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Digitale Gesellschaft

The Day We Fight Back: Aktionstag gegen die NSA am Jahrestag von Aaron Swartz‘ Tod

    The Day We Fight Back: Aktionstag gegen die NSA am Jahrestag von Aaron Swartz' Tod
The Day We Fight Back: Am 11. Februar sollen Internetseiten und Nutzer auf die Massenüberwachung der NSA aufmerksam machen. (Quelle: thedaywefightback.org)

Zum Gedenken an den Netzaktivisten Aaron Swartz rufen einige große Internet-Organisationen, darunter auch Mozilla und reddit heute am 11. Februar zum Protest gegen die massenhaften Überwachungsmaßnahmen der NSA auf.

The Day We Fight Back: Aktionstag in Gedenken an Aaron Swartz

Am 11. Januar 2013 beging der Netzaktivist Aaron Swartz Selbstmord, wohl auch getrieben durch die brutale Strafverfolgung der amerikanischen Behörden. Zum Jahrestag seines Todes rufen nun viele Organisationen, darunter unter anderem Mozilla, reddit und die Electronic Frontier Foundation zu einem Aktionstag am 11. Februar 2014 auf. Heute sollen teilnehmende Webseiten unter anderem Aktionsbanner einblenden, Abgeordnete sollen beeinflusst werden und Nutzer sollen ihre Profilbilder in sozialen Netzwerken ändern.

Initiatoren werben (zu Unrecht) mit Tim Berners-Lee

Auf der Webseite des Aktionstags begrüßt den Besucher ein Video mit Ausschnitten aus einer Dokumentation über das Leben und das Wirken von Aaron Swartz. In diesen Ausschnitten äußern sich auch berühmte Personen, darunter zum Beispiel einer der Begründer des Internets Tim Berners-Lee, zur Arbeit von Swartz. Mit dem Aktionstag selbst scheinen die besagten Personen jedoch nicht direkt in Verbindung zu stehen, zumindest sind ihre Namen nicht in der Pressemitteilung enthalten.

The Day We Fight Back: Am 11. Februar sollen Internetseiten und Nutzer auf die Massenüberwachung der NSA aufmerksam machen. (Quelle: thedaywefightback.org)
The Day We Fight Back: Am 11. Februar sollen Internetseiten und Nutzer auf die Massenüberwachung der NSA aufmerksam machen. (Quelle: thedaywefightback.org)

NSA-Reform: Abgeordnete sollten für den „USA Freedom Act“ stimmen

Laut der Webseite der Veranstalter sollen Teilnehmer und Unterstützer besondere Aktionsbanner auf ihren Internetseiten einbinden. In diesen Bannern wird dazu aufgerufen, amerikanische Abgeordnete zu kontaktieren, damit diese gegen die Verabschiedung des sogenannten „FISA Improvements Act“ stimmen. Dabei handelt es sich um Maßnahmen zur Reform der amerikanischen Geheimdienste, die den Aktivisten nicht weit genug gehen. Stattdessen sollen die Politiker für den alternativen „USA Freedom Act“ stimmen, der deutlich stärkere Einschränkungen fordert, zum Beispiel die komplette Abschaffung der Metadaten-Aufzeichnung.

Unterstützer, die nicht in den USA wohnen, sollen den Aufruf trotzdem verteilen und zusammen mit Memes für virales Potenzial in sozialen Netzwerken sorgen. Auch eine Möglichkeit sein Profilfoto in sozialen Netzwerken dementsprechend zu verändern, bieten die Initiatoren an.

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12 Reaktionen
Thomas D.
Thomas D.

Es ist klar, dass man nicht einen Bunker bauen kann, bei dem alles sicher ist. Was bringt mir ne verschlüsselte Mail, wenn ich nen Keylogger aufm Rechner habe. Nichts! Da finde ich den Ansatz vernünftiger, die schwächste Stelle mein Transfer zu schützen und zwar die Übertragung, bei der kann schließlich am leichtesten angefangen werden, wenn man nicht verschlüsselt.
@Chris Ich hab mir mal die Seite angeschaut, sieht echt vernünftig aus was die da vorhaben. Direkt zur Beta angemeldet und gevotet. Wenns so nutzerfreundlichkeit wird wie sie versprechen, kann ich mit meinen Freunden im Ausland endlich sicherer schreiben, auch wenn sie keine Informatiker sind.

