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Ihr Tinderlein kommet: Die schönsten Beispiele zum Startup-Trend des Jahres

Ihr Tinderlein kommet: Die schönsten Beispiele zum Startup-Trend des Jahres

, wohin man wischt. Über die bekannte Dating-App spricht inzwischen zwar kaum noch jemand, dafür aber hat sich ihr Bedienkonzept fest im Startup-Geschäft etabliert. In diesem Beitrag erfahrt ihr die Gründe dafür und bekommt zehn interessante Beispiele zu sehen.

Ihr Tinderlein kommet: Die schönsten Beispiele zum Startup-Trend des Jahres

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend. (Foto: © kasahasa – istockphoto.com)

Warum das Tinder-Prinzip so erfolgreich ist

Es ist wohl so etwas wie der UX-Trend des Jahres: Das „Tinder für …“ ist nahezu alles. Klamotten, Schuhe, Musik, Haustiere. Die Zahl der , die rund um das von der beliebten Dating-App salonfähig gemachte Wischgesten-Prinzip entstanden sind, lässt sich nicht länger an einer Hand abzählen. Der beachtliche Erfolg des auf simplen „Ja oder Nein“-Swipes ausgelegten Bedienkonzepts ist einfach erklärt.

Erstens lässt sich das Tinder-Prinzip für praktisch jede Art von App einsetzen, die Nutzern eine Entscheidung abverlangt. Das kann eine Kaufentscheidung in einem Online-Shop, der Download vorgeschlagener Musiktitel oder die Wahl eines passenden Jobangebots sein. Diese Entscheidungen sind immer verbindlich und wirken sich unmittelbar auf das zukünftige Nutzererlebnis mit der App aus. Zweitens versprechen sich Startups von der daraus resultierenden Menge an schnellen und wiederkehrenden Interaktionen wichtige Informationen über die Vorlieben ihrer Nutzer, die es leichter machen, die eigene App effektiv in ein tragfähiges Erlösmodell zu überführen.

Im Folgenden stellen wir zehn passende Beispiele für Startups beziehungsweise vor, die mit dem Tinder-Prinzip zum Erfolg kommen wollen.

Tindddle: Das Tinder für Dribbble-Designer

Favorisieren oder weg damit? Tindddle will das Tindr für Dribbble sein. (Screenshot: @Femke)
Favorisieren oder weg damit? Tindddle will das Tindr für Dribbble sein. (Screenshot: Tindddle)

Dribble ist das bekannteste soziale Netzwerk für Designer. Mit der wohlklingenden App Tindddle lassen sich die Portfolio-Seiten der mehr als 300.000 Nutzer spielerisch per Wischgeste entdecken. Das Kreuz lässt den Designer verschwinden,  das Herz fügt ihn zu den Favoriten hinzu.

Truffls: Das Tinder für die Jobsuche

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Truffls. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Truffls. (Screenshot: Truffls)

Was liegt näher, als genervten Jobsuchenden die Entscheidung über den richtigen Arbeitgeber so einfach wie nur möglich zu machen? Truffls aus Deutschland macht mit seiner App genau das. Nutzer legen ein Profil an und bekommen auf Basis ihrer Vorlieben und Fähigkeiten einen passenden Job vorgeschlagen. Ganz nach dem Tinder-Prinzip heißt es dann: Will ich nicht, will ich, will ich nicht, will ich ...

Tummis: Das Tinder für Twitter-Accounts

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Tummis. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Tummis. (Screenshot: Tummis)

Twitter-Fans, die immer auf der Suche nach wertvollen Inhalten für ihre Timeline sind, könnte die App Tummis überzeugen. Tummis „matcht“ das eigene Twitter-Konto samt persönlicher Interessen mit Nutzern, die potenziell folgenswert sind. Ein Swipe nach rechts folgt der vorgeschlagenen Person, ein Swipe nach links sortiert sie aus.

Seamso: Das Tinder für Klamotten

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Seamso. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Seamso. (Screenshot: Seamso)

Wie man das Tinder-Prinzip im E-Commerce-Umfeld nutzen kann, zeigt die App Seamso. Seamso schlägt verschiedene Kleidungsstücke vor, die von Nutzern bei Gefallen favorisiert und anschließend direkt bestellt werden können. Ein simples, auf Provisionsbasis ausgelegtes Geschäftsmodell, das auch für die teilnehmenden Partnershops lukrativ sein dürfte.

