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Der t3n-Tech-Aktiencheck: Adobe Systems – Mehr als ein Acrobat-Reader

Der t3n-Tech-Aktiencheck: Adobe Systems – Mehr als ein Acrobat-Reader

Etliche Tech-Unternehmen sind börsennotiert, und Aktien wie die von , oder begehrte Spekulationsobjekte. Doch wie stehen diese Aktien wirklich da? Und was sagt ihr Kurs aus? Diese Fragen will der t3n-Tech-Aktiencheck klären. Heute beleuchtet Aktienexperte Lothar Lochmaier für uns die Aktie von .

Der t3n-Tech-Aktiencheck: Adobe Systems – Mehr als ein Acrobat-Reader

Tech-Aktien im t3n-Check. (Bild: © artfocus – Fotolia.com)

t3n macht den Tech-Aktiencheck: Adobe aus San Jose in Kalifornien

Aus dem Hack scheint Adobe gelernt zu haben. (Foto: midiman / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Anfang Oktober wurde der US-Softwarekonzern und Photoshop-Erfinder Adobe Systems (US-Kürzel: ADBE) Opfer einer raffinierten Hacker-Attacke. Brad Arkin, Sicherheitschef des Unternehmens aus San Jose, Kalifornien, schrieb in einem Blog-Post, dass sich unbekannte Täter Zutritt zum Adobe-Netzwerk verschafft und persönliche Daten von 2,9 Millionen Kunden gestohlen hätten. Auf dieses Ereignis reagiert das Unternehmen offenbar jetzt: Adobe Systems will den Schwerpunkt des Kerngeschäfts zukünftig von lizenzabhängigen auf Abonnement-Angebote verschieben. Dadurch erhofft es sich zum einen den direkteren Kontakt zu den Kunden, und zum anderen auch, Hackern von außen weniger Angriffspunkte zu bieten.

Der Strategieschwenk dürfte für das Geschäftsergebnis von Adobe Systems zudem von Vorteil sein. Nach Ansicht von Experten ist zu erwarten, dass die Abonnement-Angebote zu einer Umsatz- und Gewinnsteigerung des Unternehmens beitragen dürften. Der ohnehin schon positiven Entwicklung von Adobe Systems dürfte also auch zukünftig nichts im Wege stehen. Schauen wir auf den Tageschart von Adobe Systems:

Der t3n-Tech-Aktiencheck nimmt Adobe unter die Lupe. Hier der Tageschart vom 4. Dezember 2013.
Der t3n-Tech-Aktiencheck nimmt Adobe unter die Lupe. Hier der Tageschart vom 4. Dezember 2013.

Adobe im Aktiencheck: Langsam, aber „sicher“ nach oben

Der Tageschart von Adobe Systems zeigt, dass sich die Aktie in einem etablierten Aufwärtstrend befindet. Am 18. März dieses Jahres konnte Adobe ein Tief bei circa 40 US-Dollar ausbilden und damit die Tiefs vom Februar endgültig hinter sich lassen. In den Folgemonaten stieg die Aktie langsam, aber „sicher“ nach oben, ohne auch nur annähernd wieder in die Nähe des im März ausgebildeten Tiefs zu kommen. Höhere Tiefs lösten einander ab, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Aufwärtstrend intakt ist. In der zweiten Augusthälfte erreichte Adobe Systems bei 45 US-Dollar dann erneut eine zentrale Kursmarke: Ab hier konnte sie ihren Aufwärtstrend sogar noch beschleunigen und in der Spitze bis auf knapp 58 US-Dollar steigen.

Zurzeit notiert die Aktie von Adobe Systems etwas unterhalb ihres Hochs von Mitte November am Kursdurchschnitt der letzten 20 Tage (blaue Linie). Der seit Anfang September etablierte steilere Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt und erst dann in Gefahr, wenn die untere Trendkanalbegrenzung, die gegenwärtig bei etwa 54 US-Dollar verläuft, unterschritten wird. Solange diese Begrenzung aber hält, kann ein Einstig in die Aktie durchaus in Betracht gezogen werden. Allerdings gilt auch hier: Ein Einstieg in die Aktie sollte, wie in jedem anderen Fall auch, nur mit entsprechender Absicherung nach unten (Stopp-Loss) erfolgen.

Nächste Woche im t3n-Tech-Aktiencheck: Oracle

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Eine Antwort
  1. von Olaf Barheine am 04.12.2013 (19:01 Uhr)

    Adobe wird fast von allen Analysten zum Kauf empfohlen. Sowas stimmt mich immer misstrauisch. Außerdem ist Adobe mit einem KGV von 42 (Microsoft liegt bei 15) auch nicht gerade günstig bewertet. Also Vorsicht!

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