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Kommentar

Warum Tesla dem Verbrenner am letzten Wochenende den Todesstoß gegeben hat

    Warum Tesla dem Verbrenner am letzten Wochenende den Todesstoß gegeben hat

(Foto: Tesla)

Seit 2006 – und dem ersten Blog-Beitrag von Elon Musk auf der Seite von Tesla – ist die „geheime Mission“ des Unternehmens öffentlich bekannt. Tesla möchte die Veränderung hin zu nachhaltiger Mobilität beschleunigen und setzte auf einen Drei-Stufen-Plan. Am Ende wurden es vier, doch das Ergebnis lässt sich sehen. 

Das größte Experiment in der Geschichte der Menschheit

Mit dem Verbrennen von Öl und Kohle setzt die Menschheit Treibhausgase in gigantischen Ausmaßen frei. Wir alle erleben regelmäßig, was dies für uns und die Umwelt bedeutet. Die Meere sind bedroht, das Wetter dreht durch und die Polkappen und Gletscher schmelzen in dramatischer Geschwindigkeit. Die Wissenschaft ist sich über die Auswirkungen unseres Tuns auf Klima und Umwelt einig. Graduelle Unterschiede bestehen lediglich in der Geschwindigkeit der Veränderungen und die Ausprägung des Endspiels. Doch die politischen Führer unserer Welt sind nicht zu harten Einschnitten bereit, dienen sie doch zu allererst den Firmenbossen großer Konzerne. Da wirkte es fast trollig, dass sich ein Südafrikaner nach dem Erfolg mit einem Internetbezahlsystem die größte Industrie der Welt als Gegner auserkor: die Ölfirmen und die auf deren Rücken reitende Autoindustrie.

Teslatopsecret
(Screenshot: YouTube)
Wir alle wussten, dass Autofahren schlecht für die Umwelt ist. Doch aus Bequemlichkeit und mangels Alternativen blieben wir dem Alltagstrott treu. Regelmäßig wurden uns Beruhigungspillen verabreicht, wie die stetige Weiterentwicklung der bestehenden Technik und die dadurch sinkenden Verbrauchswerte. Es waren die deutschen Hersteller, die sich auf den Diesel als umweltfreundliche Alternative versteiften und wir Verbraucher fraßen ihnen aus der Hand. Abgelenkt durch ein geiles Drehmoment und günstigen Verbrauch. Die Politiker unterstützten den dreckigen Handel, indem sie die teurere Technik durch steuerliche Vorteile für Vielfahrer wettmachten. Anders formuliert: Die Regierung animiert die Käufer von Dieselfahrzeugen, viel zu fahren, damit sich der Mehrpreis des Fahrzeugs amortisierte.

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Dieselgate führt der Welt vor Augen, dass Dinosaurier verbrennen keine Lösung ist

Im Sommer 2015 platzte die rosarote Blase mit einem lauten Knall, weil man bei Volkswagen mit legalen technischen Mitteln nicht mehr in der Lage war, die geforderten Emissionswerte zu einem konkurrenzfähigen Preis zu produzieren. Der eine Teil der deutschen Bevölkerung war schockiert, dass man Volkswagen so gnadenlos verfolgte und witterte eine Verschwörung der amerikanischen Autoindustrie. Bei anderen begann sich der Zweifel durch den hohen Schutzwall aus höriger Klientelpolitik, willfährigen Autozeitungen und schäbiger Ingenieurskunst zu fressen.

Die Software täuscht niedrigere Abgaswerte der VW-Dieselmotoren bei Tests vor. (Foto: simone mescolini / Shutterstock.com)
VW hat mit seiner Manipulation wochenlang die Nachrichtenlandschaft geprägt. (Foto: simone mescolini / Shutterstock.com)

Die Presse – immer auf der Suche nach einer auflagetreibenden Geschichte – warf sich mit Verve auf Volkswagen. Die Führungsqualitäten von Winterkorn & Co. waren plötzlich ein Problem und mitverantwortlich für die Misere. Die Ankündigungen von elektrifizierten VW-Modellen auf der IAA versanken damit im Strudel immer neuer Erkenntnisse rund um den Diesel-Skandal. Unterdessen feierte Tesla mit seinem Model S ungeahnte Erfolge und verkaufte mehr davon in den USA als Mercedes von seiner S-Klasse oder BMW vom 7er. Auch in der Schweiz liegt die Luxuslimousine auf Platz 1, vor allen deutschen Premiumherstellern; ohne Fördermittel oder patriotischem Kaufverhalten. Während die Welt beginnt, am Konzept der Verbrenner zu zweifeln, feiert das dritte Modell von Tesla Premiere und stiehlt mit seinen aufwendigen Klapptüren jedem anderen Auto die Show. Trotz einjähriger Verspätung ist das erste Produktionsjahr des Fahrzeugs ausverkauft. Das kleine Startup aus Kalifornien hat im teuren Luxussegment schon zweimal bewiesen, dass es sicherere und nachhaltigere Fahrzeuge bauen kann, als jeder andere Hersteller auf dem Planeten – mit einem Bruchteil an Investitionen.

