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Tutorial: Medienbeobachtung mit Yahoo Pipes

Beobachten, was andere über ein Unternehmen oder eine Marke schreiben, wird immer wichtiger. T3N setzt seit Kurzem Yahoo Pipes ein, um Blogartikel, Fotos, Google-News-Einträge und Tweets über sich zu verfolgen. Wir zeigen hier, wie es funktioniert.

Yahoo Pipes ging im Februar 2007 in die Betaphase. Pipes besticht vor allem durch seine Einfachheit und eine dennoch vorhandene Komplexität in den Funktionen. Der Dienst von Yahoo ermöglicht es, Inhalte verschiedener Quellen wie z.B. Feeds zu mixen und zusammenzulegen, sowie sie einer Prozedur zu unterziehen. Das Sortieren und Herausfiltern einzelner Feed-Einträge wird mit Pipes ganz ohne Programmierkenntnisse zum Kinderspiel.

Schritt 1

Über den Punkt "Create a Pipe" gelangen wir zum Interface, in das wir die einzelnen Befehle eingeben, wobei "eingeben" in diesem Fall eher "hereinziehen" bedeutet. Yahoo Pipes besteht aus einem Arbeitsfeld auf der rechten Seite sowie einer Menüleiste links. Durch Anklicken und Hereinziehen von einzelnen Punkten in das Arbeitsfeld kann man die Befehle "eingeben". Automatisch ist der Menüpunkt "Sources" aufgeklappt. Dort findet sich der Punkt "Fetch Feed", der nun in das Arbeitsfeld zu ziehen und danach mit einer URL zu füllen ist. Der erste Schritt ist getan: Der Feed oder mehrere Feeds die über das "+" eingefügt werden können, sind drin. Beliebte Quellen für eine Medienbeobachtung sind Technorati, Google News, Twitter Search und Flickr.

Schritt 2

Der folgende Schritt ist optional. Er empfiehlt sich, wenn man seine eigenen Einträge aus dem Feed heraushalten will, da man diese ja bereits kennt:
 
Nun kann man die "Sources" schließen und im Menü den Punkt "Operators" wählen, den wir auch für die nächsten Schritte benötigen. Dort findet sich die Funktion "Filter", die wir in den Arbeitsbereich ziehen. Diese Funktion benötigen wir, damit unsere eigenen Beiträge wie Pressemitteilungen und generell Mitteilungen unserer Homepage und Einträge des eigenen Blogs nicht mitaufgeführt werden. Wir wählen noch statt "Block items that match all of the following", "Block items that match any of the following" aus und beginnen dann, die zu filternden Links einzutragen. Das erste der beiden Felder ist für den Typ vorgesehen. Wir wählen "item.link", da wir den Link herausfiltern möchten. Das zweite Feld ist dann für den Link reserviert (die Firmenhomepage, den Twitteraccount, etc.), die wir blocken möchten.

Schritt 3

Anschließend wollen wir, unbeachtet davon, ob wir Schritt zwei ausgeführt haben oder nicht, unseren neuen Feed in chronologische Reihenfolge bringen, sodass der neueste Eintrag später oben steht. Das geht mit der "Sort"-Funktion, die sich ebenfalls bei "Operators" befindet. Einfach "item.pubDate" auswählen und "ascending" in "descending" ändern.

Schritt 4

Da wir verschiedenste Quellen anzapfen, also z.B. unterschiedliche Blogsuchmaschinen oder Twitter-Suchmaschinen, müssen wir auch hier wieder filtern, und zwar nach "Einzigartigkeit" ("Unique"). Dazu ziehen wir "Unique" ebenfalls unter "Operators" in unser Arbeitsfeld und passen es wie folgt an: "Filter non-unique items based on item.link".

Schritt 5

Nun werden wir erfahren, woher Pipes seinen Namen hat: Von den Verbindungsrohren zwischen den einzelnen Funktionen. Dazu klicken wir auf den Kreis unter dem "Fetch Feed"-Befehl und ziehen ihn an den oberen Kreis der "Filter"-Funktion. Das setzen wir fort bis zum Ende, wo wir das letzte Rohr schließlich auf "Pipe Output" ziehen.

Unsere erste Pipe ist fertig und wir können speichern ("Save"). Nach dem Speichern finden wir oben einen Link "Run Pipe..." auf den wir klicken. Nun sehen wir, wenn alles glatt gelaufen ist, dort die Resultate. Die T3N-Pipe heißt "T3N Monitor". Tipp: Von der reinen Bilderansicht "Image" auf "List" wechseln - dort sind alle Inhalte zu sehen. Man hat dort auch die Möglichkeit, sich über Neues zum Beispiel per E-Mail oder RSS-Feed informieren zu lassen.

Neben dieser Pipe gibt es auch noch andere gute Beispiele: Andreas Dittes von telewebber hat eine Pipe gebaut, mit der man Tweets beobachten kann: den "Twittermonitor". Witzig ist eine Pipe, die Follower bei Twitter nach dem Alphabet sortiert: "Friends Name Alphabetical".

Gebracht hat uns das Tool bereits einiges. Ein kleines Beispiel: Ein Twitterbenutzer schrieb vor Kurzem, dass sein Heft noch nicht angekommen sei. Wir reagierten und schrieben zurück, er solle sich melden, wenn es in naher Zukunft immer noch nicht da sei. Einige Zeit später kam es, der Kunde war zufrieden, ebenso wie wir. Kurz gesagt: Der T3N-Monitor ermöglicht uns unter anderem, schnell auf Kritik zu reagieren.

Übrigens: Eine bebilderte deutschsprachige Anleitung bietet guxx.de. Ebenso DayBarr.com und SimpleHelp.net auf Englisch.

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