Twitter-Apps und sensible Daten
In einem Blogpost hat Twitter-Sprecherin Jodi Olson jetzt das überarbeitete und detailliertere AOuth-Fenster vorgestellt. Damit möchte der Microblogging-Dienst seit kurzem seinen User noch mehr Kontrollmöglichkeiten über den eigenen Account geben. Und die sind auch nötig, wie wir erst kürzlich über diese sogenannten third-party-apps berichteten. Auf welche Daten Twitter-Apps zugreifen können, soll deshalb ab sofort noch transparenter in einem Fenster angezeigt werden, wie etwa:
- Tweets
- Follower
- Profil-Updates
- Direct Messages (DM)
Twitter setzt hierbei zur Autorisierung auf den Standard OAuth. Ein Klick auf den „Login-via-Twitter-Button“ einer Twitter-App öffnet ein Autorisierungsfenster und ein weiterer Klick auf Authorize app ermöglicht der Twitter-App den Zugriff auf das Konto.
Zwar ist ein An- oder Abwählen der Zugriffsarten unmöglich, man kann einer Twitter-App also keinen selektiven und individuell festgelegten Zugang zu dem eigenen Konto geben. Aber der Dienst will seinen Usern damit die nötige Transparenz verschaffen und sie über die möglichen Folgen vorab informieren. Deshalb heisst es auch noch: Überlegen vor Autorisieren. Twitter-Apps, die dennoch auf sensible Daten wie etwa den sogenannten Direct Messages zugreifen, müssen den User ab sofort gleich zweimal um eine Autorisierung beten. Und überhaupt sollen Twitter-Nutzer künftig nur den Apps ihre sensiblen Daten überlassen müssen, die diese auch wirklich benötigten.
Dabei trennt Twitter ab sofort streng zwischen selbst entwickelten Apps und fremdentwickelten. Der Dienst habe damit auf Forderungen seiner User reagiert, die die bisherigen Informationsdefizite kritisierten, so Olson abschließend. Ein Klick auf den Unterpunkt Applications im Twitter-Konto listet deshalb wie gehabt die benutzten Apps der Drittentwickler auf und zeigt nun zusätzlich die Art des Zugriffs an. Wer einer App beispielsweise den Zugriff auf die DMs nicht erlauben möchte, kann der App mit einem Klick den Zugriff wieder entziehen.
Weiterführende Links:
- Mission: Permission - Twitter Blog
- Liste: Twitter Applications - Twitter
- Beeindruckende Zahlen zum Twitter Ecosystem - t3n News
- Schon gewusst? Twitter-Apps sehen alles, auch deine Direktnachrichten - t3n News
- Twitter übernimmt Tweetdeck! - t3n News
- 10 Gründe, warum Twitter immer noch die Nr. 1 der Social Media Kanäle ist - t3n News





7 Answers
von Ana 19.05.2011 (15:22Uhr) 1.
Die deutsche Übersetzung der ganzen Sache lässt leider mal wieder stark zu wünschen übrig und macht einen völlig unseriösen Eindruck.
von Jörg Halitschke via facebook 19.05.2011 (17:09Uhr) 2.
Feine Sache, hab ich vorhin schon bei codesnipp.it gesehen und es gleich mal gelassen.
von Die besten Links der vergangenen Woche | 23.05.2011 (07:46Uhr) 3.
[...] Twitter-Apps sagen dir endlich worauf sie zugreifen können via t3n.de [...]
von Jetzt kannst du Twitter-Timelines von je… 27.05.2011 (13:37Uhr) 4.
[...] Twitter-Apps sagen dir endlich worauf sie zugreifen können - t3n News [...]
von Twitter: Apps werden ehrlich - Servaholi… 28.05.2011 (11:29Uhr) 5.
[...] Das hat viele geschockt und endlich hat Twitter reagiert: Apps müssen nun noch genauer mitteilen was sie sehen können und was nicht. Quelle: t3n.de [...]
von Episode 59 – Accessible WordPress und… 28.05.2011 (13:22Uhr) 6.
[...] Twitter-Apps sagen dir endlich worauf sie zugreifen können [...]
von Twitter Follow Button – so kannst Du i… 01.06.2011 (13:22Uhr) 7.
[...] Twitter-Apps sagen dir endlich worauf sie zugreifen können - t3n News [...]