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Nach Netzsperren: Türkei soll Google-Alternative mit nationalem Anstrich planen

    Nach Netzsperren: Türkei soll Google-Alternative mit nationalem Anstrich planen

(Foto: Shutterstock.com/Studiomonkey)

Die Türkei soll an einer nationalen Google-Alternative sowie einem E-Mail-Dienst arbeiten, wie Turkey Blocks berichtet. Die Angebote sollen mit der türkischen Kultur und deren Werten vereinbar sein.

Türkei will Google- und Gmail-Alternative

Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer vergangenen Jahres häufen sich in der Türkei Berichte über Netzsperren von sozialen Diensten wie Facebook oder Twitter. Im Dezember hatte die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan zudem die Nutzung von VPN-Services und Anonymisierungsdiensten wie Tor unterbunden. Jetzt soll die Türkei an einer eigenen Suchmaschine und einem E-Mail-Dienst arbeiten, mit denen Dienste wie Google oder Gmail ersetzt werden sollen.

So könnte die türkische Google-Alternative aussehen. (Bild: Turkey Blocks/Twitter)
So könnte die türkische Google-Alternative aussehen. (Bild: Turkey Blocks/Twitter)

Die türkischen Google- und Gmail-Alternativen sollen mit der nationalen Kultur und den türkischen Werten vereinbar sein, erklärte der türkische Kommunikationsminister Ahmet Arslan vergangene Woche in einem Fernsehinterview. Dem Projekt Turkey Blocks zufolge wolle die Türkei so dafür sorgen, dass die Nutzerdaten ihrer Bürger innerhalb der Landesgrenzen bleiben. Auch soll so die Analyse der Kommunikationsdaten innerhalb der Türkei erleichtert werden.

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Google-Alternativen in China, Russland und Iran

Beobachter gehen davon aus, dass die Türkei mit nationalen Versionen wichtiger Onlinedienste weniger angreifbar für das Ausspähen durch US-Geheimdienste wäre und gleichzeitig türkische Geheimdienste leichteren Zugriff auf Daten hätten. Nationale Google-Alternativen gibt es schon in China, Russland und im Iran. Gleichzeitig werden Produkte wie Google, Gmail oder Yahoo-Mail in einigen Fällen blockiert, um die Nutzer dazu zu bringen, die heimischen Alternativen zu verwenden.

Einer Studie der Southern Illinois University und der südkoreanischen Kyung-Hee-Universität aus dem Jahr 2015 zufolge können nationale Suchmaschinen durchaus wirtschaftliche Vorteile bringen, etwa dadurch, dass die Werbeeinnahmen im Land blieben oder lokale Seiten bevorzugt würden. Allerdings würden die Nutzer von der internationalen Gemeinschaft isoliert. Auch der Handel mit dem Ausland könnte durch die Forcierung lokaler Onlinedienste gefährdet werden.

Mehr zum Thema:

via netzpolitik.org

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4 Reaktionen
Einwütender Entwickler.
Einwütender Entwickler.

Das Bild, was ihr als "so könnte es aussehen" kennzeichnet ist nicht ernst gemeint und wenn ihr keine Ahnung habt, dann lasst es doch sein. Die Faulheit des Autors, sich über dem Bild informieren zu lassen, ist der Grund warum es falsche Annahmen gibt.

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lola
lola

Am besten im Netzwerk mit Nordkorea

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Kritiker
Kritiker

Und du glaubst, dass Google und Facebook selber nicht zensieren? Glaubst du auch an den Weihnachtsmann?

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aydin20bln
aydin20bln

hat mich auch an Nord Korea erinnert❕

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