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Yandex stellt völlig neuartigen Browser im minimalistischen Design vor

Yandex stellt völlig neuartigen Browser im minimalistischen Design vor

Der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex hat die Alpha-Version seines neuen Browsers vorgestellt. Der Yandex-Browser soll mit einem minimalistischen die Webinhalte in den Mittelpunkt stellen.

Yandex stellt völlig neuartigen Browser im minimalistischen Design vor

Startseite des Yandex-Browsers mit Favoriten. (Screenshot: Yandex/t3n.de)

Neues Design: Der Yandex-Browser will transparent sein. (Screenshot: Yandex)
Neues Design: Der Yandex-Browser will transparent sein. (Screenshot: Yandex)

Internet-Browser hätten sich in den vergangenen 20 Jahren – anders als das Internet – nicht groß verändert, zeigt sich der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex überzeugt und findet es deshalb an der Zeit, das Design grundlegend zu ändern. Statt einen Blick durch ein quadratisches Fenster auf unveränderlichen Content zu gewährleisten, sollten moderne sich auf Interaktion und Personalisierung konzentrieren, wie es in einer entsprechenden Yandex-Mitteilung heißt.

Der neue Yandex-Browser hält sich dementsprechend in minimalistischem, fast transparentem Design sehr im Hintergrund und passt sich dem Farbschema der dargestellten Inhalte an. Die Adressleiste etwa ist nicht dauerhaft eingeblendet, stattdessen ist ganz oben der Name der Website zu sehen. Will man eine neue Seite ansteuern oder etwas suchen, klickt man auf die Zeile mit dem Namen, dann öffnet sich eine Leiste mit einer Suchbox, die Details und weitere Vorschläge zur Anfrage anzeigt.

Interessant ist auch, dass der Yandex-Browser die geöffneten Tabs unten am Bildschirmrand in schick aussehenden Boxen ablegt, die je nach Website unterschiedlich eingefärbt sind. Wie die Einstellungen, die Adressleiste und das Kreuz zum Schließen hebt sich auch der Pfeil zum Zurückkehren auf die vorhergehende Seite nur leicht vom Hintergrund ab. Auch das unterstreicht den Versuch, mit dem Yandex-Browser möglichst das Weberlebnis zu unterstützen.

Der Yandex-Browser steht in der Alpha-Version zum Download für Windows-PC und OS-X-Computer bereit. Da es sich aktuell noch um eine Alpha-Version handelt, kann es noch zu Bugs bei der Bedienung und zu Problemen bei nicht ganz so leistungsstarken Systemen kommen.

via winfuture.de

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30 Antworten
  1. von glamrac am 28.11.2014 (11:03 Uhr)

    Vielleicht kommt ja dadurch ein wenig Schwung in den Browser Markt. Schaden kann es also nicht ;)

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  2. von Carsten am 28.11.2014 (11:14 Uhr)

    Sehr nette Idee. Sieht am Mac einfach genial aus.

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  3. von Peter am 28.11.2014 (11:21 Uhr)

    Sollte man russischen Browsern Vertrauen? Ich habe da kein Wohles Gefühl.

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    • von Thomas am 28.11.2014 (12:29 Uhr)

      Wir vertrauen ja auch den amerikanischen Browsern.

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    • von Коля am 28.11.2014 (12:29 Uhr)

      @Peter: Hast Du bei NSA Browsern ein gutes Gefühl? Diese Hetze gegen Russland und China nervt nur noch...

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      • von Peter am 28.11.2014 (12:37 Uhr)

        BND & Co. sind aber nicht nach meinen Passwörter und Kontoen hinterher.

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      • von Коля am 28.11.2014 (15:01 Uhr)

        @Peter: Denkst Du im Ernst, dass der russische Suchmaschienen-Gigant an deine Kontodaten will?! Enttäusche mich nicht ....

