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Traumjob in der Tech-Industrie: Wir geben 10 Tipps für den Karrierestart

Traumjob in der Tech-Industrie: Wir geben 10 Tipps für den Karrierestart

Die Tech-Industrie bietet einige der interessantesten Arbeitsplätze der Welt. Aber egal ob bei einem kleinen oder einem etablierten Großkonzern, den persönlichen Traumjob bekommst du nicht geschenkt. Wir geben dir , wie du deine Einstellungschancen erhöhen kannst.

Traumjob in der Tech-Industrie: Wir geben 10 Tipps für den Karrierestart

Traumjob. (Bild: photologue_np / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Während die einen in einem hippen Startup-Büro in Berlin arbeiten wollen, zieht es andere zu einem der milliardenschweren Großkonzerne der Tech-Welt mit ihren nicht weniger stylischen Büros auf der ganzen Welt. So oder so wird man dir deinen Traumjob aber kaum hinterhertragen. Du musst etwas dafür tun und neben den notwendigen Kenntnissen können auch andere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Rik Lomas, der CTO und Mitbegründer der Londoner Coding- und Design-Schule Steer, hat auf Medium einige hilfreiche Ratschläge zu dem Karrierestart in der Tech-Branche veröffentlicht. Wir haben uns mit den zehn wichtigsten Tipps auseinandergesetzt, damit es bei dir eines Tages auch mit dem Traumjob klappt.

Tipp 1: Versteck dich nicht

Wenig überraschend ist die Tech-Branche recht versiert im Umgang mit den neuen Medien. Während der vollkommene Verzicht auf ein Konto bei einem der großen sozialen Netzwerke eine nachvollziehbare Entscheidung darstellt, erhöht es nicht unbedingt die Chancen auf einen Arbeitsplatz in der Industrie. Potenzielle Arbeitgeber werden nach deinen Profilen suchen und eine sympathische Präsenz im sozialen Netz dürfte die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch kaum verringern.

Niemand erwartet, dass du unzählige Twitter-Follower um dich scharst oder stündlich Updates über Facebook und Google+ raushaust. Dennoch solltest du die Netzwerke für deine Zwecke nutzen. Gerade auf öffentlichen Profilen kannst du schnell vermitteln, wie sehr dir bestimmte Technologiebereiche am Herzen liegen. Ein Arbeitgeber, der genau in dieser Nische arbeitet, wird einen solchen Enthusiasmus sicherlich zu schätzen wissen. Auch ein Konto bei den Business-Netzwerken Xing oder LinkedIn solltest du unbedingt in Betracht ziehen.

Tipp 2: Zeige deine Skills

Neben den sozialen Netzwerken gibt es auch andere Plattformen, die du für deinen Vorteil nutzen kannst. Als Entwickler solltest du deine Coding-Skills auf GitHub präsentieren. Damit gibst du deinem potenziellen Arbeitgeber direkt eine Kostprobe deines Könnens. Bist du ein Designer, dann könnte ein Profil auf Dribble oder einem ähnlichen Portal die gleiche Wirkung haben. Zeige dein Portfolio, immerhin willst du klarmachen, dass deine Arbeit eine Bereicherung für das Unternehmen darstellen wird.

Für alle, die nicht in die beiden oberen Kategorien passen, ist es etwas schwieriger. Wirtschaftskenntnisse oder Ähnliches lassen sich kaum adäquat in Form einer Online-Arbeitsprobe demonstrieren. Eine Alternative könnte ein Blog sein, in dem du gelegentlich über branchenspezifische Themen schreibst, um dich so von der Unzahl der anderen Bewerber abzuheben.

Der Traumjob in der Tech-Branche erfordert ein gewisses Engagement. (Bild: photologue_np / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Der Traumjob in der Tech-Branche erfordert ein gewisses Engagement. (Bild: photologue_np / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Tipp 3: Habe ein Projekt, über das du reden kannst

Wie wir dir beim letzten Tipp bereits erklärt haben, ist es immer gut, handfeste Beweise für das eigene Können zu haben. Egal ob studentische Projekte oder die Mitarbeit an einem Open-Source-Projekt: Die Erfahrung an einem großen oder kleinen Projekt gearbeitet zu haben, kann dir viele Türen öffnen. Auch dieser Tipp bezieht sich natürlich nicht nur auf Entwickler.

Wenn du beispielsweise auf den Marketingbereich abzielst, versuche frühzeitig Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln. Praktische Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen und beweist, dass du nicht nur über die theoretische Vorbildung verfügst, sondern auch tatsächlich bereit bist, die Ärmel hochzukrempeln und Probleme anzugehen.

Tipp 4: Baue dein Netzwerk aus

Wir wollen keine Diskussion über das vielbeschriebene „Vitamin-B“ anstoßen, aber es schadet nun einmal nicht, Menschen zu kennen. Ein guter Weg um Personen aus der Tech-Branche kennenzulernen, können die verschiedenen Konferenzen in diesem Bereich sein. Neben netten Gesprächen und neuen Kontakten kannst du meist noch das eine oder andere lernen. Und das stellt ja an und für sich bereits einen Mehrwert dar.