Eigentlich sollte man meinen, dass diese Ereignisse wie ein Weckruf für die Branche klingen sollten. Doch aus dem Hause Volkswagen hört man öfter den Begriff „Plug-in-Hybrid“ oder „Multi-Antriebs-Plattform-Konzept“, jedoch selten Elektroauto. Das Bekenntnis, den Verbrenner aufzugeben, kommt dort niemandem von den Lippen. Selbst BMW meldete erst kürzlich, dass man an einem weiteren Modell für die i-Reihe arbeite. Einem!

Die Kollegen aus Stuttgart hingegen haben Oberwasser nach den Erfahrungen mit dem Tesla-Antriebsstrang in der B-Klasse und fühlen sich nun bestens für die elektrische Zukunft gerüstet. Allesamt rühmen sie sich mit Plug-in-Modellen, die sage und schreibe 30 bis 40 Kilometer elektrisch fahren und nur dank politischer Rückendeckung überproportional die Flottenverbrauchswerte reduzieren und deswegen die neuen EU-Richtlinien erfüllen. Die Autos werden so noch komplexer als sie ohnehin schon sind, und die Autobauer können weiterhin an ihrer über 100 Jahre alten Technik festhalten. Ferdinand Dudenhöffer kritisiert richtig: „Die Autobauer haben sich in Plug-In-Hybride verrannt. Die stellen keine echte Durchbruchinnovation dar.“

Das Model 3 ist das technische K.O.

Tesla Model 3. (Foto: Tesla)
Das neue Tesla Model 3. (Foto: Tesla)

Tesla verkauft in 36 Stunden mehr Model 3 als die Summe aller verkauften Elektroautos (BEV) in Europa seit 2010. Anders ausgedrückt zahlen mehr Menschen in 72 Stunden 1.000 US-Dollar für ein Elektrofahrzeug an, als die ersten vier Plätze im Mittelklassesegment der US-Verkaufscharts in 2015 zusammen aufbringen. Wohl kaum jemandem konnten die Meldungen über Menschenschlangen vor den Tesla-Stores überall auf der Welt entgehen. Doch neben all der Euphorie für die Marke, gibt es harte Erkenntnisse für die anderen Blechbieger: „Premium-Kunden sind Spaltmaße scheißegal!“ „Die Digitalisierung ist in der Autoindustrie angekommen“ „Die milliardenstarke Marketingmaschine der anderen Hersteller hat keine Durchschlagskraft mehr. Es genügt Twitter.“ „Technikbegeisterte Leute definieren Freude am Fahren anders und glauben an den Vorsprung durch Technik eines anderen.“

„Tesla erreicht Kultstatus.“

Am 31. März 2016 war es mehrfach auf Twitter zu lesen und zu sehen. Ich kann es aus eigener Erfahrung vor Ort bestätigen. Die Leute in der Schlange sind die heiß umworbene Zielgruppe der Premiumhersteller, die einen gewissen beruflichen Erfolg vorweisen und eine Extraschippe Euro für ein bisschen Extravaganz beim Autokauf zur Verfügung haben. Vor allem aber sind sie bestens informiert über ein perfekt geschnürtes Tesla-Paket: Ich kaufe ein Auto, dass dank Strom mit regenerativer Energie betrieben werden kann. Die Auto-Batterien besitzen eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren und tun anschließend nochmal doppelt so lange ihren Dienst als Heimspeicher, bevor sie zu einem Großteil wiederverwertet werden können. Diese Konsumenten sind Idealisten und sehen sich als Pioniere. Sie akzeptieren eine Veränderung ihres Alltags, um ein größeres Ziel zu erreichen: Auftanken dauert nicht 5 Minuten, sondern 25, dafür ist ihre Mobilität nachhaltiger. Somit erreichte die Marke Tesla Kultstatus und erhob gleichzeitig umweltfreundliche Fortbewegung zum coolen, erstrebenswerten Lebensstil.

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BMW arbeite wohl an einem neuen Modell der i-Reihe. (Foto: BMW)

„Es gibt zu viele angepasste Manager alter Schule mit Benzin im Blut.“

Bisher kommt aus den Firmenzentralen in Wolfsburg, Stuttgart und München kein Kommentar. Vermutlich wird es auch so bleiben. Denn die Vorstände kämpfen nicht nur mit einer neuen Technik, sondern einem strukturellen Problem. Die richtige und konsequente Reaktion wäre jetzt, alle beginnenden Autoprojekte exklusiv auf Elektro auszurichten. Unterstützt wird eine solche Entscheidung von den eingereichten Gesetzesvorlagen in Norwegen und den Niederlanden, ab 2025 den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor zu untersagen – einige warten eigentlich wöchentlich auf eine ähnliche Ansage aus China. Schließlich braucht es circa sechs bis acht Jahre für die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs bei ebenso langem Lebenszyklus.

