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True Key: Intels neuer Passwortmanager setzt auf biometrische Merkmale und Handyhilfe

True Key: Intels neuer Passwortmanager setzt auf biometrische Merkmale und Handyhilfe

hat auf der 2015 eine neue Passwortlösung vorgestellt. True Key soll Nutzern die Verwaltung von Passwörtern für unterschiedliche Webseiten und Onlinedienste erleichtern. Das Besondere: Der Passwortmanager setzt auf biometrische Merkmale.

True Key: Intels neuer Passwortmanager setzt auf biometrische Merkmale und Handyhilfe

„Bitte lächeln!“ Foto öffnet Passwortsafe. (Screenshot: Intel Security)

True Key: Sicherheit für Passwörter durch Biometrie

Mit dem neuen Passwortmanager True Key, den Intel Security (vormals McAfee) auf der CES 2015 präsentiert hat, sollen Nutzer nicht nur einfacher Passwörter verwalten können. True Key verspricht größere Sicherheit, weil die Nutzer die Authentifizierung über biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Foto vom Gesicht vornehmen müssen. Zudem kann das Smartphone als zusätzlicher Sicherheitsfaktor zum Einsatz kommen.

Gesichtserkennung ist nur eine Option bei Intels neuem Passwortmanager True Key. (Screenshot: Intel Security)
Gesichtserkennung ist nur eine Option bei Intels neuem Passwortmanager True Key. (Screenshot: Intel Security)

True Key soll einfach über eine Website downloadbar sein. Der Cloud-Dienst übernimmt dann wie ein herkömmlicher Passwortsafe die Aufgabe, nach einmal erfolgter Anmeldung die Passwörter für verschiedene Websites und Onlinedienste automatisch auszufüllen. Je nach Einstellung verlangt True Key für das Login aber einen Fingerabdruck oder ein mit der Webcam aufgenommenes Foto, um den Nutzer zu identifizieren.

Smartphone als zusätzlicher Sicherheitsfaktor für True Key

Zudem kann auch eingestellt werden, dass der Nutzer für den Zugriff sein Smartphone bei der Hand haben muss. Hat er sich auch da erfolgreich angemeldet, wird der Zugang gewährt. So könnten potenzielle Diebe allein mit dem gestohlenen Laptop nichts anfangen.

True Key soll im Laufe des Jahres auf den Markt kommen und Windows-, Mac-, Android- und iOS-Geräte unterstützen. Zudem hat Intel Partnerschaften mit Lenovo und Hewlett-Packard abgeschlossen, in deren Geräte die Technologie vorinstalliert werden soll.

Intel ist natürlich nicht das einzige Unternehmen, das den Wunsch der Nutzer nach sicheren Passwort-Management-Lösungen erkannt hat. Auch andere Anbieter setzen auf biometrische Merkmale wie den Fingerabdruck. Dass die Technologie aber Schwachstellen hat, hat der Chaos Computer Club kürzlich auf dem Chaos Communication Congress bewiesen. Dort wurde eine Möglichkeit vorgestellt, mit der ein Fingerabdruck anhand eines gewöhnlichen Fotos kopiert werden kann.

via www.eweek.com

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3 Antworten
  1. von Guido am 09.01.2015 (14:22 Uhr)

    Biometrie ist für so etwas ein Irrweg. Wenn ein Passwort kompromittiert ist, tausche ich es aus. Wie genau mache ich das bei Fingerabdruck, Iris und anderen biometrischen Merkmalen?

    Bei so hochsensiblen Daten und einer Closed-Source-Software eines US-Unternehmens darf man möglicherweise auch ein gewisses Maß an Skepsis haben.

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    • von Josef am 09.01.2015 (16:39 Uhr)

      Genau so funktioniert allerdings Multi-Faktor-Authentifizierung:
      - etwas, das man hat (z. B. Token, Smartcard)
      - etwas, das man weiß (z. B. Passwort)
      - etwas, das man ist (Biometrie)

      Natürlich ist Gesichtserkennung ungleich leichter zu kompromittieren als ein Retinascan. Aber die präziseren biometrischen Merkmale (Retina, DNA, Iris) sind wesentlich fälschungssicherer als Passwörter.

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  2. von Andreas_SUP am 09.01.2015 (16:49 Uhr)

    Zur Info:

    Erst vor Kurzem hat Jan Krissler auf der CCC-Konferenz sehr anschaulich bewiesen, dass biometrische Daten sehr leicht gestohlen werden können:

    http://freesofter.de/software/sicherheit/iphone-fingerabdrucksensor-sicherheit-oder-sicherheitsplacebo/

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