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Twitter-API: US-Unternehmen kämpft vor Gericht um Zugang

Das US-Unternehmen PeopleBrowsr hat sich per einstweiliger Verfügung den Zugang zur Twitter-API erstritten, nachdem der den gemeinsamen Vertrag trotz jahrelanger Zusammenarbeit aufkündigte. reagiert mit Hohn und relativiert erneut die Offenheit der eigenen Plattform.

Twitter-API: US-Unternehmen kämpft vor Gericht um Zugang
2006: Twitter (Bild: ©iStockphoto.com/Erikona)

Für PeopleBrowsr, die Macher des Social-Analytics-Service Kred, sieht die Zukunft alles andere als rosig aus. Twitter kündigte den beidseitigen Vertrag, der dem Unternehmen vollen Zugang zur API und damit allen Daten der Plattform gewährt. Das US-Unternehmen sieht seine Existenz in Gefahr und hofft jetzt auf eine gerichtliche Entscheidung zugunsten einer offenen Twitter-API.

Entscheidung über Twitter-API fällt im Januar

Den Antrag von PeopleBrowsr hat das zuständige Gericht vorerst mit einer einstweiligen Verfügung beantwortet, die den Effekt der Vertragskündigung außer Kraft setzt. Sie gilt üblicherweise, bis eine gerichtliche Entscheidung getroffen wurde, berichtet TechCrunch. Eine erste Anhörung ist für den 8. Januar 2013 geplant.

Twitter reagiert mit Hohn auf die juristischen Anstrengungen von PeopleBrowsr bezüglich der Twitter-API. (©iStockphoto.com/Erikona)

Nach eigenen Aussagen entwickelte PeopleBrowsr alle Produkte in enger Zusammenarbeit mit Twitter. Dessen Interesse suggerierte dem Unternehmen bislang, dass einer langfristigen Bindung keinerlei Probleme im Weg stehen. Ein Eindruck, der zuletzt Kosten in Höhe von 1 Millionen US-Dollar pro Jahr für einen Zugang zur Twitter API rechtfertigten.

PeopleBrowsr: „Twitter muss Offenheit der Plattform gewährleisten“

Überraschenderweise kündigte Twitter „nach Jahren einer für beide Seiten nutzbringenden Zusammenarbeit“ den Vertrag mit PeopleBrowsr, schreibt das Unternehmen. Demnach plante Twitter die Zusammenarbeit zum 30. November dieses Jahres zu beenden. PeopleBrowser müsste die entsprechenden Daten anschließend über Zwischenhändler wie Gnip oder DataSift beziehen, die nur einen eingeschränkten Zugang gewähren.

PeopleBrowsr setzt in der Argumentation vor Gericht stark auf die ehemalige Offenheit der Twitter-Plattform, die der Microbloggingdienst selbst jahrelang kommunzierte. Diese Offenheit zu erhalten, sei auch weiterhin geboten, schreibt das Unternehmen. Dies gelte im Fall von Twitter in besonderem Maße, weil der Microbloggingdienst gerade in der Anfangszeit von der Mitarbeit externer Unternehmen und Entwickler profitiert habe.

Twitter verweist auf Regelungen des Vertrags

Twitter reagiert mit Hohn auf die jurstischen Anstrengungen. In einem öffentlich einsehbaren Schreiben verweist der Microbloggingdienst auf die Regelungen des Vertrags, die eine deratige Kündigung ermöglichen und keine offene Plattform garantieren. Eine Aussage, die trotz juristischer Korrektheit einen faden Beigeschmack hat und die Frage aufwirft: Darf ein Unternehmen, dass die Vorteile einer offenen Plattform jahrelang nutzte, irgendwann dicht machen?

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Eine Antwort
  1. von W4rl0ck am 30.11.2012 (12:29 Uhr)

    > Überraschenderweise kündigte Twitter „nach Jahren einer für beide Seiten nutzbringenden Zusammenarbeit“ den Vertrag mit PeopleBrowsr...

    Wenn Twitter in seiner Aussage nicht lügt wurde das beenden des Vertrags in den letzten Monaten des öfteren angekündigt und es wurden Alternativen über offizielle Reseller aufgezeigt. Offensichtlich war die Zusammenarbeit für Twitter nicht so nutzbringend wie sie dachten…

    Dagegen zu klagen das ein Vertrag mit einer 30 Tage vereinbarten Kündigungsfrist vertragsgerecht gekündigt wird halte ich nicht für sehr erfolgsversprechend.

    Viele scheinen gerne zu vergessen das Facebook, Twitter & Co keine gemeinnützigen Vereine sind bei denen der Nutzer im Vordergrund steht sondern Firmen die Geld verdienen wollen.

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