Doch was tun mit all den Maschinenbau-Ingenieuren, die Kolben, Pleuel, Zylinder, Einspritzanlagen, Turbolader oder Getriebe entwerfen? Umschulen wird nichts bringen, und dank der Gewerkschaften sind solche Massenentlassungen gar nicht umsetzbar. Selbst wenn die Vorstände die Brisanz der Situation erkennen und sich durch Ex-Silicon-Valley-Bewohner unterstützen lassen,  es gibt zu viele angepasste Manager alter Schule mit Benzin im Blut. Viele davon wollen noch ruhig in die Rente segeln und nicht nochmal raus in den Sturm, sich aufs Neue beweisen. Wie bei der digitalen Transformation üblich, braucht es eine Strategie und natürlich die Technik. Jedoch stolpern die meisten Unternehmen über die dritte Komponente: die Organisation. Im Wandel muss man beweglich bleiben, Veränderungen begrüßen, die Herausforderung lieben und heiß auf Fehlermachen sein. Denn dann liegt die Lösung einen weiteren Schritt näher. Alles Attribute, die in den strikt hierarchischen Strukturen jahrzehntelang verpönt, wenn nicht verboten waren.

Teslas Vorteil mit einem weißen Blatt zu starten

Die etablierten Hersteller schleppen nicht nur eine Mannschaft mit sich herum, die in wenigen Jahren keine Arbeit mehr findet, sondern haben auch an anderer Stelle signifikante Nachteile gegenüber dem Neuling.

Typisch Silicon Valley baute man zwar ein Elektroauto, dessen Herz ist aber ein Computer. Offenkundiges Indiz hierfür ist das zentrale Display in allen Modellen. Da die Fahrzeuge von Software gesteuert werden, braucht es auch keine analogen Regler für den Fahrer. Im folgenden Video wird dies auf einer Probefahrt im neuen Model 3 eindrucksvoll vom Ingenieur erläutert:

Doch auch beim Verkauf der Fahrzeuge bestreitet Tesla neue Wege. Während der Audi-Vertriebschef Wayne Griffith noch im Dezember dem Internetverkauf eine Absage erteilte, wählt Tesla exklusiv diesen Weg. Die Niederlassungen ähneln stylischen Markentempeln in ungewöhnlicher Lage und ohne Verkaufsdruck für das Personal. Diese sollen die Begeisterung für Elektromobilität transportieren und keine Abschlüsse erzielen. Für die Kunden ist dies ein völlig neues Erlebnis, was sich für Tesla auch noch anders auszahlt: Es gibt keine Preisverhandlungen, denn das Auto kostet überall gleich viel und die Marge für die Autohändler verbleibt beim Hersteller.

Sicher gibt es noch einige andere Argumente, wieso es Tesla als Neuling einfacher hat. Auf der anderen Seite hatte keiner der Giganten den Willen, diesen Weg zu beschreiten. Am Budget hat es sicher nicht gelegen. Jetzt müssen sie sich mit einem Gegner auseinandersetzen, der schneller, flexibler, beweglicher und vor allem innovativer ist als sie. Vielleicht hofften einige Führungskräfte auf einen schlechten Aprilscherz, sonst heißt es schmerzvolle Entscheidungen treffen, oder sich irgendwann vom deutschen Steuerzahler retten lassen.

Auch spannend in diesem Zusammenhang: Unser Kolumnist Alain Veuve erläutert, warum auch ihr euch einen Tesla Model 3 reservieren solltet.

Finde einen Job, den du liebst

27 Reaktionen
Chris
Chris

Electro auto hin und her, 1 containerschiff hat die Emissionen von 50.000.000 pkw also 15-20 schiffe reichen umd die gesammten 730.000.000 pkw emmisionen zu toppen. Es gibt 90.000 containerschiffe... Mal drüber nach denken... Guten abend.

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Johannes
Johannes

Krasse Zahlen - hast du dafür eine Quelle?

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Frank
Frank

http://www.welt.de/dieweltbewegen/sonderveroeffentlichungen/article118988228/Das-schmutzigste-Gewerbe-der-Welt-bleibt-auf-Kurs.html

[...] Die Weltflotte von 90.000 Schiffen verbrennt rund 370 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr, was einer Emission von 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid entspricht. Allein die 15 größten Schiffe der Welt stießen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, so der NABU (Naturschutzbund Deutschland). [...]

[...] Und der Schwefelausstoß dieser Wagenmenge (knapp 90.000 Tonnen) würde von nur 24 Containerschiffen egalisiert, hat die die in den Niederlanden ansässige DK-Group Marine Industry Innovators ermittelt. Sie kommt auch zu dieser Aussage: Der Schwefelausstoß der Schifffahrt beträgt "das 97-fache der kommerziellen Flugzeugflotte." [...]

Johannes
Johannes

Danke euch!

Kevin
Kevin

Wenn alles in Unternehmen so bleibt, weil Veränderungen nicht gewollt sind - kommen neue Akteure, die flexibel und agil agieren. Am Anfang belächelt, irgendwann nicht mehr kommentiert und am Ende nur noch hilflose und verpuffende Gegenmaßnahme.. Ob Apple, Tesla etc...Wenn wir die Problem von heute, mit Lösungen von Gestern und Managern und Ingenieuren von Vorgestern lösen, dürfen wir uns einfach nicht wundern, das alles so bleibt.

