebook sich jedoch auch auf schwierigem Territorium wie Syrien und Iran durchsetzen. In Facebooks Homeland indes bewegen sich die Nutzerzahlen nach unten. Das dürfte jedoch vermutlich bloß der Saturierung geschuldet sein und eine normale Verfestigungsphase einläuten.

Amina, das lesbische Mädchen aus Damaskus, war nur eine Erfindung eines amerikanischen Studenten

Damit hat er sich sicherlich ganz, ganz wenige Freunde gemacht, der gute Tom MacMaster. Mit seinem Blog „A Gay Girl In Damascus“ hatte er einer breiten Öffentlichkeit das Leben einer homosexuellen Syrerin namens Amina vorgegaukelt. Die Geschichten aus dem Alltagsleben schienen authentisch und schafften es, eine hohe Zahl an Lesern für die Geschehnisse in Syrien zu interessieren, zumindest, soweit sie Aminas Leben betrafen.

Offenbar angespornt von so viel Zuspruch wurden MacMasters Schilderungen immer waghalsiger, bis er letztlich beschloss, Amina als von syrischen Behörden verhaftet zu deklarieren, natürlich nicht ohne eine dramatische Geschichte mit Augenzeugenberichten drum herum zu stricken. Es bildete sich eine mindestens 15.000 Nutzer starke Gefolgschaft, um eine Kampagne für die Freilassung der vorgeblich Inhaftierten zu bilden.

Journalisten begannen nun, tiefer in die Geschichte einzusteigen, fanden Lücken in „Aminas“ Darstellungen und stolperten vor allem über den Umstand, dass sich weltweit niemand recherchieren liess, der schon jemals mit Amina gesprochen oder sie jemals gesehen hätte. Der Durchbruch kam, als bekannt wurde, dass das von MacMaster verwendete Bild mitnichten die lesbische syrische Bloggerin, sondern die in London lebende und auf freiem Fuß befindliche Jelena Lecic zeigte.

MacMaster entschuldigt sich nun für seine Missetaten, versucht dabei aber noch, sie als pro-syrisch zu verbrämen. Er habe nur versucht, die Geschehnisse im mittleren Osten „für ein westliches Publikum zu erhellen“, schreibt er. Unfug, muss man dazu sagen. Was er erreicht hat, ist, dass künftig das Misstrauen regiert, wenn von Inhaftierungen die Rede ist. Könnte ja wieder eine Erfindung von irgendwem sein..

(Die Story erinnert mich übrigens an den Fakeblog des angeblichen Murat Kurnaz vor rund 4 Jahren...)

iPhone 5 vor Marktstart im September

Wir müssen uns auf einen unspektakulären Herbst einstellen, soweit es das neue iPhone betrifft. In Anbetracht des Releases der Version 5 des iOS ist fast sicher davon auszugehen, dass das kommende iPhone auch die Nummer 5 tragen wird. Indes wird sie sich wohl nur schwerlich rechtfertigen. Insbesondere das bei der starken Android-Konkurrenz mittlerweile etablierte, wesentlich größere Display scheint für iPhone-Enthusiasten Zukunftsmusik zu bleiben. So kommt die nächste iPhone-Generation mit mutmasslich wenig mehr als einem Dual-Core-Prozessor. Ob das reichen wird? Meine Entscheidung ist bereits gefallen: Nein, ich verwende das SGS 2.

Einen schönen Pfingstsonntag wünschen wir euch!

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Eine Antwort
  1. von Frank am 13.06.2011 (14:14 Uhr)

    Wenn die GUI auf Android-Devices annähernd so gut wäre, wie die des iOS, würde ich auch auch über einen Systemwechsel nachdenken. Vorher allerdings nicht.

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