Mit dem Tornado Web Server gibt Facebook einen wesentlichen Bestandteil der Real-Time-Technologie von FriendFeed als Open Source frei. Das in Python geschriebene Framework Tornado wurde dazu entwickelt, mit mehreren tausend simultanen Serveranfragen umzugehen und ist daher ideal für den Einsatz bei Echtzeitfunktionen. Damit hat Facebook einen Monat nach der überraschenden Übernahme von FriendFeed einen weiteren Coup gelandet: Statt das Ende für FriendFeed bekanntzugeben, macht Facebook das genaue Gegenteil und gibt dessen technologische Basis als Open Source frei.
Bei Facebook hält man die Veröffentlichung von nützlichen, infrastrukturellen Web-Komponenten unter Open-Source-Lizenzen, für einen Weg, Innovationen im Internet zu beschleunigen, erklärt David Recordon, Open-Source-Beauftragter bei Facebook. Insgesamt werden die Webentwicklungen auf eine breitere technologische Basis gestellt. Neben traditionellen Stacks wie Linux, Apache, MySQL und PHP, werden zukünftig auch infrastrukturelle Werkzeuge wie eben Tornado oder auch Cassandra, Hive, memcache oder andere Open-Source-Projekte von Facebook und anderen eine Rolle spielen. Weitere technische Details von Tornado erklärt der Director of Products, Bret Taylor in einem Blogpost.
Die Entwickler von Real-Time-Anwendungen wird diese Meldung sicher freuen, bekommen sie mit Tornado doch ein bereits weit entwickeltes neues Framework dazu. Doch auch für den Normalanwender könnte sich die Tornado-Freigabe schon bald positiv bemerkbar machen, denn Web-Anwendungen mit Real-Time-Funktionalitäten sind smart und sexy und werden sicher einen wichtigen Anteil zukünftiger Web-Entwicklungen einnehmen.
