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Matthias Kracht
Matthias Kracht

Elektromobilität sollte der LETZTE Schritt der Energiewende sein und nicht der 1. Schritt!
Denn die Grenzkosten der CO2-Vermeidung sind bei Elektomobilität zu hoch. Darum Ökostrom lieber zuhause verbrauchen und fossile Energien bitte vorzugsweise im Individualverkehr verbrauchen!
Die auf absehbare Zeit sehr begrenzt vorhandene regenerativ erzeugte Elektrizität sollte bevorzugt stationär (z.B. in Wärmepumpen zur Beheizung von Häusern) verwendet werden. Nur dies sollte der Staat fördern um EFFIZIENT CO2 einzusparen. Erst wenn der gesamte per Stromleitung zur sofortigen Verbrauch benötigte Strombedarf (in Industrie und Privathaushalten) regenerativ erzeugt wird und dann immer noch regenerativ erzeugter Strom übrig sein sollte, beginnt ElektroMOBILITÄT sinnvoll zu werden.

Solange die 100%-tige Energiewende nicht geschafft ist, verbraucht Euren Okostrom bitte zuhause und nicht (in schweren Batterien mit Rädern) mobil! Fossile Energien sind aufgrund der unschlagbar hohen Energiedichte in den nächsten Jahren im Auto am Besten aufgehoben.
Oder habe ich einen Denkfehler gemacht?

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Jan
Jan

Interessanter Artikel unter völlig falscher Prämisse: der Verbrenner ist längst nicht tot. Zumindest nicht der von Autogas, denn selbiges lässt sich mit Hilfe der erneuerbaren Energien vollständig grün herstellen.

http://www.etogas.com/power-to-gas/

Um mal eine konkrete Umsetzung des Prinzips aufzuzeigen. Die Vorteile sind mehr als offensichtlich: chemischer Langfristspeicher für Energie, riesiges Speicher- und Verteilnetz ist vorhanden und die Ingenieure können ihre Jobs behalten. Das alles mal neben der Vermeidung des CO2 Footprints bei der Teslaherstellung und dem ganzen Elektroschrott.

Was fehlt?

Der politische Wille einen anderen Weg zu gehen als der Rest der Welt.

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Lars
Lars

Nanu... werden entsprechende Artikel nicht mehr mit "Sponsored Post" gekennzeichnet?!

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Matthias Kracht
Matthias Kracht

Elektomobilität sollte der LETZTE Schritt der Energiewende sein und nicht der 1. Schritt!
Denn die Grenzkosten der CO2-Vermeidung sind bei Elektomobilität zu hoch. Darum Ökostrom lieber zuhause verbrauchen und fossile Energien bitte vorzugsweise im Individualverkehr verbrauchen:

Die auf absehbare Zeit sehr begrenzt vorhandene regenerativ erzeugte Elektrizität sollte bevorzugt stationär (z.B. in Wärmepumpen zur Beheizung von Häusern) verwendet werden. Nur dies sollte der Staat fördern um EFFIZIENT CO2 einzusparen. Erst wenn der gesamte per Stromleitung zur sofortigen Verbrauch benötigte Strombedarf (in Industrie und Privathaushalten) regenerativ erzeugt wird und dann immer noch regenerativ erzeugter Strom übrig sein sollte, beginnt ElektroMOBILITÄT sinnvoll zu werden.

Solange die 100%-tige Energiewende nicht geschafft ist,  verbraucht Euren Okostrom bitte zuhause und nicht (in schweren Batterien mit Rädern) mobil! Fossile Energien sind aufgrund der unschlagbar hohen Energiedichte in den nächsten Jahren im Auto am Besten aufgehoben.
Oder habe ich einen Denkfehler gemacht?

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Christoph
Christoph

Dieser Kommentar ist nicht nur einseitig, sondern auch an vielen Stellen falsch.
kausalen Zusammenhänge fehlt es an Kausalität. Niemand fährt mehr weil man einen Diesel hat, sondern man hat einen Diesel weil man seine Wege damit günstiger sind als mit entsprechendem Benziner. Das halbwegs moderne verbrenner - Auto ist das Verkehrsmittel mit der geringeren Umweltbelastung pro gefahrenen Personenkilometer. Die Bahn fährt größere Umwege und vielerorts und zu vielen Uhrzeiten recht leer. Daher ist sie das weniger umweltverträgliche Verkehrsmittel. Der Autofahrt finanziert nicht nur sein Auto voll, sondern andere staatausgaben, wie z.B. die Milliardenzuschüsse für die Bahn.
Es ist so, das ein öffentliches Auto ökologischer ist als jede Alternative.
Es ist richtig, das ein Verbrennungsmotor am Ende seiner technischen optimierungsmöglichkeiten angekommen ist. Daher ist die nächste Evolutionsstufe der Elektroantrieb. Für die Stadt reicht ein batteriebetriebenes Fahrzeug aus, wer regelmäßig lange Strecken fährt, wird wohl ok den meisten Fallen in den nächsten Jahren einen seriellen Hybriden (emotor treibt ausschließlich die Räder an und ein drehzahloptimierter Generator mit Benzin erzeugt Strom für weitere Fahrten) nehmen und 20tsd € für entsprechend große Batterien samt ladevirrichtung zu sparen.

Das bietet weder Tesla noch ein konventioneller Hersteller. Die einen wollen eine weiße Weste und dir anderen ihre Technologie nicht zu schnell abschreiben müssen.

Sinnvoll für den Kunden ist beides nicht.

