Drücke die Tasten ◄ ► für weitere Artikel  

Trapit: Neuer iPad-News-Aggregator mit einem Schuss künstlicher Intelligenz

News-Aggregatoren gibt es mittlerweile reichlich, auch auf dem iPad. Die meisten nutzen dazu die persönlichen Streams von Facebook und Twitter, doch es gibt auch Ausnahmen – wie Trapit. Der von den Siri-Entwicklern stammende Aggregator setzt auf künstliche Intelligenz und lernt durch Bewertungen.

Trapit: Neuer iPad-News-Aggregator mit einem Schuss künstlicher Intelligenz

Trapit: Intelligenter News-Aggregator kommt auf das iPad

Trapit, über den wir bereits vor einem Jahr berichtet haben, ist aus dem Projekt CALO (Cognitive Assistant that Learns and Organizes), das von der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) mit 200 Millionen US-Dollar gefördert wurde, hervorgegangen. Die DARPA darf sich übrigens auch eine der Hauptrollen bei der Entwicklung des Internets auf die Fahne schreiben, während das Projekt CALO mit dem iOS-Sprachassistenten Siri ebenfalls schon ein erfolgreiches Projekt auf der Habenseite verbuchen konnte. Die künstliche Intelligenz, die in ähnlicher Form auch Siri antreibt, befähigt Trapit nun auch auf dem dazu, aus einer Vielzahl von über 100.000 Quellen die passenden Inhalten zu vorgebenen Themen herauszusuchen.

Der News-Aggregator Trapit hat auf dem iPad eine schicke Oberfläche, auch wenn einige Bilder auf dem Retina Display etwas verschwommen wirken und es beim vertikalen Blättern zwischen den „Traps“ gelegentlich etwas hakt.

Die Nutzervorgaben werden als „Trap“ bezeichnet, was man frei übersetzt als eine „Falle für Themen“ bezeichnen könnte. Mit dem Keyword „Social Media“ werden demnach die interessantesten Artikel aus diesem breiten Gebiet aggregiert, die gerade aktuell sind. Nach meinem ersten Eindruck funktioniert das auch sehr gut. Die ersten Ergebnisse lassen sich dann aber auch noch verfeinern, indem man einzelne Funde bewertet. Trapit merkt sich das und verfeinert entsprechend seine Einstellungen.

Je spezieller die Suchbegriffe werden, umso dünner wird naturgemäß auch der Output. Dennoch hat Trapit gegenüber den Social-News-Aggregator wie Flipboard einen entscheidenden Vorteil: Als Nutzer muss man sich keine wirkungsvollen und themenorientierten Streams aufbauen, um auch themenorientierte Ergebnisse zu erhalten. Trapit findet völlig unabhängig von den sozialen Aktivitäten der Nutzer frische, relevante Themen, die daher auch nicht immer aus dem gleichen Dunstkreis stammen.

Übrigens: Wer kein iPad besitzt, kann Trapit auch über das Webinterface nutzen. iPad-Nutzer finden hier dank der Synchronisation auch gleich ihre auf dem iPad angelegten „Traps“, so dass sich Trapit plattformübergreifend nutzen lässt.

Screenshots der iPad-App von Trapit

Weiterführende Links zum Trapit:

40 Shares bis jetzt – Dankeschön!

Bewerten
VN:F [1.9.22_1171]
3 Antworten
  1. von Stephan Albinus via facebook am 20.07.2012 (10:14Uhr)

    mal Flip, mal Zite, mal Curents ... kann mich irgendwie nicht entscheiden...

  2. von Mandy Raasch via facebook am 20.07.2012 (10:18Uhr)

    Flipboard ist mein Favorit.

  3. von wing am 25.09.2012 (04:21Uhr)

    "In letzter Instanz kann man natürlich auch versuchen, sein gelbstichiges iPad bei Apple umzutauschen."

    Letzte Instanz? Währe das erste was ich tun würde.idateasia scam

Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema iPad
28 News-Aggregatoren gegen die Informationsflut
28 News-Aggregatoren gegen die Informationsflut

News-Aggregatoren geben einen Überblick über die wichtigsten Meldungen: Sie sammeln, sortieren oder fassen zusammen. In der Regel funktioniert das weitgehend automatisch oder wird mithilfe der... » weiterlesen

Die besten 11 Google-Reader-Alternativen
Die besten 11 Google-Reader-Alternativen

Es ist soweit: Der Google Reader wird eingestellt. Für alle verbliebenen Nutzer ist es höchste Zeit, die eigenen Daten zu sichern und den raschen Umzug vorzubereiten. Zur Auswahl stehen insgesamt... » weiterlesen

D.me: So hätte es mit Delicious weitergehen können
D.me: So hätte es mit Delicious weitergehen können

Delicious, der einstige Stern der Social-Bookmarking-Dienste, ist zwar noch nicht komplett verbrannt, doch die Nutzerzahlen dürfte sich in Grenzen halten. Mit D.me scheinen die aktuellen... » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n-Newsletter
Top-Themen der Woche für Web-Pioniere
Jetzt kostenlos
anmelden
Diesen Hinweis verbergen