Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Karriere

Die Tech-Branche und ihr Gender-Problem: 5 Tipps für abenteuerlustige Karriere-Frauen

    Die Tech-Branche und ihr Gender-Problem: 5 Tipps für abenteuerlustige Karriere-Frauen

Frauen, ab ins Tech-Abenteuer. (Foto: © Jacek Chabraszewski – Fotolia.com)

Noch steckt die Tech-Branche in einer Schieflage, wenn es um die Verteilung von Männern und Frauen auf dem Jobmarkt geht. Doch das Blatt wendet sich allmählich, immer mehr Tech-Firmen stellen Frauen ein. Warum mutige Karriere-Frauen das Abenteuer Tech-Branche jetzt suchen sollten.

Frauen in der Tech-Branche: Nachholbedarf bei Konzernen und Startups

In der Szene spricht man gemeinhin über das „Tech Gender Gap“, wenn es um das allgegenwärtige Frauen-Problem in der von Männern dominierten Tech-Branche geht. Gemeint sind damit – abgesehen von den vermeintlichen Klischees, nach denen sich Frauen nicht für Computer interessieren, mit JavaScript allenfalls eine Vulkaninsel verbinden und auch nicht für ein neues iPhone vor einem Ladengeschäft kampieren – vor allem alarmierende Statistiken: So werden nur rund 25 Prozent der Arbeitsplätze bei Apple, Google, Facebook und Microsoft von Frauen besetzt. Im Startup-Sektor ist die Lage noch prekärer, hier steht lediglich hinter drei Prozent aller Startups eine weibliche Gründerin.

Marissa Mayer und Sheryl Sandberg beschwören Trendwende

Yahoo's Frontfrau Marissa Mayer hat es vorgemacht: Die Tech-Branche verträgt Frauen und braucht sie auch. (Foto © by Don Feria/Getty Images for Fortune)
Yahoo's Frontfrau Marissa Mayer hat es vorgemacht: Die Tech-Branche verträgt Frauen und braucht sie auch. (Foto © by Don Feria/Getty Images for Fortune)

„60 Prozent der neuen Tech-Jobs gehen an Frauen.“

Doch die Trendwende kommt ins Rollen. So haben Frauen inzwischen nicht nur die Nutzerhoheit über zahlreiche Internetdienste und Soziale Netzwerke gewonnen, auch wird die Tech-Branche in den kommenden zehn Jahren maßgeblich am Tropf konsumfreudiger Frauen hängen. Viele Chefetagen im Technologie-Umfeld denken um: Offensichtlich beeindruckt vom öffentlichkeitswirksamen Engagement, das seit geraumer Zeit vor allem von Yahoo Frontrau Marissa Mayer und Facebook Geschäftsführerin Sheryl Sandberg ausgeht, stellen immer mehr Tech-Firmen Frauen ein. Um 39.000 Arbeitsplätze wuchs die US-amerikanische Tech-Branche allein im vergangenen Jahr, 60 Prozent der neuen Stellen gingen dabei an Frauen. Insgesamt also ein gutes Zeichen, das abenteuerlustige Karriere-Frauen ernst nehmen sollten. Denn Arbeitgeber in der Tech-Branche locken nicht nur mit soliden Gehältern, sondern bieten neben Freiräumen zur kreativen Entfaltung häufig auch schnellere Aufstiegschancen. Was gründungswillige Frauen dafür mitbringen sollten, haben fünf erfolgreiche Gründerinnen gegenüber Mashable verraten.

5 Profi-Tipps für abenteuerlustige Karriere-Frauen in der Tech-Branche

1. Gründe mit Menschen, die anders sind als du

Wer ein Unternehmen gründet, braucht ein Team voller Synergien, sagt CEO Joanna Weidenmiller vom Jobportal 1-Page. Frauen sollten sich bei einer Startup-Gründung deshalb unbedingt mit Menschen umgeben, die jene Fähigkeiten mitbringen, die man selbst nicht hat. Ehrlichkeit ist hier der Schlüssel: Kennt eure eigenen Schwächen und kompensiert sie durch den Einsatz von Mitarbeitern, die genau das besser können. So entsteht ein „Dreamteam“, das stetig voneinander lernt und die gemeinsam gesteckten Ziele mit Erfolg meistern kann.

