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Tracking: Datenschützer wollen gegen Google Analytics vorgehen

Datenschützern ist der Einsatz der kostenlosen Webstatistiklösung Google Analytics schon lange ein Dorn im Auge und nun wollen sie Webseitenbetreiber notfalls auch über Sanktionen zu einem Verzicht auf Google Analytics drängen. Die von Bund und Ländern stören sich vor allem daran, dass den Seitenbesuchern keine Möglichkeit gegeben wird, das Tracking abzulehnen (Opt-out) und dass die Daten von auf Servern in den USA gespeichert werden.

Der Fachanwalt für IT-Recht Thomas Stadler fragt sich, warum die Datenschützer es nur auf Google Analytics abgesehen haben:

„Interessant hieran ist in jedem Fall, dass man sich gerade an Google Analytics festbeißt, nachdem Tracking-Technologien insgesamt weit verbreitet sind und vielfach eingesetzt werden, z.B. im Bereich des Affiliate-Marketing.“

Zudem würden auch andere Dienste Daten über die virtuellen Ländergrenzen schicken, auch ohne dafür mit Sanktionen bedroht zu werden. Google könnte nach seiner Auffassung die Diskussion durch eine striktere Anonymisierung von IP-Adressen und eine Änderung der Nutzungsbedingungen entschärfen.

Auch t3n verwendet Google Analytics für das Tracking. Seit einiger Zeit haben wir parallel dazu die Open-Source-Alternative Piwik im Einsatz. Sie erlaubt im Gegensatz zu Google Analytics eine lokale Speicherung der Tracking-Daten.

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8 Antworten
  1. von Felix Nagel am 25.11.2009 (10:40 Uhr)

    Ich frage mich warum sich über alle anderen Tracker keiner beschwert. Die kann man auch nicht opt-in mäßig ablehnen. Darüber beschwert sich keiner. Sehr eigenartig.

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  2. von bjoernschaller am 25.11.2009 (10:43 Uhr)

    Wie bereits im Artikel oben erwähnt werden die Daten von Google Analytics auf Servern in den USA gespeichert. Andere Dienste schicken Ihre Daten auch ins Ausland. Verstehe nicht warum hier nur Google Analytics angegriffen wird.
    GA ist eine gute und kostenlose Lösung welche auch ich gerne weiter verwenden möchte.

    Für große Projekte empfehle ich Webtrekk. Sitzt in Berlin. Deutscher und sehr guter Support und die Server stehen in Deutschland (z.B. Nürnberg)

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  3. von Falko am 25.11.2009 (10:51 Uhr)

    Es ist indirekt möglich Google Analytics (GA) zu unterbinden. Ich verwende teilweise den Mozilla Firefox mit den NoScript Add-On. Mit diesem lässt sich GA ganz einfach verbieten, bzw. im umkehrschluß gar nicht erst erlauben.

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  4. von Felix Nagel am 25.11.2009 (10:54 Uhr)

    Aja, das aber unsere Regierung unsere Bankdaten den USA (und diese an viele weitere Länder) weitergeben will (Stichwort SWIFT) ist dann aber vollkommen in Ordnung?
    Alle meine Krankendaten auf irgendeinem staatlich geführten (die sind ja für Sicherheit bekannt!1!!!11!) zu lagern ist auch ne super Sache.
    Über Vorratsdatenspeichcerung, Kennzeichenerfassung und GPS Tracking reden wir mal lieber gar nicht. Schließlich gehtes hier um anonymisierte IP Adressen.

    Das is doch bar jeder Logik.

    Ich bin für Datenschutz, aber doch bitte so das es Sinn macht. Zum Beispiel Bahn, Telekom und Co mal zu _empfindlichen_ Strafen veurteilen, so das es sich lohnt mal ein paar zusätzliche

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  5. von Falk Hedemann am 25.11.2009 (11:05 Uhr)

    Ich denke hier ist der Gesetzgeber gefordert, nicht die Datenschützer.

    Diese Diskussion zeigt doch mal wieder eines ganz deutlich:

    Unser Datenschutzrecht und auch das der EU bedarf einer gründlichen Überholung, damit es wieder zeitgemäß und logisch wird.

    Und für die Zukunft sollte sich eine Arbeitsgruppe mit aktuellen Entwicklungen und Problemen zeitnah auseinander setzen, damit sich solche Gräben zwischen der gesetzlichen und der realen Welt nicht wieder auftun.

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  6. von toll am 26.11.2009 (12:06 Uhr)

    wer nichts zu verbergen hat, dem kann das doch scheissegal sein. langsam muss man denken, dass alle datenschützer sich kinderpornos ziehen.

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  7. von Horstl am 26.11.2009 (23:53 Uhr)

    @toll: "wer nichts zu verbergen hat, dem kann das doch scheissegal sein." Kannst du mir mal deine Kontonummer+Telefonnummer geben? Und hey - zu verbergen hast du doch nix oder?....

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  8. von tom am 15.12.2009 (22:49 Uhr)

    ich war so frei und habe einmal recherchiert.
    Die Webseite der "Dienststelle des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit" wurde erstellt
    mit http://www.government-site-builder.de (siehe quellcode von http://www.bfdi.bund.de)
    Leistungsmerkmale des Government Site Builder
    Version 4.0 (Stand Februar 2009)
    u.a. Zugriffsstatistiken (Webalizer, auf Anforderung AWStats)
    The Webalizer is a fast, free web server log file analysis program:
    Fully supports IPv4 and IPv6 addresses. Includes built-in distributed DNS lookup capability and native Geolocation services.
    ..und AWstats kann noch mehr:
    * Number of visits, and number of unique visitors,
    * Visits duration and last visits,
    * Authenticated users, and last authenticated visits,
    * Days of week and rush hours (pages, hits, KB for each hour and day of week),
    * Domains/countries of hosts visitors (pages, hits, KB, 269 domains/countries detected, GeoIp detection),
    * Hosts list, last visits and unresolved IP addresses list,
    * Most viewed, entry and exit pages,
    * Files type, usw.

    die Datenschützer haben mit Ihrem CMS die gleichen trackings wie bei GA.
    mehr kann man dazu nicht sagen.

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