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Twitter-Ads für deutsche KMU: Wie interessant ist das wirklich?

Twitter-Ads für deutsche KMU: Wie interessant ist das wirklich?

hat Twitter-Ads für KMU in der DACH-Region freigeschaltet. Wir erklären euch, was sich dahinter verbirgt und wie interessant die Funktion wirklich ist.

Twitter-Ads für deutsche KMU: Wie interessant ist das wirklich?
Twitter. (Foto: Marisa Allegra Williams @marisa für Twitter, Inc.)

Twitter bietet Werbern in der DACH-Region seit gestern zwei neue Funktionen: Twitter-Ads für kleine und mittlere Unternehmen sowie das „Quick-promote“-Tool, das dabei hilft, erfolgreiche Tweets nachträglich ein zweites Mal zu promoten. Darauf haben viele gewartet. Twitter schreibt auf dem hauseigenen Blog: „Mit dem Start von Twitter-Ads für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz machen wir heute einen weiteren wichtigen Schritt, um Unternehmen jeglicher Größe auf der ganzen Welt die Nutzung von Twitter-Ads zu ermöglichen.“ Na dann mal los!

Wie funktionieren Twitter-Ads?

Twitter-Deutschland-Chef Thomas de Buhr schreibt: „Wer einen Tweet schreiben kann, kann auch auf Twitter werben. Abhängig von den individuellen Marketing-Zielen wählt Twitter-Ads das am besten passende Werbeformat automatisch aus.“ Das klingt zwar hochgegriffen, aber ist tatsächlich nicht zu viel versprochen. Unter fünf Zielen können Werber gleich zu Beginn einer Werbeanzeigenschaltung wählen: Follower, Webseitenklicks oder Conversions, Tweet-Interaktionen, App-Installationen oder -Interaktionen und Leads auf Twitter. Anschließend braucht der Werber nur noch den Tweet in einer vorgesehenen Eingabemaske zu verfassen und die entsprechende Zielgruppe zu wählen.

Unter den Twitter-Zielgruppen finden sich indes einige Auswahlmöglichkeiten. Ihr könnt eure Werbeanzeigen beispielsweise entsprechend der Ländereinstellungen der Nutzer ausgeben oder sogar nach Geschlecht, Plattformen und Anbietern filtern. Letzteres wäre sinnvoll, wenn die Werbe-Tweets beispielsweise nur an Männer, die ein Android-Gerät von Samsung bedienen, gerichtet werden sollen, um ein entsprechendes Affiliate zu einem Case oder einer App zu bewerben.

Zudem kann Werbung auch an neue Twitter-Nutzer gerichtet werden – etwa an Personen, die den Microblog erst seit sechs Monaten nutzen. Interessant ist die Werbeanzeigeneinblendung an Nutzer nach Followern. Wer glaubt, dass die Botschaft vor allem Influencer erreichen sollte, könnte mit dem Filter seinem Ziel ein Stück näher kommen. Wesentlich effektiver dürften hier aber die maßgeschneiderten Zielgruppen sein. Beispielsweise erlauben sie es, Tweets an bestimmte Nutzernamen oder die dahinterstehenden E-Mail-Adressen zu richten. Der Interessen-Filter ist indes ein hinlänglich bekanntes Auswahlkriterium.

Twitter-Ads: So sieht das Dashboard aus, von dem aus ihr verschieden Aktionen organisieren könnt. (Screenshot: t3n)
Twitter-Ads: So sieht das Dashboard aus, von dem aus ihr verschieden Aktionen organisieren könnt. (Screenshot: t3n)

Wie funktioniert „Quick promote“?

Hinter „Quick promote“ versteckt sich im Grunde nur eine andere Bezeichnung für „Sponsored Post“. Ähnlich wie es Marketer schon von Facebook kennen, können Tweets mit einer besonderen Interaktionsrate noch mal promoted werden. Hierzu hat Twitter auch ein Erklärvideo produziert, das im Grunde die wichtigsten Fragen beantwortet.

Sind Twitter-Ads für KMU wirklich interessant?

Da es vergleichsweise wenig deutschsprachige Nutzer gibt, lohnen sich Twitter-Ads vor allem, um meinungsstarke Influencer zu erreichen, die sich auf dem Microblog tummeln. Betreiber eines Onlineshops könnten zudem ganz neue Zielgruppen erreichen, die sich fernab von Facebook bewegen – auf einen riesigen Pool an Neukunden brauchen sie dabei aber nicht zu hoffen. Die maßgeschneiderten Anzeigen sind vor allem interessant, um bestehende Kunden auch auf einem zweiten Kanal zu erreichen – etwa die Newsletter-Kunden, die auch auf Twitter mit ihrer E-Mail-Adresse angemeldet sind.

Tatsächlich dürften KMU vor allem die Möglichkeit vermissen, noch tiefer zu filtern. Event-Veranstalter oder Ladenbetreiber sind in der Regel daran interessiert, nach lokalen oder hyperlokalen Zielgruppen zu filtern, um beispielsweise Aktionen an Berliner oder speziell Kreuzberger zu versenden. Twitter-Ads für KMU sind insofern ein erster Schritt, aber noch um einiges ausbaufähig. Grundsätzlich gilt aber: Probiert es selbst aus und macht eure eigenen Erfahrungen. Denn jede Regel hat auch ihre Ausnahmen.

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2 Antworten
  1. von Nelson am 06.02.2015 (10:42 Uhr)

    Wieder ein neues Spielzeug für den Marketer. Leider habe ich die Erfahrung gemacht dass es für KMU Entscheider schwer ist sich selbst für Facebook Ads zu begeistern.
    Zumindest bei Unternehmern 40+

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  2. von Jürgen Schulze am 10.02.2015 (10:47 Uhr)

    Mir hat sich der Sinn von twitter immer noch nicht erschlossen. Die Profis erreiche ich sowieso, da ist die Wahl für twitter eher zufällig. Und meine Kunden juckt twitter nich sonderlich, die kommen über Shops oder Suchmaschinen.
    So what

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