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Kevin
Kevin

Wenn alles in Unternehmen so bleibt, weil Veränderungen nicht gewollt sind - kommen neue Akteure, die flexibel und agil agieren. Am Anfang belächelt, irgendwann nicht mehr kommentiert und am Ende nur noch hilflose und verpuffende Gegenmaßnahme.. Ob Apple, Tesla etc...Wenn wir die Problem von heute, mit Lösungen von Gestern und Managern und Ingenieuren von Vorgestern lösen, dürfen wir uns einfach nicht wundern, das alles so bleibt!

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Keine Alternative
Keine Alternative

Ja, ich gebs zu - ich habe für ein Model 3 angezahlt obwohl ich deutsche Autos liebe. Eben wegen allem was sie ausmachen (Verarbeitung inkl. Spaltmasse, überall Werkstätten, tolles Image usw.). Seit Jahren suche ich eine Alternative für mein tolles deutsches Fahrzeug. Ich wohne in einer Region in der Schweiz mit vielen Bergen und Tälern. Allraddichte irgendwo bei 90%.
Ich gehe oft auch mit dem eBike arbeiten. Das ist extrem entspannend. Wären da nicht die endlosen Karawanen von russenden und rauchenden LKW+PKW (als wäre es immer noch 1970, seltsam nicht?).
Ich sehe nicht ein warum ich nochmals ein Gefährt kaufen soll das mich selber und meine Mitmenschen vergiftet an Ort und Stelle. Mein PKW verbraucht im Stau Unmengen Benzin und auch mit dem Öl geht es recht nonchalant um. Ich habe ein Lächeln im Gesicht bei jedem BMW i3 oder Tesla der vorbeifährt. Natürlich mit der Gewissheit das diese Fahrzeuge oft nur als 2. oder 3. Fahrzeuge eingesetzt werden von reichen Menschen. Aber - das wird sich ändern und ich will dabei sein und ja, es muss ein Tesla sein weil die anderen Stromer Produkte mich irgendwie nicht überzeugen.
Ich werde mich einschränken müssen wegen der Reichweite, den verfügbaren Stromtanken, der Verarbeitungsqualität und möglicher Mängel an einem neu entwickelten Fahrzeug und des sicher nicht ganz günstigen Preises der dafür zu zahlen ist. Ich werde mich mit meinem Vermieter rumärgern müssen wegen Stromanschlüssen in der Tiefgarage usw. und so fort. Ich werde schwitzen im Stau wenn die Akkuanzeige im Winter schneller runterzählt als ich gucken kann.
Aber - das ist es mir allemal wert. Und ich bin kein Tesla Jünger, kein Hipster, kein irrer Ottomotor Hasser, nicht reich, nicht arm, kein Atomlobby Verfechter sondern ich habe einfach genug Abgase lokal rausgepestet und will nie mehr einen Ölwechsel machen oder auftanken (Dinosaurier kann man tanken?). Danke für euer Verständnis.

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Olaf Barheine

Die Hersteller konventioneller Fahrzeuge sind gefangen in ihren Plattformstrategien und in der Notwendigkeit, ihre gigantischen Fabrikationsanlagen auslasten zu müssen, um profitabel zu sein. Ich bin gespannt, wie sie aus der Nummer wieder rauskommen wollen. Elektrofahrzeuge sind im Vergleich zu Verbrennern technisch doch relativ einfach gestrickt, die das alles nicht mehr brauchen. Man vergleiche bloß einmal einen modernen Diesel- oder Benzinmotor mit einem Elektromotor.

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Schorsch
Schorsch

Der Artikel geht in die richtige Richtung, ist aber leider alles andere als objektiv..
1) Sollte eine Umstellung auf E-Mobilität so zügig kommen, wie beschrieben, wird anfänglich max. 20% des Strom regenerativ erzeugt werden können - der Rest weiterhin konventionell, also CO2 belastet.
2) Der Footprint zur Herstellung der Batterien wurde schon erwähnt, ist tatsächlich ein wichtiger Punkt
3) Die klassischen Hersteller könnten, wenn sie wollten durchaus - man wartet aber (sinnvollerweise), bis jemand anders den Markt geschaffen hat, um dann mit Volumenmodellen einzusteigen
4) Tesla muss erstmal beweisen, dass sie auch Geld verdienen können. Wenn Rentabilität keine Rolle spielt bringe ich morgen 10 Zukunftsvisionen auf den Markt und lass mich feiern...
Bottomline: Ja - E-Autos werden Benziner (und irgendwann auch Diesel) zu 99% ablösen, aber das dauert .. Meine Prognose bei Neuzulassungen: 10% E in 5 Jahren, 50% in 10 Jahren, 99% in 15. 1 bis 2 der heutigen Hersteller werden aus dem Markt ausscheiden, aber BMW+Mercedes werden ganz vorn mit dabei sein. Bei VW wirds etwas länger dauern.. Opel + Renault wären mich erste Streichkandidaten..

