A Tiny Thread: Delicious-Gründer Joshua Schachter hat etwas Neues – einen Service für Twitter-Diskussionen

Delicious-Gründer Joshua Schachter. Foto: Joi Ito

Der neue Dienst „A Tiny Thread“ macht etwas, was Twitter selbst so nicht kann: Tweets werden wie in einem Forum als „Threads“ organisiert, so dass man den Verlauf der Konversation einfach nachvollziehen kann. Dabei können Nutzer sich bei bestehenden Kommunikationssträngen einschalten und sich so an der Unterhaltung beteiligen oder sie starten selbst einen neuen Thread zu einem bestimmten Thema.

Durch die Verwendung des Autorisierungs-Protokolls OAuth werden die geschriebenen Nachrichten ebenfalls an geschickt. „A Tiny Thread“ fügt den Nachrichten dabei einen Link zur ursprünglichen Konversation hinzu, so dass auch neue Nutzer folgen können.

Der Dienst legt offensichtlich keinen großen Wert auf eine trendige Optik, sondern kommt sehr minimalistisch rüber. So sehr dadurch auch die Kommunikation selbst in den Vordergrund gerückt wird - etwas mehr Informationen dürften es schon sein. So fehlen beispielsweise sämtliche Zeitangaben zu den einzelnen Nachrichten.

ATinyThreadAllerdings ist „A Tiny Thread“ auch noch sehr jung. Gestartet wurde der neue Dienst vom ehemaligen Delicious-Gründer und jetzigen Google-Mitarbeiter Joshua Schachter, der auch Delicious anfänglich sehr einfach gestaltet hatte. Schachter hatte erst kürzlich öffentlich bedauert, Delicious 2005 an Yahoo verkauft zu haben. Auf das Geld hätte er nun doch lieber verzichtet, um stattdessen an einem großen bedeutenden Projekt arbeiten zu können. Mit seinem neuen Dienst hat er nun womöglich einen Ersatz gefunden.

Bildnachweis: Joi Ito. Lizenz: CC BY

Weitere Artikel zu Twitter

Das interessiert dich bestimmt auch

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)