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Micha
Micha

Hallo Marius, gemeint ist damit, nehmen wir an es gäbe hardwareseitig schon eine backdoor im System. Der Stern berichtete beispielsweise http://www.stern.de/digital/online/der-spion-im-usb-stecker-wie-die-nsa-auch-ohne-internet-ueberwacht-2083417.html Gehen wir gedanklich noch einen Schritt weiter und vermuten, dass auf dem Board selbst (egal ob Smartphone, Desktop-PC oder Bügeleisen) eine Art Chip verarbeitet wurde, welcher es erlaubt beispielsweise via WLan direkt auf die untersten Routinen des Systems zuzugreifen. Dann nutzt auch die Verschlüsselungssoftware nichts, da man entweder die Daten noch vor der Verschlüsselung, bei der Eingabe, abgreifen kann, btw. der Schlüssel zum entschlüsseln auch irgendwo auf dem System abgelegt ist oder beim ver-/entschlüsseln eingegeben werden muss. Es müsste auch nicht unbedingt die NSA sein, die auf jene Art und Weise vorgeht. Wer produziert denn weltweit beinahe jede Art von Elektronik die dieserorts zu erwerben ist? Wie gesagt, nur ein Gedankenspiel. Überraschen würde mich da aber nichts mehr.

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marius
marius

Also ... ich bin nicht ganz sicher was Du meinst, Micha.
Wenn ich meine Daten mit TrueCrypt/EncFS verschlüssel, kommt die Person mit direktem Zugriff auf die Festplatte auch nicht dran, da die, wie gesagt verschlüsselt sind. Natürlich sind RAM etc. problematisch....
Und ja, in der gesamten Welt, insbesondere Europa läuft etwas schief, wenn Menschenrechte (EU-MR-Charta: Datenschutz) in Friedenszeiten massiv verletzt werden.

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Micha
Micha

Ich finde es irgendwie schon ein Stück weit ironisch, dass sich so viele Gedanken darüber machen, wie sie ihre Daten softwareseitig verschlüsseln, also nach OSI Layer auf der Application Ebene. Mal rein theoretisch gedacht...Wie groß dürfte der Schrecken sein, wenn herauskäme das schon hardwareseitig Daten abgegriffen werden können, also auf der untersten Ebene. Dagegen gibt es keinen sicheren Schutz... außer mit dem großen Vorschlaghammer, kräftig auf die Platine einschlagen. Gerade deshalb begrüße ich auch diese Aktion. Im Datenkrieg nun auch gegen "befreundete" Nationen läuft mittlererweile grundsätzlich etwas falsch im System!

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politnew

Ich frage mich auch: liebes t3n-Team - wo ist euer Banner?

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André van Linn
André van Linn

Wo ist Euer Banner, liebe t3n?

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echte probleme
echte probleme

Aaron Swartz Problem war aber eher DCMA (DMCA ?) und nicht so sehr Überwachung glaube ich.
freie bücher und lehrmaterialien wären eigentlich passender glaube ich.

es gibt zig ideen die man eben herunterprogrammieren könnte (busfahrpläne, zugradar, autoradar, democracy, pressekonferenz, liquid aber besser, gebrauchtteilemärkte, tauschsysteme, gemeinsame zug.-tickets....) aber wegen abmahnungen, lizenzen für zb buspläne oder veranstaltungstermine oder FreeTV-EPGs vielleicht schnell unrentabel werden.

schaut zb mal wie tesla behindert wird.

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Peter F.
Peter F.

Die Sache mit der Verschlüsselung ist leider immernoch nicht genug verbreitet, weil sie nicht auf allen Systemen funktioniert. Nicht funktioniert wenn der Gegenüber nicht hat und einfach nicht nutzerfreundlich ist.
@Chris der Link ist echt klasse, das Unternehmen will wirklich was bewegen, wenn die das Umsetzten was sie sagen, dann geht etwas vorwärts. Geile Idee hab auch mal gevotet und geliked.

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Chris

Hey Leute, ich habe eure posts gelesen und hab ne interessante Lösung bei nem Wettbewerb gefunden. Der Service heißt Kullo und kommt aus Deutschland. http://www.kullo.net/show-love
Ich halte die Idee für revolutionär und wenn die Sach unterstützt wird dann kann das ganz groß werden.
Mein like als vote haben sie auf jeden Fall.

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marius
marius

Hallo,
Du kannst auch unter Android verschlüsseln:
http://thomas-leister.de/allgemein/android-pgp-e-mail-verschluesselung-mit-k9-und-apg/
Kostet ~ 5min, ist es aber wert.

Mit besten Grüßen
Marius

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politnew

...es wäre viel einfacher, wenn wir nicht Verschlüsseln müssten, um uns und unser Leben, das Menschenrecht Privatsphäre zu schützen.

Dafür kämpft die Aktion, also mitmachen! ;-)

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Ich
Ich

Schade das alles so kompliziert ist. Warum gibt es keine einfache Email-Verschlüsselung die jeder versteht? Enigmail für Thunderbird ist gut, aber was ist mit dem Smartphone?

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