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Growth-Hacking: Mit dieser Wachstumsstrategie hat Tinder über 1 Million Nutzer generiert

Growth-Hacking: Mit dieser Wachstumsstrategie hat Tinder über 1 Million Nutzer generiert

Die Dating-App hat in weniger als zwölf Monaten mehr als eine Million aktive monatliche Nutzer gewonnen. Wir zeigen euch, welche Wachstumsstrategien das Unternehmen dafür angewendet hat.

Growth-Hacking: Mit dieser Wachstumsstrategie hat Tinder über 1 Million Nutzer generiert

Tinder. (Foto: Denis Bocquet / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Tinder: In weniger als 12 Monaten 1 Million aktive Nutzer

Die Dating-App Tinder hat seit ihrem Start 2012 ein enormes Wachstum verzeichnet. Schätzungen zufolge könnte die bis Ende 2015 100 Millionen Nutzer weltweit erreichen. Um nach dem Start eine kritische Nutzerbasis zu erreichen, setzte Tinders Marketingteam auf verschiedene Growth-Strategien. Mit Erfolg: Tinder hat es geschafft, innerhalb von weniger als zwölf Monaten eine aktive Nutzerbasis von einer Million Menschen aufzubauen.

Wie der Produktstratege Bryan Hackett bemerkt, musste Tinder zwei große Wachstumshemmnisse überwinden: Zunächst musste das Unternehmen dem sozialen Stigma entgegenwirken, das noch immer mit Online-Dating einhergeht. Außerdem musste das Unternehmen genug weibliche und männliche Nutzer in einem ausgewählten Gebiet dazu bringen, die App zu nutzen. Denn letztlich suchen die meisten Menschen nur in ihrer unmittelbaren Umgebung nach Dates.

Tinder ist die populäre Dating-App aus den USA. Nutzer lieben vor allem das oberflächliche Bedienkonzept. Tape.tv hat sich das abgeschaut. (Foto: Tinder)
Tinder: Die Dating-App konnte in den ersten zwölf Monaten nach ihrem Launch eine Million aktive Nutzer anlocken. (Foto: Tinder)

Mit Influencern zum App-Wachstum

In der ersten Wachstumsphase bediente sich Tinder einer Strategie, die auch in den frühen Tagen von Facebook bereits gut funktioniert hat: Das Unternehmen expandierte gezielt von einem amerikanischen College-Campus zum nächsten. Um das soziale Stigma abzubauen, wählte das Unternehmen gezielt Social-Influencer aus und brachte ihnen die App näher. Dazu wurden unter anderem Vorsitzende der im amerikanischen College-System weit verbreiteten Verbindungen oder Schwesternschaften, It-Girls oder andere Personen mit vermeintlich hohem sozialen Status ausgewählt und an die App herangeführt.

Das Unternehmen sprach dazu jeweils zehn Personen in den Bars um den jeweiligen Campus an und brachte sie dazu, sich einen Tinder-Account anzulegen. Dadurch konnte das Unternehmen selbst bestimmen, welche die ersten Nutzer in einem bestimmten Gebiet waren. Bei späteren Produkt-Demonstrationen konnte Tinder dann zeigen, dass bereits attraktive Personen aus der Gegend in der App aktiv seien.

Tinder: Partys als Growth-Hack

Im weiteren Verlauf der Wachstumsbemühungen veranstaltete Tinder Launch-Partys auf verschiedenen College-Campussen. Um an den Partys teilzunehmen, mussten die Studenten sich zuvor bei Tinder anmelden. Das Konzept wurde leicht verändert beibehalten, als sich Tinder der etwas älteren Zielgruppe der 25- bis 34-Jährigen zuwandte. Dazu veranstalteten die Macher der Dating-App erstmals Partys in exklusiven Nachtclubs in verschiedenen größeren Städten. Während die Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen zuvor noch 85 Prozent der Nutzerbasis ausmachte, entfielen aufgrund dieser Maßnahmen im Oktober 2013 nur noch 57 Prozent der Nutzer in diese Gruppe.

Zu guter Letzt bleibt auch hier natürlich festzustellen, dass Tinder schlicht ein sehr überzeugendes Produkt entwickelt hat. Gerade die zwangsweise Verknüpfung mit dem eigenen Facebook-Profil und der Umstand, dass Nutzer nur bei gegenseitigem Interesse miteinander in Kontakt treten können, haben die Dating-App vom Start Weg deutlich von ihrer Konkurrenz abgehoben.

In diesem Zusammenhang können wir euch auch unseren Artikel „Ihr Tinderlein kommet: Die schönsten Beispiele zum Startup-Trend des Jahres“ empfehlen.

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