TwitPic-Gründer startet Heello, einen Twitter-Klon

TwitPic-Gründer Noah Everett hat allen Grund, sauer auf die Twitter-Gründer zu sein. Immerhin war es sein Dienst, der durch die öffentliche Aufmerksamkeit wegen der Notwasserung im Hudson-River, Twitter neue Nutzer in Massen zuführte. Jetzt gräbt ihm Twitter durch die Einführung des eigenen Bilderdienstes das Wasser ab. Noch vor einem Jahr hätte Everett TwitPic für mehr als 10 Millionen Dollar verkaufen können. Aktuell dürfte sich das Kaufinteresse in engen Grenzen halten. Was macht Everett? Er startet einen Twitter-Klon namens Heello.

Everett: Frontalangriff oder müder Racheversuch?

An Heello arbeitet Everett wohl schon seit einem Jahr, insofern liegt ein reiner Rachestart als Antwort auf die Einführung des Bilderdienstes nicht nahe. Möglich scheint indes, dass Twitters Initiative wieder Feuer unter dem Heello-Kessel entfacht hat. Denn jetzt ist Heello erstmals für die Öffentlichkeit verfügbar.

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Heello: Jetzt offen für alle!

Heello ist heute wie Twitter vor drei Jahren. Mobile Apps werden angekündigt. Statt Tweets werden die Nachrichten als Pings bezeichnet, die Länge ist ebenfalls auf 140 Zeichen begrenzt. Die öffentliche Timeline heißt „What´s happening“, ein Retweet ist im Heello-Duktus ein Echo.

Bilder können hochgeladen werden und erscheinen direkt im Stream, also ohne Rückgriff auf einen externen Service. Hier hätte man immerhin die Implementation des TwitPic-Dienstes erwarten können, nativ ist es natürlich noch besser.

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Heello: Noah Everett ist natürlich hyperaktiv...

Direktnachrichten sind möglich, sogar anders als bei Twitter mit Gruppen von Empfängern. Ansonsten unterscheiden sich Twitter und Heello vorwiegend in der Größe des Ökosystems. Während Twitter eine knappe Million externer Apps vorweisen kann, die die Twitter API nutzen, beläuft sich dieselbe Zahl bei Heello naheliegenderweise auf Null.

Sind die Funktionen Heellos nahezu identisch zu Twitter, sind es im Wesentlichen zwei Faktoren, die die Zukunftsperspektiven Heellos beeinflussen werden. Zum einen muss das Ökosystem schnell und stark wachsen. Zum zweiten muss sich erweisen, wie skalierbar das System ist, wenn die Nutzerzahlen schnell steigen sollten.

Andererseits kann Everett sich vielleicht ein schickes Tierchen ausdenken, das immer angezeigt wird, wenn der Dienst schlapp macht. Der Fail Whale ist zwar schon besetzt, aber wenn Everett lieb fragt, vielleicht...?

Was meint ihr? Hat ein Twitterklon eine Chance? Was müsste dieser leisten, um sich als Wechselalternative zu empfehlen?

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11 Answers

  1. von Michael 10.08.2011 (22:12Uhr) 1.

    Twitter ist ein Auslaufmodell. Jetzt noch einen Asbach Uralt Klon hinterherzuschieben ist verlorene Zeit und Geld.
    Everett hätte wohl verkaufen sollen, als er noch die Chance hatte.

  2. von Daniel 10.08.2011 (22:17Uhr) 2.

    Ich verstehe noch nicht wirklich wo die Unterschiede/Vorteile liegen? Sieht für mich 1:1 aus wie Twitter. Dann wechsel ich ja nicht...

  3. von roocon 10.08.2011 (22:46Uhr) 3.

    Ich will hier wirklich nicht die Leistung von Noah Everett schmälern, aber nach einem Jahr Entwicklungsarbeit muss m.E. mehr zu sehen sein, als das was heello jetzt ist...

  4. von Mark 10.08.2011 (22:55Uhr) 4.

    Die Welt braucht keinen weiteren von einem Unternehmen und letztendlich staatlicher Macht kontrollierten Twitter-Dienst. Er sollte lieber auf Basis von StatusNet einen anonymen und verteilt arbeitenden Dienst aufbauen.

  5. von TwitPic-Gründer startet Heello, einen T… 11.08.2011 (00:00Uhr) 5.

    [...] Weiterlesen bei t3n >> [...]

  6. von XY 11.08.2011 (00:35Uhr) 6.

    Unabhängig davon, ob Twitter bzw. das "Twitter-Konzept" noch Zukunft hat, es ist immer schwierig bis unmöglich einen Branchenprimus zu vertreiben, respektive wirklich zu ärgern. Es sei denn, dein Name ist Google (+) :-).

  7. von TwitPic-Gründer startet Heello, einen T… 11.08.2011 (09:14Uhr) 7.

    [...] den Originalbeitrag weiterlesen: TwitPic-Gründer startet Heello, einen Twitter-Klon » t3n News Content/ Zitat Ende Klicken Sie einfach auf den Link unter "Beitrag weiterlesen", dann gelangen [...]

  8. von Christoph Tietz via facebook 11.08.2011 (10:26Uhr) 8.

    Weiß nicht, wie ich das bewerten soll. Der Typ bekommt 10 Mio. für einen Dienst geboten, bei dem doch klar abzusehen war, dass Twitter die Funktionalität eh selbst implementieren wird... Und er sagt nein. Na dann...

  9. von Twitpic Gründer nun mit eigenem Twitter… 11.08.2011 (11:01Uhr) 9.

    [...] Entwicklung des Dienstes dürfte eine ganze Weile angedauert haben, weshalb nur bedingt davon ausgegangen werden kann, dass Heello ein unmittelbarer [...]

  10. von Heiko 11.08.2011 (11:19Uhr) 10.

    Ich sehe ehrlich auch nicht sehr große Chancen für einen neuen Dienst. Vorteile gegenüber Twitter kann ich bisher auch nicht wirklich entdecken, lasse mich aber gern überraschen.

  11. von KChristoph 16.08.2011 (15:33Uhr) 11.

    Div. Menschen vom "Fach" sagen: "Wird nichts ..."
    Ich sage: "Warum nicht !?"
    http://heello.com/Hannover

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