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Ende der chronologischen Timeline: Twitter-CEO reagiert auf Unmut der User [Update]

    Ende der chronologischen Timeline: Twitter-CEO reagiert auf Unmut der User [Update]

Twitter-Hauptquartier in San Francisco. (Bild: Flickr-Anthony Quintano / CC-BY-2.0)

Schon seit Jahren experimentiert Twitter an der Sortierung der Timeline herum. Die chronologische Variante soll langfristig einer algorithmischen Sortierung weichen. CEO Jack Dorsey dementiert jetzt allerdings die Berichte, dass die Neuerung schon nächste Woche kommt.

Update vom 7. Februar 2016: Nach der Aufregung über das Ende der chronologischen Timeline hat am Samstag CEO Jack Dorsey auf Twitter reagiert: „Ich möchte, dass ihr wisst, dass wir immer zuhören. Wir haben nie geplant, die Timeline nächste Woche neu anzuordnen.“

Damit spricht der Mitgründer einerseits die Vorwürfe an, dass das Unternehmen nicht auf die Wünsche der User eingehe. Er lässt auch die Frage offen, ob der Bericht nun falsch ist oder nicht. Die Betonung auf „nächste Woche“ deutet daraufhin, dass Twitter sehr wohl mit der Timeline experimentiert, aber die Änderungen noch nicht reif für den Launch sind. „Wir lieben Echtzeit! Wir wollen Twitter nicht weniger, sondern mehr live machen“, schreibt Dorsey weiter.

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Twitter-CEO Jack Dorsey versucht die Community zu beruhigen. (Bild: Screenshot)

The Verge hat indes mit Nutzern gesprochen, die zur Testgruppe für die neue Timeline gehören sollen. Demnach gibt es für die algorithmische Sortierung ein Opt-Out geben. Die nicht-chronologische Anordnung sieht demnach ähnlich wie das „While you were away“-Feature aus. Wenn User nach unten scrollen, sehen sie die neue Timeline, wenn sie zurück nach oben scrollen, sind die Tweets wieder chronologisch geordnet. „Ich habe mich schon daran gewöhnt, aber ich halte es immer noch für eine schrecklicke Idee“, wird ein Testuser zitiert.

 

Meldung vom 6. Februar: Die ersten Gerüchte über eine alternative Timeline-Sortierung gab es schon im Jahr 2014. Seitdem tauchte das Thema immer wieder in den Medien auf. Zum Ende des letzten Jahres gab es einige Nutzer, denen bereits die algorithmisch sortierte Timeline angezeigt wurde. BuzzFeed berichtet nun, dass das Feature schon in der kommenden Woche für die Öffentlichkeit ausgerollt werden soll.

Twitter-Hauptquartier in San Francisco. (Bild: Flickr-Anthony Quintano / CC-BY-2.0)
Twitter-Hauptquartier in San Francisco. (Bild: Flickr-Anthony Quintano / CC-BY-2.0)

Nervige Opt-In-Möglichkeit: Sortierung soll bei jedem Login zurückgesetzt werden

Die neue Sortierung soll zunächst als Opt-In-Möglichkeit umgesetzt werden. Das heißt, Nutzer können weiterhin die chronologische Sortierung wählen. Beta-Tester berichten allerdings, dass die Einstellung bei jedem Login neu gesetzt werden muss (ähnlich wie bei Facebook). Welche Kriterien der neue Algorithmus berücksichtigt, ist bisher nicht klar. Hauptzweck dürfte aber die Verbesserung des Verhältnisses von uninteressantem Rauschen zu relevanten Tweets sein. Allerdings ist dieses Verhältnis höchst subjektiv. Nicht jeder Nutzer interessiert sich für die Tweets mit den meisten Herzchen. Viele Nutzer schätzen Twitter gerade für die chronologische Sortierung.