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Ohne Alternative
Ohne Alternative

Ja, ich gebs zu - ich habe für ein Model 3 angezahlt obwohl ich deutsche Autos liebe. Eben wegen allem was sie ausmachen (Verarbeitung inkl. Spaltmasse, überall Werkstätten, tolles Image usw.). Seit Jahren suche ich eine Alternative für mein tolles deutsches Fahrzeug. Ich wohne in einer Region in der Schweiz mit vielen Bergen und Tälern. Allraddichte irgendwo bei 90%...
Ich gehe oft auch mit dem eBike arbeiten. Das ist extrem entspannend. Wären da nicht die endlosen Karawanen von russenden und rauchenden LKW+PKW (als wäre es immer noch 1970, seltsam nicht?).
Ich sehe nicht ein warum ich nochmals ein Gefährt kaufen soll das mich selber und meine Mitmenschen vergiftet an Ort und Stelle. Mein PKW verbraucht im Stau unmengen Benzin und auch mit dem Öl geht es recht nonchalant um. Ich habe ein Lächeln im Gesicht bei jedem BMW i3 oder Tesla der vorbeifährt. Natürlich mit der Gewissheit das diese Fahrzeuge oft nur als 2. oder 3. Fahrzeuge eingesetzt werden von reichen Menschen. Aber - das wird sich ändern mit Fahrzeugen wie dem Model 3. Viele werden damit ihren bestehenden PKW ersetzen.
Ich werde mich einschränken müssen wegen der Reichweite, den verfügbaren Stromtanken, der Verarbeitungsqualität und möglicher Mängel an einem neu entwickelten Fahrzeug und des sicher nicht ganz günstigen Preises der dafür zu zahlen ist. Ich werde mich mit meinem Vermieter rumärgern müssen wegen Stromanschlüssen in der Tiefgarage usw. und so fort. Ich werde schwitzen im Stau wenn die Akkuanzeige im Winter schneller runterzählt als ich gucken kann.
Aber - das ist es mir allemal wert. Und ich bin kein Tesla Jünger, kein Hipster, kein irrer Ottomotor Hasser, nicht reich, nicht arm, kein Atomlobby Verfechter sondern ich habe einfach genug Abgase lokal rausgepestet und will nie mehr einen Ölwechsel machen oder Benzin auftanken (Dinosaurier kann man tanken?). Danke für euer Verständnis.

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Guido

Vielen Dank für den tollen Beitrag. Er trifft den Nagel auf den Kopf. Wie schon mein Vorschreiber bemerkte, ist Tesla drauf und dran, wie Apple Kultstatus zu erreichen. Vielleicht tragt es dazu bei, dass die E-Mobilität unserer Umwelt zuliebe jetzt doch früher ins Rollen kommt, als es die deutschen Autobauer wünschen.
Die deutsche Autoindustrie und die Medienlandschaft kann derzeit 325.000 Reservierungen des Tesla Model 3 auch nicht mehr ignorieren.

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Nic Megert
Nic Megert

Wow! Es geht ja doch! Der erste deutsche Artikel über Tesla ohne Bashing und erst noch sehr detailliert und informativ!

Ein grosses Lob an den Schreiber aus der Schweiz

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Denken
Denken

Vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe die armselige Tendenziösität der meisten anderen online Nachrichtenmagazine kaum mehr ertragen können. Offensichtlich, dass ein ganzes Heer an "Autolobby Trollen" und sicherlich von selbiger bezahlten Journalisten Tesla schlecht geschrieben hat.
Wenn auch manchmal mit Verspätungen, hat Tesla bisher alles gehalten, was es versprochen hat. So denke ich auch, dass die Produktionskapazitäten für das Model 3 im geplanten Zeitraum massiv aufgebaut werden.
Wenn man die Daten des Model 3 mit Modellen anderer Hersteller vergleicht sieht man, wie enorm der Vorsprung ist. Bitte nicht einen Chevrolet Bolt mit dem Model 3 vergleichen, auch wenn ich es sehr klug von GM finde zum "Angriff" auf Produktebene - und nicht mit Verleumdung - übergegangen zu sein, glaube ich kaum, dass der Bolt mit dem Model 3 nur annähernd mithalten kann.
Teslas großer Joker sind die Kunden, die andere davon überzeugen, wie herausragend ihre Autos sind, deswegen wird kein Verleumden verhindern, dass Tesla sich durchsetzt und die Konkurrenten vom Benziner/Diesel zum E-Auto zwingt, falls der Zug bei einigen nicht schon abgefahren ist.
Dennoch glaube ich, dass der Schaden in Deutschland durch die unsachliche Berichterstattung sehr groß ist für Tesla.
Endlich wird auch einmal wieder in einem Artikel erwähnt, dass es nicht nur um Reichweiten und Tank/Ladezeiten geht, sondern darum den Klimawandel, der wirtschaftlichen und humanitären Schaden kaum vorstellbaren Ausmaßes verursachen kann, möglichst gering zu halten.

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Ilona Christen
Ilona Christen

Guter Beitrag. Lediglich dass es Tesla als Newcomer einfacher hätte ist nicht nur zu bezweifeln, sondern schlichtweg falsch. Tesla ist der einzige authentische und originäre Hersteller von einem ECHTEN Elektroauto. Die anderen Hersteller haben immer nur ökologische Feigenblätter präsentiert, die weder optisch noch von der Leistung Spaß machen. Auch Apple hat das Handy mit Organizer und Internetfunktionen nicht erfunden, das Smartphone wie wir es heute kennen aber schon.

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dfgdfgdfrtgtrgrterfgrefger
dfgdfgdfrtgtrgrterfgrefger

Mit solchen Behauptungen würde ich warten bis man das Auto kaufen kann.

