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Tarif Sayed im Interview: „Wir müssen die Einstellung verändern, wie wir virtuelle Realität aufnehmen.“

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Im Vorfeld der CeBIT Global Conferences 2017 spricht Speaker Tarif Sayed im Interview über Storytelling, Virtual Reality und was seinen achtjährigen Sohn zu einem bessern VR-Filmer macht als uns.

Die CeBIT Global Conferences 2017 stehen ganz im Zeichen von „Explore the Digital World!“. Vom 20. bis zum 24. März 2017 geht es unter anderem um die Themen Künstliche Intelligenz, Cyborgs und Biohacking, Roboter, Virtuelle Welten oder das Darknet und Cyberkriminalität.

In Halle 8 treffen sich IT-Anbieter und Anwender, Internetfirmen und Investoren, Kreative und Vordenker der Zukunft. Tarif Sayed ist einer von ihnen. Er ist ein Digital Media Executive mit einer umfassenden Expertise im Bereich der Content-Wertschöpfungskette und den Technologien, die sie ermöglichen. Dabei setzt er auf seine Philosophie „Inhalt, Kreativität & Technologie“. Aktuell leitet er die Geschäftsstrategie für VR Technologies für Nokia Tech.

Andere Speaker werden zum Beispiel Sascha Pallenberg, Head of Digital Content bei Daimler, Nolan Bushnell, Atari-Gründer, Matt Conroy, Produktmanager bei Google und Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, sein.

Deutsche Messe: Mr. Sayed, worüber werden Sie auf den CeBIT Global Conferences sprechen?

Tarif Sayed: Ich werde über die Zukunft des Storytellings sprechen und den Blick dafür öffnen, wie man den Rezipienten damit in eine völlig neue Welt entführen kann. Ich werde die Diskussion der aktuellen Technologien aufgreifen und erörtern, was wir als Branche tun müssen, um den Sprung in die nächste Erlebnisdimension zu schaffen. Darüber hinaus will ich die OZO-Kamera von Nokia live präsentieren und verschiedene Dinge vorführen, an denen wir derzeit arbeiten.

Deutsche Messe: Welche nächsten Entwicklungsschritte sehen Sie für das Storytelling auf Virtual-Reality-Basis? Wir waren bereits Zeuge von sehr eindrucksvollen Geschichten. Die Technik entwickelt sich rasant …

Tarif Sayed: Das stimmt. Schon mit der aktuellen Technologie und den derzeitigen Mitteln ist es möglich, fesselnde Geschichten zum Leben zu erwecken. Das Problem liegt darin, dass die meisten Menschen, die Storytelling auf Virtual-Reality-Basis praktizieren, allein durch ihre persönliche Historie in einer Welt des zweidimensionalen Entertainments verhaftet sind. Wenn sie eine Story konzipieren, dann geschieht dies in einem begrenzten Rahmen. Was sich verändern muss, ist der grundsätzliche Ansatz, in dem neuen Medium Geschichten zu erzählen.

Deutsche Messe: Was müssen wir ändern?

Tarif Sayed: Wir müssen unsere Einstellung, wie wir virtuelle Realitäten aufnehmen, verändern. Ein Beispiel: Als ich meinem achtjährigen Sohn, der noch nie in seinem Leben ein Video gedreht hatte, eine 360-Grad-Kamera in die Hand drückte und ihn aufforderte, sich und seine Freunde beim Fußballspielen zu filmen, stellte er die Kamera an einer völlig unerwarteten Stelle auf. Kein Filmemacher, der über Erfahrung verfügt, hätte das so gemacht. Dieser Ansatz des Aufnehmens und Filmens durch jemanden, der nicht einer ganz bestimmten Art zu denken und zu sehen verpflichtet ist, muss Vorbild für die virtuellen Geschichtenerzähler der nächsten Generation werden.

Deutsche Messe: Können Sie das genauer erklären? Wie genau wird das VR-Erlebnis der Zukunft aussehen?

Tarif Sayed: Virtual Reality bedeutet, dass der Rezipient das Gefühl hat, ganz und gar Teil der Geschichte zu sein, die er erlebt. Zurzeit fühlt man sich immer noch so, als stecke man nicht mittendrin. Wenn ich mir zum Beispiel ein Fußballspiel in der Allianz Arena anschaue, dann will ich die Möglichkeit haben, aufzustehen und womöglich sogar über das Spielfeld zu gehen. Zurzeit ist es nicht möglich, sich mit VR zu bewegen und herumzugehen. Wir müssen ins Innere des Fußballspiels vordringen.

Das heißt: Wenn wir in Zukunft Szenen aufnehmen, dann nicht nur von einem Standpunkt aus. Wir müssen viele Blickwinkel, Schattierungen und Gesichter erfassen und die Welt auf Basis eines lebensechten Erlebniskonzeptes neu organisieren.

Deutsche Messe: Wird 2017 das Jahr des endgültigen Durchbuchs für VR bedeuten?

Tarif Sayed: Nein, ich bin der festen Überzeugung, dass dies 2018 sein wird. Wir brauchen eine Mischung aus kreativen Leuten und Technologie, und es ist momentan ein bisschen so wie mit dem Huhn und dem Ei, was die Technologie, die Geschichten und die massenhafte Verbreitung betrifft. Der VR-Markt wird 2017 stark wachsen, und 2018 wird der Massenmarktstatus erreicht sein.

Deutsche Messe: Was haben Sie auf der CeBIT sonst noch vor, außer auf den CeBIT Global Conferences zu sprechen?

Tarif Sayed: Ich werde über das Gelände schlendern und hoffentlich neue VR-Geräte entdecken, die man sich als User tatsächlich wie eine Brille auf die Nase setzen kann. Was der Markt derzeit anbietet, ist sperrig und kaum geeignet, dem Konsumenten ein wirklich lebensechtes Erlebnis zu verschaffen. Die Innovation wird meines Erachtens irgendwo aus Deutschland oder Israel kommen. Diese beiden Länder waren immer gut für bahnbrechende Technologien.

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1 Reaktionen
ErinBettzer
ErinBettzer

"... stellte er die Kamera an einer völlig unerwarteten Stelle auf." Na toll, jetzt kann man die Conference besuchen um herauszufinden, wo er die Kamera trug. Klasse Teaser!

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