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      • von coder am 28.11.2014 (15:30 Uhr)

        @Kora

        Es geht um Technologie und nicht um Politik.
        Doch für Endkunden geht es um mehr als das.
        Für sie ist nicht nur "was" entscheidend, sondern auch bei "wem" (Image, PR). Vor allem, wenn sich Produkte sehr ähneln.
        Wenn ein Produkt tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal und Alternativlos wäre, dann spielten solche Faktoren weniger eine Rolle.

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      • von Коля am 28.11.2014 (17:22 Uhr)

        @coder

        Eben. Das meine ich auch. Mich stört nur das einige sofort mit Vorurteilen anfangen, ohne sich mit dem Produkt auseinanderzusetzen.
        Ich habe den Browser übrigens auf Windows ausprobiert und wieder gelöscht. In Vergleich zu mac ist die win Version noch kein eye-candy.
        Gruß

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    • von AnJo am 29.11.2014 (22:44 Uhr)

      Bitte verhaut mich nicht, aber ich kann dieses komische Gefühl im ersten Moment gut nachvollziehen. Doch nach viel Grübeln bin ich mir sicher, dass diese Furcht vor allem 1. auf Unwissenheit und 2. auf einem Trugschluss beruht. Erstens wissen wir, die wir nicht selbst dort gelebt haben, nichts, aber auch gar nichts über Russland, über die Menschen und die Verhältnisse dort. Und zweitens erliegen wir allzu gerne dem Trugschluss, dass Vertrautes vertrauenswürdig(er) ist. Am Beispiel des Chrome-Browsers lässt sich dies gut verorten.

      Den Yandex-Browser hab ich übrigens – nachdem ich mit etwas Anlauf über meinen Schatten gesprungen bin – ausprobiert und surfe nun seit Stunden damit. Und ich bin – obwohl ich persönlich weder Chromium- noch Webkit-Fan bin – so angetan, dass ich wohl erst einmal dabei bleiben werden und weiter testen, bis die Drähte glühen. Es mögen nur Kleinigkeiten sein, die die Yandex-Macher da ausgetüftelt haben, aber sie gefallen mir sehr gut!

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  4. von Toni am 28.11.2014 (12:28 Uhr)

    Ob dich nun die Russen, Amerikaner, Chinesen oder der BND ausspionieren? Spielt das wirklich eine Rolle?

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  5. von coder am 28.11.2014 (13:00 Uhr)

    Ich verstehe nicht, was an dem Browser neu sein soll.
    Oben ist die standard Adressleiste weg, ein Video im Hintergrund, Blur-Effekt. Und jetzt?
    Der standard Nutzer wird sich das angucken. Nicht verstehen, wo man die URL eingibt. Es wieder weglegen. Ein anderer wird sich ärgern, dass sein Laptop von 2008 ruckelt, weil es Videos nicht gut abspielen kann. Es wieder weglegen.
    Außer PR ist das eigentlich nichts. Unter der Haube ist es sowieso WebKit in den Apple, Google und Co. die Zeit investieren. Einen dritten Mitspieler im Browsermarkt sehe ich hierbei auch nicht aufkommen

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  6. von IT Admin am 28.11.2014 (13:12 Uhr)

    Der Browser sieht auf den ersten Blick gut aus.
    Wenn man die Buttons in der Mitte drehen kann, wie man will, wäre es eine gute Funktion. Dieses Design erinnert an die Suchmaschine BING wegen des Hintergrunds. Bing hat ja mit dieser Idee gute Erfahrungen gemacht.

    Wegen Datenschutz: Man weiß ja nie, was mit unseren Daten passiert, wenn wir einfach online sind. Deswegen kann ich dazu nichts sagen.

    Ich persönlich bin an Google Chrome gewohnt - schnell und nichts überflüssiges :)

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  7. von Mr Brown am 28.11.2014 (15:47 Uhr)

    Also eigentlich ist das nichts anderes als die aktuelle Suchfunktion "Spotlight" von Mac!

    Nur das bei Mac und Win die Browser bzw. Fenster nicht transparent sind, was eigentlich auch jeder schnell ändern könnte der es mag.

