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Marketing

Ist das blaue Häkchen bei Twitter bald käuflich?

    Ist das blaue Häkchen bei Twitter bald käuflich?

(Foto: © Chukcha / Shutterstock.com)

Es sieht gut aus, steht für Authentizität und ist begehrt: Das blaue Häkchen im Twitter-Profil. Bisher können es jedoch fast nur Marken und Stars ihr Eigen nennen. Bisher – denn angeblich plant der Kurznachrichtendienst, das Abzeichen künftig für Geld an alle zu verkaufen. 

In den Augen vieler Nutzer ist er so etwas wie der Heilige Gral, für Stars und Marken der Schutz vor unliebsamen Doppelgängern: der blaue Haken rechts neben dem Namen im Twitter-Profil. Der unumstößliche Beweis: Ich bin echt. Ein echtes Konto. Das Original. Entsprechend streng verfährt Twitter bei der Prüfung, entsprechend gering sind die Chancen für Normalnutzer, in den Besitz des blauen Häkchens zu kommen. Doch wie lange noch? Glaubt man einem Investor, könnte Twitter das begehrte Abzeichen schon bald zum Geschäftsmodell erklären.

1 Dollar im Jahr für verifiziertes Twitter-Konto

Superstars wie Cristiano Ronaldo dürfen das blaue Häkchen von Twitter ihr Eigen nennen. Kann es bald Jedermann einfach kaufen? (Foto: © Gil C / Shutterstock.com)
Superstars wie Cristiano Ronaldo dürfen das blaue Häkchen von Twitter ihr Eigen nennen. Kann es bald Jedermann einfach kaufen? (Foto: © Gil C / Shutterstock.com)

Wie Jason Calacanis, Unternehmer und Tech-Investor, gegenüber dem US-Nachrichtensender CNBC sagte, werde der Kurznachrichtendienst mit „Verified Twitter“ eine Funktion einführen, die es „jedem Nutzer erlaubt, den eigenen Twitter-Account für einen Dollar im Jahr zu verifizieren.“ So wolle sich das Unternehmen neuen Umsatzkanälen öffnen. Twitter lehnte eine offizielle Stellungnahme auf Anfrage von CNBC zunächst ab. Die Frage aber bleibt: Warum bloß würde Twitter Geld für etwas verlangen wollen, das Marken und Stars die Authentizität in der Timeline von mehr als 200 Millionen Menschen sichert?

Warum das keine dumme Idee von Twitter wäre

Calacanis glaubt, dass es Twitter so vergleichsweise gut gelingen könnte, Nutzer zur Eingabe von lukrativen Zahlungsinformationen zu bewegen. Der sich daraus ergebende Vorteil liegt für ihn und das bisher nicht profitable Unternehmen auf der Hand: Ist zum Beispiel eine Kreditkarte erst einmal dauerhaft hinterlegt, könne Twitter künftige Dienste viel leichter monetarisieren. „Praktisch so, als wenn man ein Abo bei Netflix abschließt“, so Calacanis weiter. Marken hingegen sollen beim Kauf  des blauen Häkchens eine nicht genannte Zahl an Credits erhalten, die beispielsweise für die Schaltung von Sponsored Tweets verwendet werden können.

Woher der Investor von den Plänen erfahren haben will, wollte er nicht verraten. Allerdings verfüge er über „Menge an Inside-Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens“, sagte er. Es bleibt also offen, ob Twitter hier einem Leak zum Opfer gefallen ist oder sich jemand lediglich werbewirksam ins Gespräch bringen möchte. Zumindest letzteres dürfte gelungen sein.

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1 Reaktionen
Peter
Peter

Naja - es ist doch legitim Geld zu verdienen - und wenn andere dies machen, dann darf Twitter dies wohl auch. Ich denke die Monetarisierung wird derzeit bei Twitter sowieso vorangetrieben - siehe Twitter Ad´s

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