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VinFin
VinFin

"Die Niederlassungen ähneln stylischen Markentempeln in ungewöhnlicher Lage und ohne Verkaufsdruck für das Personal. Diese sollen die Begeisterung für Elektromobilität transportieren und keine Abschlüsse erzielen." Klingt so, als hätte Tesla von Apple gelernt.

Wichtig ist aber - und deswegen sind solche Artikel wie eurer dankenswert: Jetzt ist es an der Zeit, dass Autobauer von Tesla lernen. Und das tun sie offenbar auch schon. Kia versucht sich mit dem Soul EV auch schon an einem E-Auto, sogar im finanzierbaren Bereich um die 30.000 EUR. Ist aber ein Modell für die Kurzstrecken, zwischen 100 und 200km je Akkuladung. Und auch Porsche arbeitet Gerüchten zufolge an einem E-Sportwagen. Auf der IAA wurde jedenfalls das Projekt "Mission E" vorgestellt, das sie bis 2020 zur Marktreife bringen wollen. Geplante Reichweite: 500km. Fazit: wird vielleicht langsam...

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Tobi
Tobi

Tolle Zusammenfassung! Das sollten die Chefs deutscher Autokonzerne dringen in ihr Hirn einsinken lassen. Sonst gibt es in wenigen Jahren ein bitterböses Erwachen für den Industriestandort Deutschland.

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Teki

Danke für diesen Kommentar. Trefflichst formuliert, durchdacht, spitz und wissend. Erfreulich zu lesen nach den vielen geistigen Tiefschlägen in der Presselandschaft Deutschlands.

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Marco

Extrem einseitiger Artikel über Tesla und die Automobilindustrie. Ein guter Freund von mir hat 2 Jahre für Tesla in der Schweiz gearbeitet. Er zeichnet ein deutlich anderes Bild der Firma - speziell was den Verkaufsdruck angeht. Das der Footprint eines Tesla bereits nach der Herstellung der Batterie so hoch ist wie wärend der gesamten lebensdauer vieler Kleinwagen mit Verbrennungsmotor wäre beispielsweise ein Punkt welcher sehr relevant ist bei einem solchen Vergleich. Tesla geht neue Wege und Scheucht die Automobilindustrie auf. Das ist, da gehe ich mit euch einig, eine gute Sache. Der Firma deswegen einen Heiligenschein zu verpassen und einseite Werbeartikel zu verfassen ist meines erachtens stark übertrieben.

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nichts neues
nichts neues

In der Presse fehlen systematisch Kalkulationen um die hohen Einstiegskosten abzüglich Subvention mit den monatlichen Kosten gegenrechnen zu können. Ohne Softwarepatente und Abmahnungen gäbs längst eine App und Web-Dienst dafür wo man weltweit die Subventionen und Preise vorgerechnet bekäme...

Das Boot ist voll. Sage ich schon seit Jahren. Diesel für Nutzfahrzeuge hält noch eine Weile weil dort die Alter nicht 8 (=12.5% neukauf pro Jahr) sondern länger sind oder man den Benzinmotor gegen Elektro+Akku austauscht um den Kran oder die wertvolle Kühlanlage, CSI/CIA/NCIS/...-Überwachungs-Equipment oder Imbisswagen-Ausstattung nicht komplett neu kaufen und extrateuer einbauen lassen zu müssen. Aber auch die Post hat zugeschlagen und die E-Transporter verkündigt.
90% vom Rest bleiben gleich. BeulenDoktor/LackDoktor/CarGlass werden wohl kaum Einnahmeausfälle haben.
Die Masse ist arm. Die wahre Zielgruppe und letzte Rettung sind die armen Leute mit Kleinstwagen.

Mercedes ist aber schlauer als manche denken und verkauft Mobilität. Die Music-Konzerne wollten unbedingt CDs verkaufen statt Musik zugänglich zu machen: Schallplatte, Konzert(zzgl. Nebengeschäfte wie profitable Anfahrt dank billiger Busfahrten), CD, Kauf-Download und nur zeitbegrenzter Zugang wie Radio und Miete(Spotify,...).
Die Hersteller haben eh schon um die Zahlen zu halten die Autos ja nicht mehr dem Endkunden verkauft sondern verleased und gigantische Leasing-Flotten für Manager, Verkäufer und Privatleute im Besitz wie der Eisberg mit dem versteckten Volumen.

Gute Presse stellt schriftliche Anfragen an die Politik und Hersteller und warnt vor den Risiken.