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  8. von fluxx am 28.11.2014 (16:26 Uhr)

    Die Idee gefällt mir, bei der Umsetzung finde ich die Tab-Leiste unten noch suboptimal. Erstens, weil es ungewohnt ist und zweitens, weil in der Summe fast wieder genauso viel Platz verwendet wird, wie in anderen Interpretationen von Chromium. Lieber keine Tab-Leiste oder eine schlichte Integration, das dürfte IMO besser ins Gesamtkonzept passen.

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  9. von Matthias am 28.11.2014 (20:03 Uhr)

    Sehr sehr schicke Aufmachung. Habe mir die Alpha-Version geladen und ehe ich mich versehen habe eine Stunde damit im Netz gesurft.

    Wenn die finale Version raus kommt, wird das wohl mein Hauptbrowser für das "reine" Surfen.

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  10. von Peter am 28.11.2014 (20:30 Uhr)

    Als Entwickler für einen Webbrowser sollte man zumindest die eigene Webseite benutzerfreundlich entwickeln:

    http://browser.yandex.com/future/

    Wann kapieren die tollen hippen Wenentwickler endlich, dass JavaScript nicht Standard ist im Web! Dan kann man direkt auf Flash-Only-Websites setzen. Ich surfe generell ohne aktivieren JavaScript und es ist wie eine Krankheit: Webseiten die ohne JavaScript entweder leer sind, per Werbung überdeckt werden oder einfach nicht funktionieren (nicht mal Verweise sind nutzbar).
    Bei manchen Seiten fehlen sogar die Bilder der Artikel.

    Wenn man schon 100% auf JavaScript setzt, dann ist ein Hinweistext ja wohl nicht zu viel Verlangt....

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    • von coder am 28.11.2014 (21:33 Uhr)

      Naja, komm, die Webseite sieht gut aus.

      Wer Javascript nicht einschaltet, der kann kein early adopter sein.

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      • von Carsten am 28.11.2014 (21:55 Uhr)

        Das müsste eigentlich jeder Frontend-Entwickler wissen: JavaScript ist die letzte Schicht, die HTML und CSS folgt. Sprich, eine Website muss auch ohne JS funktionieren.

        Stichwörter Progressive Enhancement, Barrierefreiheit und wie erwähnt Usability.

        Ich finde die verlinkte Website im Bereich Usability ebenfalls zum Fürchten.

        Aber hier soll's ja nicht um die Website gehen ... ;-)

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    • von coder am 28.11.2014 (22:34 Uhr)

      Das ist richtig. Hier geht es nicht um die Webseite.

      Eher geht es um das die Fähigkeit ein Produkt am Markt auszutesten, um schnell den richten Pfad zum Kunden zu finden.

      Yandex bietet keine Software Dienstleistung an. Es ist die Suche nach dem richtigen Produkte für die breite Masse.

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    • von Bastey am 29.11.2014 (17:52 Uhr)

      Dein ernst? Javascript hat sich mit den Jahren stark weiterentwickelt und ist definitiv eine Schlüsseltechnologie, die man gerne voraussetzen darf. Alles andere ist Quatsch.

      Natürlich sollte das kein Freifahrtsschein für die "Macher" sein, eine Website unbedienbar zu machen. Aber wer Javascript deaktivert, sollte damit rechnen bestimmten Nachteilen ausgesetzt zu sein. Und dann gibt es eben nur eine Planpage. Pech gehabt. Irgendwo müssen wir uns ja auch weiterentwickeln. Wie sonst soll der Sprung zu Webapps auf dem Desktop sonst funktionieren, wenn nicht durch das beste UI überhaupt.

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      • von Konrad am 30.11.2014 (17:43 Uhr)

        Kann dem nur zustimmen. Natürlich sollte es Fallback-Lösungen geben, die eine Seite auch ohne JavaScript benutzbar machen. Aber wer in der heutigen Zeit JavaScript beim Surfen deaktiviert, der muss sich im Klaren sein, dass er dadurch einige Funktionen und Erfahrungen verliert.

        Genau so könntest Du sagen, dass Du Bilder deaktivierst oder Stylesheets.

