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Taxi Deutschland App: Mehr Funktionen, neuer Look, besseres Interface

Taxi Deutschland App: Mehr Funktionen, neuer Look, besseres Interface

Taxifahrer aufgepasst! Die der deutschen Taxizentralen "Taxi Deutschland" hat eine Frischzellenkur bekommen und ist jetzt mit vielen Neuerungen für und verfügbar. Im Unterschied zu myTaxi soll Taxi Deutschland überall in Deutschland funktionieren - in jedem Ort mit einer Bevölkerung von über 5.000 Einwohnern soll eine Taxizentrale angeschlossen sein. Die App kommt jetzt mit neuem Look und neuen Funktionen daher und steht ab sofort in den App Stores zum bereit.

Taxi Deutschland App: Mehr Funktionen, neuer Look, besseres Interface

Taxi Deutschland - App ohne Gewinnerzielungsabsicht

Taxi Deutschland ist eine App der Genossenschaft der Taxizentralen. Im Unterschied zu mytaxi rühmt sich Taxi Deutschland bundesweit Taxis vermitteln zu können. Laut eigener Aussage verfolgt die Taxi Deutschland eG mit der App keine Gewinnerzielungsabsichten. Die Taxifahrer sind weiterhin bei einer Taxizentrale gemeldet und die Buchung erfolgt durch den Kunden via App über die Taxizentralen oder per Telefonanruf. Taxi.eu, ebenfalls eine App eines Zusammenschlusses mehrere Taxizentralen, bietet ein ähnliches Modell an.

Was ist neu an der App Taxi Deutschland

Sowohl das User Interface der iOS- als auch das der Android-App wurden grundlegend überarbeitet. Neu ist, dass sämtliche Funktionen über das Seitenmenü - wie bei der Facebook-App auch - durch Klick oder Wischgeste geöffnet werden können. Die Bedienung soll dadurch wesentlich einfacher sein - auch weil Facebook-Nutzer bereits seitenmenüerfahren sind. Gleiches gilt für die „Einstellungen“ unterhalb des Hauptbildschirms, die den Wechsel zwischen Menüpunkten ermöglichen. Durch die Überarbeitung der Stadtplanansicht - die Karte lässt sich jetzt zoomen - wurde die App an den Standard angepasst worden.

Auch die Möglichkeit sich künftig über die App anzeigen zu lassen, ob ein Taxi besetzt oder frei ist, ist weniger eine Revolution denn eine Notwendigkeit. Die In-App-Bestellung mit allen Funktionen funktioniert allerdings nur in Großstädten in Deutschland, in denen die dortigen Taxizentralen in die Vermittlungssysteme "gefos" oder "Seibt & Straub" angechlossen sind. „Die App der Taxizentralen präsentiert sich damit absolut zeitgemäß. Genau wie die deutschen Taxizentralen, die dahinterstehen“, fasst Dieter Schlenker, ehrenamtlich arbeitender Vorsitzender der Taxi Deutschland eG die Änderungen sehr optimistisch zusammen.

Der Kampf der Taxi-Apps

MyTaxi war 2009 an den Start gegangen mit dem Ziel, Taxizentralen überflüssig zu machen. Das damals gefeierte Startup wurde millionenschwer von Daimler und anderen Großinvestoren finanziert. Eine hitzige Debatte entflammte daraufhin und die Taxizentralen fühlten sich verraten von Daimler - zu deren Großkunden viele Taxizentralen gehörten. Heute ist es in dem Streit deutlich ruhiger geworden. MyTaxi wächst zwar kontinuierlich und expandierte kürzlich sogar nach Übersee, doch angesichts der Zahlen der angeschlossenen Taxis sind die Angebote der Taxizentralen nicht weniger attraktiv für Kunden. So sollen allein in Deutschland gut 18.000 Taxen "taxi.eu" und um die 10.000 Taxen Taxi Deutschland angeschlossen sein. Europaweit sind es viel mehr. Im Vergleich hat myTaxi weltweit rund 30.000 Taxen im Einsatz.Wettbewerbsvorteile haben die Angebote vor allem außerhalb der Großstädte, wo Taxi Deutschland in allen Städten oberhalb einer Einwohnerzahl von 5.000 vertreten sein will. Viele Taxifahrer bemängeln "zu wenig Fahrten" über myTaxi vermittelt zu bekommen und wechseln nicht selten wieder zurück zu den Taxizentralen.

Abhängig davon welches Funksystem die Zentralen nutzen, sind sie an die jeweilige App von Taxi Deutschland oder taxi.eu angeschlossen. Die Taxibestellung erfolgt über die App vollautomatisch. Verfügt die jeweilige Zentrale nicht über die entsprechende Technik, zeigt die App die jeweilige Telefonnummer an.

Die Entwicklungskosten für die App von Taxi Deutschland teilt sich ein Zusammenschluss der großen Zentralen aus Berlin, Hamburg und München übernommen. Kleineren Zentralen steht die Nutzung der App kostenlos zur Verfügung.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: Icebergtz  / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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Eine Antwort
  1. von Kazuo Beluga am 26.06.2013 (18:57 Uhr)

    Die angeblich 30.000 bei myTaxi registrierten Droschken sind wahrscheinlich eher mit Vorsicht zu genießen. Vor sieben Monaten hatte das Unternehmen laut einem IT-Mitarbeiter deutlich unter 10.000 aktive Fahrer weltweit. In Spanien und Washington sind inzwischen vielleicht ein paar hundert dazugekommen, wobei das Wachstum dort relativ dünn ausfallen dürfte, weil die App dort aufgrund spezieller, lokaler Gegebenheiten nicht als vollwertige Vermittlungssoftware eingesetzt werden kann.
    Kann sein, dass man inzwischen wahllos Datensätze eingepflegt hat, um die Investoren zu beruhigen. Die 10 Millionen aus der ersten Runde dürften ja inzwischen aufgebraucht sein.
    Von 30.000 ist myTaxi aber definitv so weit weg wie Kolumbus vom indischen Subkontinent.

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