Die Leute kaufen die Autos auch ohne Subventionen und kloppen sich quasi (wie damals in der DDR um Trabbies) darum. Subventionen sollte es daher nicht geben. Wichtig wären Loader-Stationen in jeder.
Ohne Abmahnungen gäbe es von mir längst jeden grünen Kasten und jede Trafo-Station auf OpenStreetmap offen sichtbar also potentiellen Tesla-Loader-Point eingetragen und die Gemeinde entscheidet, wo Tesla die Loaderstation bauen soll wenn sie sollen. Direkt neben dem Trafo ist ja wohl einfacher als monatelange extrateure Bauarbeiten.
Die Trafo-Stationen sind ÜBERALL. Man ignoriert sie aber wie die WiFi-Punkte also die grauen Kästen doch wer sie sehen will sieht sie ÜBERALL und das Potential in wahren Demokratien. In anderen Ländern wird Strom abgeschaltet. Woanders sollen die Bürger wohl per digitalem extrateurem Zwangs-Stromzähler überwacht werden.
Discounter sollten natürlich auch Loader-Stationen bauen.
Wichtig wäre, das Musk sich an jeden Markt von Wüste bis Island gezielt anpasst und nicht wie die US-Konzerne alle in die separaten "EMEA" und "Asien"-Schubladen steckt und Samwers die Startups abkaufen muss weil man zwar täglich zwischen Hillibillies, WestCoast und EastCoast unterscheidet aber nicht erkennt das 52 Bundesstaaten mit US-Gesetzen (Tesla-Direktvertrieb ist in 2-5 davon VERBOTEN) nur ein Teil von 300(?) weltweiten individualisierten Ländern sind.

Davon abgesehen wäre sinnvoll die Konditionen von
https://www.teslamotors.com/de_DE/support
https://www.teslamotors.com/de_DE/support/service-plans
Evtl bieten die auch Rückkauf oder sehr lange Mobilitäts-Garantien welche hier dank USA endlich auch erzwungen werden sollten.
Da sind extrem viele Dinge die in allen Artikeln fehlen und daher erkennen die Interessierten, das sie sehr schnell besser informiert sind als die Leistungs-Schutz-Qualitäts-Presse.

Und das wir die zigtausenden Jobs mal wieder retten müssen wissen wir alle heute schon. Das Problem ist ja, das die Benziner nicht mehr gekauft werden weil sie KEINER mehr haben will. Benziner werden (wie damals die Pferde-Kutschen-Industrie) wie Schallplatten ein Nischen-Hobby. Diesel brauchen länger. Wirklich keiner fragt mal Steuerberater... obwohl die die Hauptkosten der Unternehmen (Mieten, Löhne aber auch Autos, WARTUNG, REPARATUREN, Kilometerkosten...) genau vorrechnen könnten. Datev sollte das mal machen.
Was sagt der Minister zum Wegfall der Benzinsteuer-Einnahmen ? 10% pro Jahr voraussichtlich.
Benzin wird dann wegen der Geringen Rotation und folglich Fixkosten-PROgression wohl teurer werden. Die Tankstellen sind jetzt vielleicht alle 3 Tage leer, demnächst vielleicht pro Jahr einen Tag länger voll. Diesel nimmt vielleicht zu, vermutlich aber auch nicht.
Was sagen die Tankstellen-Konzerne ? Als es eine Preis-Inversion vor 2-5 Jahren gab, stellt sich heraus, das das Produktions-Verhältnis Diesel-zu-Benzin wohl fest eingestellt ist. Die Frage ist ob die Raffinerien es umstellen können. In USA ist allgemein bekannt das es Benzin-Winter- und Benzin-Sommer-Mischungen gibt und wie die Umstell-Datums-Termine sind.

Norwegen(Öl-Milliarden) und Island (SUV-Himmel vor der Bankenkrise) sind und waren Statistiken für die Auto(Handy, ...)-Käufe von Neureichen. Wenn Kim Kardashian oder Oprah (wie schon damals beim Kindle und vielen anderen Beispielen, siehe "Oprah-Effect" und die bestätigenden Interviews) sowas kaufen war es das noch mal für die Benziner.

Die Politik hat die Probleme nicht ansatzweise erkannt. Den Zustand des Internets von Heute verdanken wir rot-grün. Die kann man also auch nicht wählen. Der Untergang kommt immer näher...

Man sollte auch durchrechnen ob und wie viel Tesla bei Rückkauf zahlt bzw. was ein Powerpack+Solarzellen aus China kosten OHNE MONATLICHE Umsatsteuer und OHNE Einspeisung und den ganzen Aufwand damit. Powerpacks gabs ein paar Wochen nach Tesla auch von Daimler und inzwischen wohl von BMW. Die sind aber eher für Gegenden mit Sonne (Mallorca), ggf. Stromabschaltungen und wenig Infrastruktur.
Modular ist der Tesla wohl auch nicht. Mein E-Auto hätte Austauschbarkeit so das man bequem bessere/schwächere Motoren/Akkus usw. bekommt oder aus einem PKW einen Kombi machen kann und große Teile aufs nächste Auto rübernehmen und wie einen PC (siehe Festplatten. Die sind ultrakrass genormt weil sie zilliardenfach von Dell, Medion, Lenovo, Apple, HP usw. verbaut werden) zusammenstecken kann. Strom und Daten. Fertig.

Das Vertriebsmonopol hat evtl Nachteile bei Nachrüstung von Autoradio, Standheizung usw. Auch ist der Tesla-Routenplaner vielleicht nicht in jedem Land der beste. Ohne Konkurrenz wird man womöglich so schikanös behandelt wie unter WINTEL "Weltmarktführer" in den 90ern und 2000-2009 bevor die ARM-Geräte und Android bzw. iOS aufkamen.
Aber daran erinnert sich natürlich kaum noch jemand...

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Klaus
Klaus

Sehr guter Artikel, sehr gute Analyse zu Kunden von E-Autos und deren Motiven. Gute Analyse, warum etablierte Hersteller den Wandel nicht schaffen.

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