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  11. von Marco.Willi am 30.11.2014 (14:03 Uhr)

    Interessant. Gleich mal laden und anschauen.

    Dass die Website nicht ohne JS geht find ich auch nicht gut, aber kein Beinbruch. Muss ich halt zwei Klicks mehr machen. Aber als alter Webentwickler stört es schon ein wenig, die Effekte hätte man ähnlich auch mit CSS3 machen können.

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    • von Marco.Willi am 30.11.2014 (21:12 Uhr)

      Wow... krass. Übernimmt einfach mal ungefragt meinen kompletten Verlauf inkl. Anmeldedaten aus Firefox! WTF? Mozilla schützt das ja mal richtig gut... :-/

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      • von Anjo am 01.12.2014 (02:28 Uhr)

        Also ich wurde beim ersten Aufruf gefragt, ob ich die Daten aus einem anderen Browser übernehmen will. Wollte ich nicht – wurden auch nicht. Soweit ich weiß, kann jeder Browser Verlaufsdaten, Favoriten und Fomulardaten anderer Browser lesen. Oder gibt es einen, der seine Daten auf der Festplatte (und ggfs. in der Wolke) verschlüsselt?

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      • von Marco.Willi am 01.12.2014 (09:01 Uhr)

        Für den Bruchteil einer Sekunde bekam ich auch die Meldung angezeigt, ob ich das übernehmen möchte. Wurde aber übersprungen und durchgeführt.
        Ist schon ein etwas beunruhigendes Gefühl wenn ein Programm so ohne weiteres ALLE deine Kennwörter für Webseiten ausliest (und wer weiss was damit macht)!

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      • von AnJo am 01.12.2014 (10:15 Uhr)

        Es ist in der Tat so, dass wir bei kaum einem Programm – ob Yandex, Firefox oder einfache Texteditor – wissen, was es mit unseren Daten macht, es sei denn, wir promovieren über eine spezifische Software. Es beruhigt zumindest mich, dass der Yandex-Browser – ganz im Gegensatz zu den anderen auf meinem Rechner – nur einmal bei Start kurz versucht, auf den "Turbo-Server" zuzugreifen und das war's dann auch. Allerdings weiß ich nicht, was er dort nachschauen will, weil ich den Turbo ja auch gar nicht eingeschaltet habe.

        In Deinem Fall könnte das automatische Weitergehen aus dem Dialog ja auch ein Bug (Windows-Version?) gewesen sein. Wurden denn während oder nach der Installation Daten verschickt?

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      • von Marco.Willi am 01.12.2014 (11:18 Uhr)

        Ich glaub nicht, weiß aber nicht mehr genau, wann die Firewall zum ersten Mal anschlug.
        Bug könnte gut sein.
        Wie dem auch sei, das lässt mich definitiv nochmals über den Umgang mit Kennwörtern und Browsern nachdenken...

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      • von coder am 01.12.2014 (19:07 Uhr)

        Bei mir auch. Der Yandex Browser fragte mich, ob er meine Chips und die Cola trinken darf. Ich sagte, nein. Aber während der Installation melde dich sich Mac OS und sagte "Wollen Sie Yandex erlauben auf die Chips und Cola in ihrem Schlüsselbund zuzugreifen?". Ich sagte selbstverständlich "Nein". So hungrig diese kleinen Browser Heut zu Tage.

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      • von Anjo am 01.12.2014 (19:32 Uhr)

        Passwörter und private Daten – okay! Aber wenn eine Software jetzt schon an mein Junkfood will, sehe ich rot!!! *rattattattattatt*

        Das mit den Passwörtern ist schon so eine Sache. Ich kenne Leute, die die gar nicht im Browser speichern. Ich persönlich habe mich damit abgefunden, dass ich immer tausend Kompromisse machen muss. Wenn ich mich an die “heiligen” Regeln halten würde, käme ich gar nicht mehr vom Fleck. An dieser Stelle würde ich mich freuen, wenn es endlich mal eine einigermaßen sichere Alternativtechnik gäbe …

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