Songhop: Das Tinder für Musik

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Songhop. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Songhop. (Screenshot: Songshop)

Songs per Spotify oder iTunes entdecken? Ja, das geht – angesichts der schier uferlosen Auswahl vergeht Nutzern allerdings schnell der Spaß. Songhop bedient sich daher dem Tinder-Prinzip für das Entdecken von Musik: Gefällt die Hörprobe? Swipe, speichern, kaufen. Gefällt sie nicht? Swipe und weg. Und auch das hat einen Vorteil: Die App lernt das und kann so passgenauere Vorschläge ausspielen.

Caliber: Das Tinder für Business-Kontakte

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Caliber. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Caliber. (Screenshot: Caliber)

Vor allem auf Networking-Events ist nicht immer klar, ob der Smalltalk mit einem Teilnehmer zu einem wirklichen Kontaktgewinn führt. Die App Caliber gleicht die eigenen Fähigkeiten schon vorab mit Gleichgesinnten ab. Das funktioniert in diesem Fall mit dem LinkedIn-Profil und soll für bessere, schnellere Kontakte im Businessumfeld sorgen.

Daily by Buffer: Das Tinder für Content

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Daily by Buffer. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Daily by Buffer. (Screenshot: Daily by Buffer)

Gute Geschichten und helfende Ratgeber-Artikel werden immer gerne gelesen, doch wie finde ich sie am einfachsten? Die App Daily von Buffer versteht sich als das „Tinder für Content“. Sie schlägt dem Nutzer täglich nutzwertige Inhalte aus einem aktuellen Fundus an Webseiten vor. Je öfter man in die ein oder andere Richtung wischt, desto besser werden die Vorschläge.

Shoe Swipe: Das Tinder für Schuhe

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Shoe Swipe. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Shoe Swipe. (Screenshot: Shoe Swipe)

Schuhe, Schuhe, Schuhe. Bei kaum einem anderen Kleidungsstück ist die Auswahl so groß – und schwer noch dazu. Kein Wunder, dass mit Shoe Swipe daraus eine helfende App nach dem Tinder-Rezept entstanden ist. Wisch, Klick, Wisch, Klick, Wisch, Wisch, Kaufen, Anziehen.

Glimpse: Das Tinder für Instagram

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Glimpse. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Glimpse. (Screenshot: Glimpse)

Die Macher von Glimpse sagen: „Meeting new people is awkward. We exist to make it natural.“ Entsprechend bringt die App Menschen nicht etwa auf Basis von Alter, Geschlecht oder Haarfarbe zusammen, sondern setzt auf die Macht von Instagram-Fotos. Nutzer „tindern“ sich also durch aufregende Foto-Vorschläge und entwickeln so vielleicht auch ein Interesse am Urheber.

BarkBuddy: Das Tinder für Hunde

Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Barkbuddy. (Screenshot: t3n)
Das Tinder-Prinzip als Startup-Trend: Barkbuddy. (Screenshot: BarkBuddy)

Kein Scherz, sogar Tierheime hat der Tinder-Trend erreicht. Die App BarkBuddy will herrenlosen Hunden schneller und bequemer zu einem neuen Besitzer verhelfen. Nutzer können sich per Wischgeste durch Fotos der Tiere wühlen. Entscheidet man sich für ein Herz, gibt’s ein persönliches Treffen und im besten Fall kommt der Vierbeiner dann auch direkt mit nach Hause.

Fazit: Ob sich mit dem Tinder-Prinzip auch Geld verdienen lässt, muss sich erst noch zeigen

Die gezeigten Beispiele unterstreichen die Hoffnungen, die immer mehr Startups in das einfache und vom Nutzer sofort zu verstehende Bedienkonzept legen. Gute Gründe dafür gibt es, bedenkt man, dass Tinder-Nutzer im Schnitt etwa elf mal täglich für jeweils sieben Minuten mit der Dating-App interagieren. Das ist ein beachtlicher Wert, in dem Startups zu Recht großes Potenzial zur Monetarisierung ihrer App – etwa durch Werbung oder Abonnements – sehen. Dass dies aber wirklich erfolgreich gelingen kann, muss sich erst noch zeigen: denn bisher hat auch die Dating-App Tinder noch keinen Cent verdient.

Und welche App hättet ihr gerne auf dem Smartphone, die nach dem Tinder-Prinzip funktioniert?

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Eine Antwort
  1. von nstueken am 09.12.2014 (19:27 Uhr)

    Wieso denn unbedingt ne App? Wir haben heute die Beta unserer Webseite http://www.schenkwerk.de gelauncht. Diese funktioniert nach demselben Prinzip und läuft auch als responsive Web App auf dem Smartphone! Ach so, und jetzt passend zu den kommenden Festtagen ist Schenkwerk das Tinder für Geschenke :)

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