Jack Dorsey will Twitter wieder populärer machen

Die Änderung der Timeline-Sortierung ist eine von vielen Maßnahmen, die Twitter dabei helfen soll wieder populärer zu werden. Der Dienst befindet sich in der Krise. Der neue CEO Jack Dorsey hat deswegen seit dem Ergreifen seines Postens bereits das Zeichenlimit für Direktnachrichten abgeschafft und die Favoriten-Funktion durch eine Like-Funktion ersetzt. Außerdem gibt es viele Gerüchte, dass auch bald das 140-Zeichen-Limit für Tweets fallen könnte.

via www.buzzfeed.com

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5 Reaktionen
grep
grep

Hallo ...,

wer braucht schon Twitter (?!) - es ist wohl weniger klug sich von Dritten abhängig zu machen, soziale Netzwerke sind leider nicht wirklich sozial.
Wenn schon soziales Netzwerk dann (z. B.) Diaspora; fragt mal den CCC.

Ciao, Sascha.

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JensV
JensV

Scheinbar ist das Ziel, Twitter möglichst schnell überflüssig zu machen und dann den Dienst einzustellen. Wenn es die chronologische Sortierung nicht mehr gibt, ist doch einer der größten Vorteile von Twitter gestorben. Und dank Listen gibt es ja auch keinen Grund für einen Algoryhtmus.
Ich bin gespannt, wie sich diese schwachsinnige Veränderung auf Hootsuite und Tweetdeck auswirken wird!

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Andere Darstellungen
Andere Darstellungen

Nett wären auch andere Darstellungen auf großen Bildschirmen.
Die potentiellen zweiten/dritten/... Spalten auf Handies (Quer) und Tabletts oder SmarTVs werden bisher immer noch viel zu wenig genutzt obwohl Excel oder auch jede Zeitung und Fernseh-Zeitschrift schon vor 25 Jahren zeigte, wie das geht.

Wie Spagetti sollte man die zugehörigen Tweets zu einem selektierten Thema am Stück erkennen können. So ähnlich wie Threads bei Diskussionen.
Da ginge viel nettes auch nur bei Client also ohne zusätzliche Server-Power also recht schnell realisierbar.

Autos auf dem Parkplatz oder Leute im Flughafen stehen auch herum. Strenge Serialisierung braucht und will man auch nicht überall. Wegen kleiner Handies ist es aber schön wo sowas sinnvoll verfügbar ist.

Gibts diese langen Artikel schon ? Für z.B. Support-Antworten als DirektMessages ist die Grenze ja schon gefallen wie ihr oben für Direkt-Messages ja schon geschrieben habt.
Je nach Endgerät will man nur einzeiler am Handy oder halt 4Zeiler am Desktop und mit verschieden vielen Buchstaben je nach eingestellte Font-Größe.

Soziale Netze erlauben auch kleinen Bürgern die Veröffentlichung und gegenseitige Reaktion und nicht nur Gießkannen-Information Top-Down vom Diktator über seine Verwandten und Bekannten Pöstchen ans Informationsministerium und von dort an alle angeblich unabhängigen Zeitungen der Diktatur und von da an die kleinen Steuerzahler deren Kosten sowie sonst noch Staatsschulden ständig steigen.

Dank mangelnden Interesses taugt Twitter für viele Dinge leider nicht. Prinzipiell wäre es bei Unwettern, TV-Diskussionen, Casting-Shows usw. als Partizipations oder Diskussions-System sehr sinnvoll um z.b. alle umgeknickten Bäume oder Straßenschäden öffentlich an die Verkehrsbehörde zu melden und die Presse kriegt es auch mit damit nicht nur bei den wichtigen Leuten aufgeräumt wird.
Point-2-Point ist nicht immer nötig oder sinnvoll auch weil man nicht immer weiss wer zuständig ist.

Antworten

Ellybis
Ellybis

Es gibt doch bereits Tweet-Deck, mit dem man mehrere "Konversationen" parallel führen kann. Außerdem konnte man immer schon seine Kontakte in sog. 'Listen' ordnen, die es einem möglich machen, Content ein- und auszublenden.

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grep
grep

Hallo ...,

Twitter in der Krise - schön; soziale Netzwerke werden überbewertet.

Ciao, Sascha.

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