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Tagesschau-App veröffentlicht, Verleger jammern über „Wettbewerbsverzerrung“

    Tagesschau-App veröffentlicht, Verleger jammern über „Wettbewerbsverzerrung“

Die Tagesschau-App ist da: Für iPhone/iPod touch, iPad, Android und BlackBerry ist sie ab sofort verfügbar. Von Verlegern hagelte es gleich wieder Proteste. Sie sehen in der kostenlosen App, die lediglich frei verfügbare Inhalte anders darstellt, eine Wettbewerbsverzerrung. Sie würden mit solchen Angeboten eben lieber Geld verdienen, während die Tagesschau bereits per Gebühren finanziert ist.

Tagesschau-App bringt tagesschau.de auf Smartphones und das iPad

In der Tagesschau-App findet sich im Prinzip das, was man auch schon auf tagesschau.de findet – eben nur bequemer für Smartphones und das iPad aufbereitet. So kann man den Livestream von EinsExtra anschauen, die „Tagesschau in 100 Sekunden“ abrufen und sich über aktuelle Nachrichten aus verschiedenen Gebieten und natürlich das Wetter informieren.

Für mich ist die Tagesschau-App genau das, was ich mir seit Langem für das Fernsehen nach meinem Geschmack vorstelle: Alles ist dann abrufbar, wann und wo ich es für richtig halte. Und dass ich die von meinen Gebühren teuer bezahlten Sendungen von ARD und ZDF nicht nur über einen Fernseher empfangen kann, halte ich persönlich für selbstverständlich.

Die Tagesschau-App ist nun (endlich) da – und das gleich für iPhone/iPod touch, iPad, Android und BlackBerry.

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Verleger wettern gegen die Tagesschau-App

Das sehen nicht alle so. Verleger wollten die Tagesschau-App am liebsten verhindern und wettern und stänkern nun auch wieder dagegen. Sie würden lieber ähnliche Inhalte gegen Geld anbieten. Dass die ARD als gebührenfinanzierter TV-Sender die App kostenlos anbietet, sei eine Wettbewerbsverzerrung.

Eine seltsame Logik, die dahintersteht. Schließlich werden die Inhalte der ARD überall „kostenlos“ angeboten. Im TV und im Internet scheint das hingegen in Ordnung zu sein. Kaum gibt es eine App, ist es hingegen nicht mehr akzeptabel. Verstehen muss man das nicht. Wahrscheinlich geht es nur um öffentliche Stimmungsmache, um mal wieder Druck auf die Politik auszuüben. Hier dürfen wir uns nämlich auch dafür bedanken, dass massenhaft gebührenfinanzierte Inhalte aus dem Internet gelöscht werden mussten, anstatt der zahlenden Bevölkerung zur Verfügung zu stehen.

Nicht alle ARD-Apps werden kostenlos sein

Halten wir doch noch einmal fest: Die Gebühren gibt es, um eine Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Ob das notwendig ist, ist eine andere Diskussion (Ich finde: Ja). Fakt ist jedenfalls, dass die Tagesschau produziert wird. Und als Gebührenzahler hat man doch geradezu das Recht, diese vom eigenen Geld produzierten Inhalte auch auf den Wegen zu sehen, die heute zur Verfügung stehen. Die ARD betont daher auch, dass kein neuer Content für die App erstellt wird. Alles ist Zweitverwertung. Wo ist da das Problem?

Unterdessen hat die ARD angekündigt, dass nicht alle künftigen Apps kostenlos sein werden. Auch kostenpflichtige Projekte sind geplant. Da bin ich allerdings viel mehr gespannt, wie man das begründen will und kann...

Weiterführende Links zum Thema:

Bildergalerie zur Tagesschau-App

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3 Reaktionen
QMaxx
QMaxx

Also ich bin da anderer Meinung. Ich seh schon im Prinziep nicht ein für etwas (GEZ) zu bezahlen was ich eh nicht schaue.Und somit haben die Privaten Sender meiner meinung nach Recht.

Dort kommt zwar auch nicht wirklich was gutes im TV aber wenn man es schauen möchte muss man doppelt Zahlen.

Nur gut das solche Sender eh eher ältere Leute schauen und die werden wohl nicht so die Zielgruppe sein.

Bin ja nun mal auf die weiteren Komentare gespannt....

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Andreas Sluter

Hallo,

die App ist echt gut gemacht! Respekt! Und bezahlt habe ich sie mit den GEZ-Gebühre doch schon und ide Inhalte so wie so! Also, Füsse still halten und nicht doppelt verkaufen wollen!

Antworten
Christian
Christian

Ich sehe das wie Du, Jan. Wenn ich mir die Nachrichtenqualität bei den privaten Sendern anschaue, dann zahle ich meine Gebühren wieder gern. Allein für gut gemachte Nachrichten bin ich bereit meinen Obulus dafür zu bezahlen. Wenn die Verleger am herumwettern sind, dann müssen sie sich fragen lassen: warum? Wettbewerbsverzerrung? Anstatt zu jammern mögen sie doch einfach etwas qualitativ adäquates auf die Beine stellen. Aber das kostet Geld. Und das könnte die Gewinne schmälern. Mist, dann wird das wieder nichts mit der Luxusyacht.

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