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Diese interaktive Karte zeigt, wie wichtig das Tor-Netzwerk inzwischen für Deutsche ist

Diese interaktive Karte zeigt, wie wichtig das Tor-Netzwerk inzwischen für Deutsche ist

Wer im Internet anonymisiert surfen will, setzt häufig auf das Tor-Netzwerk. Eine interaktive Karte zeigt jetzt, wie rasant das Projekt in den letzten Jahren gewachsen ist.

Diese interaktive Karte zeigt, wie wichtig das Tor-Netzwerk inzwischen für Deutsche ist

(Screenshot: TorFlow)

Das Tor-Netzwerk hat seit den Snowden-Leaks enorm an Bedeutung gewonnen

Tor: Nutzerzahl schlagartig verdoppelt (screenshot: theregister)
Tor: Nutzerzahl im August 2013 schlagartig verdoppelt (Screenshot: TheRegister)

Das Tor-Netzwerk dürfte inzwischen auch bei Netz-Nutzern bekannt sein, die weniger auf Anonymisierung setzen, sondern eher mit herkömmlichen Tools im Netz surfen beziehungsweise Informationen austauschen. Das Tor-Projekt ist nicht zuletzt durch die Snowden-Leaks in den letzten Jahren schlagartig auf den Schirm größerer Medien geraten, die dem Projekt mit ihrer Berichterstattung zweifelsohne zu höherer Bekanntheit außerhalb der Szene verholfen haben. Im August 2013 gab das Tor-Projekt beispielsweise bekannt, dass sich die Nutzerzahlen schlagartig verdoppelt hätten – alleine durch das Bekanntwerden des Prism-Programms.

Um Tor kurz erklären: Sobald ein Nutzer über Tor surfen will, erstellt ein zuvor heruntergeladener Client eine Liste aller verfügbaren Tor-Knoten, die momentan aktiv sind. Im zweiten Schritt wird dann eine Route über drei verschiedene Knoten zum Empfänger aufgebaut, die zudem alle zehn Minuten verändert wird. Das Prinzip beruht auf dem sogenannten Onion-Routing und verschafft den Nutzern die Möglichkeit, sich vor der Analyse des persönlichen Datentransfers zu schützen. So viel zur Theorie.

Wie rasant sich das Tor-Netzwerk zuletzt entwickelt hat, zeigt diese interaktive Karte

TorFlow visualisiert Datenströme des Tor-Netzwerks. (Screenshot: TorFlow)
TorFlow visualisiert Datenströme des Tor-Netzwerks. (Screenshot: TorFlow)

Und jetzt zum spaßigen Teil: Auf einer interaktiven Karte können Interessierte jetzt die Datenströme seit 2007 bis in die heutige Zeit zurückverfolgen und sehen, wie sich die Bandbreite in den letzten Jahren um ein vielfaches erhöht hat. Vor allem in Europa hat Tor unglaublich an Relevanz gewonnen. Innerhalb Europas sticht vor allem Deutschland aus der Visualisierung heraus. Die Datenpakete werden als blaue Punkte dargestellt, die vom Anonymisierungsnetzwerk über die ganze Welt transportiert werden.

Programmiert hat die TorFlow-Karte übrigens das Unternehmen Uncharted. Ein kurzer Test ergab, dass die Karte am besten im Chrome- und Safari-Browser funktioniert. Besucher könnten in der unteren Mitte den Zeitraum der Beobachtung bestimmen und am linken Bildschirmrand verschiedene Details auf der Karte an- und ausschalten. Viel Spaß mit diesem Linktipp!

Übrigens, es ist noch gar nicht solange her, dass Edward Snowden das Tor-Netzwerk zusammen mit vier weiteren Tools in Sachen anonymisiertes Surfen empfohlen hat. Werft auch in den t3n-Artikel „SpiderOak, Tor und Co. – 5 Tipps und Tools von Edward Snowden für mehr Privatsphäre im Netz“ einen Blick hinein.

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