Tipp 5: Suche nach der Firma, für die du arbeiten möchtest

Nicht alle Firmen sind gleich. Ein Startup kann ein noch so tolles Arbeitsumfeld bieten – Wenn die Gründer kein vernünftiges Finanzierungsmodell haben, könnte der Spaß am neuen Job von nur kurzer Dauer sein. Ein größeres Unternehmen könnte in diesem Zusammenhang mehr Sicherheit bieten. Allerdings könnten dich hier andere Aspekte der Firmenkultur abschrecken.

Daher solltest du versuchen möglichst viel über deinen Wunsch-Arbeitgeber herauszufinden. Recherchiere im Netz, suche nach Beiträgen ehemaliger oder aktiver Mitarbeiter des Unternehmens. Vielleicht kannst du auch direkt mit einem Mitarbeiter des Unternehmens in Kontakt treten, und dich über das Arbeitsumfeld vor Ort informieren.

Tipp 6: Erstelle einen guten Lebenslauf

Der Tipp sollte eigentlich nicht überraschen, trotzdem darf die Wichtigkeit eines vernünftigen Lebenslaufs nicht unterschätz werden. Bevor du anfängst, solltest du dir überlegen, welche Informationen du in deinen Lebenslauf schreiben willst. Niemand hat die Zeit jede X-beliebige Information zu deiner Person zu lesen. Andererseits solltest du die wichtigen Punkte natürlich nicht unterschlagen. Was wichtig ist und was nicht, kann stark von dem gewünschten Arbeitgeber abhängen. Daher solltest du dich, wie in Tipp 5 beschrieben, über das Unternehmen schlaumachen.

Optisch solltest du es nicht übertreiben. Wähle eine gut lesbare Schrift und achte darauf, dass auch deine Online-Bewerbung gedruckt gut aussieht. Um dir die Erstellung des Lebenslaufs zu vereinfachen, solltest du einen Blick auf unseren Artikel „Kostenlose Vorlagen und Tools für deinen Lebenslauf“ werfen.

Tipp 7: Die erste Kontaktaufnahme

Jetzt muss euer Lebenslauf raus zu eurem zukünftigen Arbeitgeber. Der Bewerbungsprozess unterscheidet sich je nach Firma. Informier dich also vorher. Wenn du den entsprechenden Personaler anschreibst, sei freundlich und konzentriere dich in deinem Text darauf, wie du dem Unternehmen helfen kannst, nicht was deine Fähigkeiten sind. Du willst dem dortigen Team beim Wachstum helfen und nicht einfach nur irgendeinen Job haben.

Traumjob: Networking kann nie schaden und öffnet viele Türen. (Bild: Google Büros in Zürich)
Traumjob: Networking kann nie schaden und öffnet viele Türen. (Bild: Google Büros in Zürich)

Tipp 8: Das Bewerbungsgespräch

Auch wenn deine Mutter dir das so eingebläut hat, musst du nicht notwendigerweise im Anzug zum Vorstellungsgespräch. Je nach Größe und Ausrichtung der Firma dürftest du dir teilweise sogar ziemlich overdressed vorkommen. Trotzdem solltest du natürlich nicht in zerrissenen Jeans und mit Essensresten auf dem Hemd zum Bewerbungsgespräch erscheinen.

Scheu dich beim eigentlichen Gespräch nicht davor, eine starke Meinung zu vertreten. Wenn du glaubst, ein bestimmter Aspekt des Projekts bedarf mehr Aufmerksamkeit, dann sag das auch. Gleichzeitig solltest du versuchen, möglichst viel über die Arbeit in der Firma herauszufinden. Frag nach der Firmenkultur, dem Geschäftsmodell und mit wem du arbeiten würdest. Eine Zusage bringt dir nicht viel, wenn du dich bei dem Unternehmen niemals wohlfühlen könntest.

Tipp 9: Enttäuschungen gehören zum Leben

Die Technologiebranche ist ihrer Natur nach eine sehr schnelllebige. Dein Traumjob kann nicht nur an andere Bewerber gehen, das ganze Projekt könnte aufgelöst werden oder einen völlig anderen Fokus bekommen. Ablehnungen sind daher zu erwarten aber sie sollten als Chance begriffen werden.

Wenn es dir in einem bestimmten Bereich an Fähigkeiten mangelt, sollte dich das nicht demotivieren. Vielmehr solltest du es als Anreiz nehmen, dich ausgiebiger damit zu beschäftigen. So wächst du als Person und erhöhst gelichzeitig die Chancen den nächsten Traumjob tatsächlich zu bekommen.

Tipp 10: Bleib hartnäckig

Wie im vorherigen Absatz erwähnt, sollten dich Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen. Es gibt unzählige Gründe, wegen denen es sich lohnt, in der Tech-Branche zu arbeiten. Egal ob es die interessanten Menschen sind, mit denen du arbeiten wirst, oder der Umstand, dass du an spannenden Projekten mitarbeiten kannst. Wie bei allem im Leben heißt es hartnäckig bleiben und die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Viel Glück!

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Eine Antwort
  1. von skillpie am 24.04.2014 (15:27 Uhr)

    Tipp 6.1: Unterstütze deinen Lebenslauf visuell

    Viele Personalentscheider wollen sich möglichst schnell einen ganzheitlichen Überblick verschaffen. Mit skillpie kannst du dir eine Infografik erstellen – ohne Barrieren.

    http://karrierebibel.de/skillpie-in-wenigen-schritten-zur-gratis-bewerber-infografik/

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