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„Finish“ – Zwei 16-Jährige progammieren To-do-App

To-do-Apps gibt es viele – meist unterscheiden sie sich nur in Sachen Design oder . Alle aber machen im Grunde genommen das gleiche: Sie verwalten Aufgaben. Insofern ist es eher eine Seltenheit, dass eine To-do-App sich etwa in Sachen Download-Zahlen signifikant von den anderen abhebt. Die Nutzung ist oftmals entweder Geschmackssache oder einfach nur Gewohnheit. Die derzeitige Erfolgsgeschichte rund um die „Finish“ jedoch zeigt, dass auch diese App-Kategorie die ein oder andere Überraschung bereithält.

„Finish“ – Zwei 16-Jährige progammieren To-do-App

Zwei Highschool-Schüler programmierten „Finish“

Finish, App
„Finish“ setzt auf das Wesentliche: Mit zwei Fingertipps zum fertig angelegten To-do.

Reden wir erst einmal über die Macher. Dahinter stehen nämlich zwei ehemalige High School-Schüler, Ryan Orbuch und Michael Hansen, die – wie so oft – aus einer Not heraus ein Projekt aufzogen. Die beiden 16-Jährigen standen kurz vor ihren Abschlussprüfungen an der Boulder Highschool und bemerkten, wie stressig und unkoordiniert das Lernen und die Organisation dahinter für viele Schüler war. Zeiten und To-dos mussten koordiniert werden und bei der Fülle an Aufgaben fingen viele an zu verzweifeln – teilweise sogar die Eltern, wie Ryan Orbuch in einem FOX-News-Interview erzählte.

Finish,-Macher Ryan Orbuch und Michael Hansen
Die beiden Finish,-Köpfe Ryan Orbuch (re.) und Michael Hansen (li.).

Aus dieser Lage heraus entstand die Idee zu „Finish“, deren Start jedoch keines Falles einfach war. „We didn't know where to start for a while. It was kind of scary, in that we really did have no idea what we were doing“, sagte Ryan Orbuch. Man hatte zwar bereits ein paar Erfahrungen im Coden gesammelt, jedoch nicht genug, um eine komplette iOS-Applikation zu realisieren. Die beiden US-Amerikaner fingen also an, sich tiefergehender mit ihrem Projekt zu beschäftigen und lernten erst einmal einige Programmier-Basics, holten sich aber auch Meinungen von Nutzern ein, indem sie in Foren schrieben und einige Mockup-Videos online stellten. Eine ganze Menge Arbeit für ein Projekt, welches erst einmal nur nebenbei geführt wurde. Umso naheliegender dann auch der Name für die Applikation, als diese dann endlich abgeschlossen wurde: „Finish“ war geboren.

„Finish“ – auf das Wesentliche konzentrieren

Doch was ist nun das Besondere an „Finish“, abgesehen davon, dass zwei 16-Jährige ohne nennenswerte Erfahrungen die App programmiert haben? Im Grunde genommen ist es die Einfachheit, die sie so beliebt macht. Man benötigt nur zwei Klicks, um eine Aufgabe zu erstellen. Die Kategorisierung in „Short-“, „Mid-“ oder „Long“-Term-Aufgaben übernimmt „Finish“ indes von alleine. Mit einem Fingerwisch können die Aufgaben nachträglich besonders gekennzeichnet werden. Ganz „social“ können sie auch via Facebook und Twitter geteilt und logischerweise nach der Bearbeitung als verändert oder erledigt markiert werden. Alles in allem fühlt sich das Dashboard sehr intuitiv an.

Das spiegelt sich auch in den Download-Zahlen wieder – schaut man sich diese an, wird klar, dass die beiden Jugendlichen etwas richtig gemacht haben müssen. Apple veröffentlichte „Finish“ am 16. Januar und seitdem geht es steil bergauf mit der To-do-App. Noch am selben Tag rangierte der Neueinstieg in der Kategorie „Productivity“ auf Platz Eins und machte es sich zudem in den Top-50 der „All-Apps“-Kategorie bequem. Bis Ende März wurde „Finish“ 14.500 Mal in 50 Ländern heruntergeladen, durchschnittlich bewertet mit 4,5 (von fünf) Sternen. Ein Erfolg, der Ryan Orbuch und Michael Hansen antreibt weiterzumachen: „With such a significant launch user base after a couple of weeks, there is a ton of expansion potential. We've been lucky to talk to amazing people about some ideas for the future, partnerships.“

Hansen, der sich um die technische Arbeit in dem Projekt kümmert, hat schon ein erstes Update herausgebracht und es gibt tatsächlich nicht viele Kritikpunkte an der App. Im Grunde gibt es nur einen ganz speziellen: dass die iOS-Applikation noch nicht in Deutschland erhältlich ist. Bei dem aktuellen Trend und dem Erfolg von „Finish“ sind wir uns jedoch sicher, dass sich auch diese Kritik bald in Luft auflöst.

[Update 13:58 Uhr: Für iPhone, iPod und iPad ist die App in Deutschland verfügbar]

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7 Antworten
  1. von Cihan am 08.04.2013 (13:23 Uhr)

    Sorry, aber 14.500 Download sind doch kein wirklicher Erfolg ;)

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  2. von Benny Lava am 08.04.2013 (13:57 Uhr)

    Was ist denn da das Besondere? Sowas bekommt man doch in einer Woche hin. Auch als 16jähriger.

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  3. von sdfsd am 08.04.2013 (13:57 Uhr)

    wenn die keine ahnung vom code hatten wird der code auch dementsprechend grausig aussehen.

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  4. von Andreas Weck am 08.04.2013 (14:02 Uhr)

    Sie HATTEN als die Idee entstand wenig Ahnung und haben gelernt zu coden. Und das BESONDERE ist der dolle Erfolg. Gruß.

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  5. von chillma am 08.04.2013 (19:27 Uhr)

    Mh ich seh da jetzt auch keine Besonderheit an der app. Meiner Meinung nach fällt die schon durch, weil allein die Typo grausig ist. Designtechnisch müsste aufjedenfall noch was geändert werden.

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  6. von pixelfreak am 09.04.2013 (08:40 Uhr)

    Das Video in diesem Beitrag hat viel versprochen und ich bin direkt in den AppStore. Als ich dort ausschließlich Sterne und keine Rezession gesehen habe und mir dazu die schlechte Typo (welche in den App-Screens deutlicher zu erkennen war, als hier im Video) sofort in die Augen gestochen ist, habe ich das lieber gelassen. Ziemlich unleserlich und leider typografisch nicht ganz durchdacht .. werde bei wunderlist bleiben ;)

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  7. von micxer am 02.05.2013 (13:57 Uhr)

    Ich seh jetzt nicht, wo das soviel anders ist, als Any.Do (https://itunes.apple.com/de/app/any.do-to-do-list/id497328576?mt=8), nur das Any.Do auch noch ein Webinterface mit Sync hat. Und es sieht IMHO auch besser aus.

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