2. Nutze Mentorenprogramme und Netzwerke

Kaum jemand meistert die unternehmerischen Herausforderungen am Anfang einer Startup-Gründung von allein. Umso wichtiger ist es, dass Frauen die richtigen Kanäle für Rat und Unterstützung kennen, wie Ingrid Vanderveldt sagt. Die Gründerin empfiehlt die aktive Nutzung von Mentorenprogrammen und Netzwerken, die sich auf die Betreuung von Frauen in der Tech-Branche spezialisiert haben. Zu den beliebtesten Institutionen gehören beispielsweise Springboard Enterprises oder das Women’s Entrepreneurs Network von Dell. Auch in Deutschland gibt es mit dem Gründerinnenportal, dem Verband deutscher Unternehmerrinnen oder dem BPW ähnliche Angebote.

3. Betreibe ein nachhaltiges Ressourcenmanagement

Als Gründerin eines Startups ist ein strategisches Ressourcenmanagement unerlässlich. Bestimmte Aufgaben sollten nur dann von der Gründerin persönlich übernommen werden, wenn dies einen messbaren Mehrwert für das Unternehmen erzeugt, meint Fran Hauser, ihres Zeichen Verantwortliche für die Digitalstrategie beim Time Verlag. Andernfalls sind die Ressourcen an andere Mitarbeiter im Team zu delegieren oder gänzlich an externe Dienstleister auszulagern. Darüber hinaus sollten sich Frauen nicht vor harter Arbeit scheuen, im Besonderen wenn sie die ersten Schritte in der Tech-Branche unternehmen. Wer hingegen kein eigenes Startup gründet, sondern einem Team beitritt, sollte außerdem seine Fähigkeiten genau einschätzen und verkaufen können. Je überzeugender das gelingt, desto mehr Verantwortung wird man übernehmen.

4. Vertraue deinem Bauchgefühl und erschaffe Einzigartiges

Frauen pflegen für gewöhnlich einen offeneren Umgang mit Gefühlen. Das kann vor allem in der Tech-Branche, wo viele Produkte mit emotionalen Werten erschaffen und verkauft werden, ein echter Vorteil sein, wie Shauna Mei, Gründerin der E-Commerce-Plattform AHAlife sagt. Ihr Tipp: Vertraut bei der Entwicklung von Idee und Produkt eurem Bauchgefühl, lasst euch nicht zu sehr von bewährten Lösungen am Markt beeinflussen und erschafft stattdessen etwas Einzigartiges. Zwar bewundert Mei die großen Internetplattformen der letzten Jahre. Doch oft merke man ihnen an, dass die Konzepte in Sachen Design, Nutzerführung einer männlichen Handschrift folgen.

5. Mit Verantwortungswillen und Neugier zum Tech-Arbeitgeber

Wer sich für einen Weg in die Tech-Branche entscheidet, sollte drei Dinge mitbringen: Selbstbewusstsein, Verantwortungswillen und eine gehörige Portion Neugier. Deena Varshavskaya, Gründerin von Wanelo, weiß: Der perfekte Einstieg für Frauen sind deshalb Tech-Arbeitgeber, die gezielt nach jungen und verantwortungsbewussten Talenten suchen. Wer außerdem noch eine authentische Neugier gegenüber Produkten, Arbeitskulturen und Menschen in der Tech-Branche an den Tag legt, hat gute Chancen, schnell aus starren und ungeliebten Jobumgebungen ausbrechen zu können.

Warum die Tech-Branche mehr Frauenpower braucht

Doch warum sind Frauen für die Tech- und Startup-Szene so wichtig? Auf der Meinungsplattform Quora finden sich viele Argumente dafür. Einige Beispiele: Zum einen führt ein ausgeglichener Mix aus Männern und Frauen in Startups und Tech-Konzernen nachweislich zu einer performanteren Unternehmens- und Produktentwicklung, auch haben Startups mit einer geschlechterspezifischen Diversität ein geringeres Risiko zu scheitern. Zum anderen gebe es weiterhin auch viele Branchen, die von der Tech-Welt aufgrund des unterrepräsentierten Frauenanteils bisher noch weitgehend unberührt sind. Dazu zählen zum Beispiel Märkte in den Bereichen Familie, Kleidung oder Schwangerschaft. Im Klartext: Frauen steht die Tech-Branche und ihr Potential für neue Innovationen offen.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Karriere, Tipps

1 Reaktionen
talinee

Und an dieser Stelle mache ich mal vollkommen uneigenützig (ähäm) Werbung: Nicht nur Gründerinnen, auch Frauen die "nur" Angestellte sind sollten auf die Vorteile des Netzwerkens nicht verzichten. Ein super nettes sind zum Beispiel die Digital Media Women, die in den großen Städten Deutschlands vertreten sind. Man weiß schließlich nie, was daraus wird!

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen