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Twitter-Facts: So viele aktive User hat Twitter wirklich

Twitter-Facts: So viele aktive User hat Twitter wirklich

Über wie oder gibt es sehr viele Statistiken und Zahlen. Als eine der wichtigsten wird dabei immer noch die Zahl der Nutzer angegeben. Facebook liegt hier mit rund 600 Millionen Nutzer klar vor Twitter mit etwa 200 Millionen. Doch gibt es bei diesen Zahlen einen entscheidenden Haken: Nicht jeder, der sich irgendwann einmal angemeldet hat, nutzt eine Plattform auch wirklich aktiv. Für Twitter lässt sich das durch ein Anzapfen der sehr schön belegen.

Twitter-Facts: So viele aktive User hat Twitter wirklich

Twitter hat viele „Karteileichen“

Nicholas Carlson hat sich für Business Insider mit der Frage beschäftigt, wie viele Nutzer Twitter wirklich hat, bzw. wie viele der registrierten Nutzer die Plattform auch wirklich aktiv nutzen. Von Twitter selbst gibt es dazu keine Informationen, was durch das Ergebnis der Untersuchung auch plausibel wird. Dank eines Insiders mit vollem Zugang zur Twitter-API konnten jetzt aber einige interessante Zahlen erhoben werden, die für etwas Ernüchterung sorgen dürften:

  • 119 Millionen Twitter-Accounts folgen mindestens einem anderen Account
  • 56 Millionen Twitter-Accounts folgen keinem anderen Account
  • 85 Millionen Accounts haben mindestens einen Follower
  • 90 Millionen Accounts haben keinen Follower
  • 56 Millionen Accounts folgen mindestens 8 anderen Accounts
  • 38 Millionen Accounts folgen mindestens 16 anderen Accounts
  • 12 Millionen Accounts folgen mindestens 64 anderen Accounts
  • 1,5 Millionen Accounts folgen mindestens 512 anderen Accounts
Der „Chart of the Day“ bei Business Insider zeigt sehr schön, dass sehr viele Twitter-Accounts nur wenig bis gar nicht aktiv sind (Grafik: Business Insider).

Nun kann man sich sehr gut darüber streiten, was denn nun einen aktiven Nutzer ausmacht. Aussagekräftiger wären da natürlich Zahlen, die die Follower und Followings zusammen betrachten. Wer selbst nur einem anderen Account folgt, kann ja durchaus sehr viele Follower haben. Viele Beispiele für diesen Fall finden sich bei den Accounts der traditionellen Medien. Sie wollen meist nur ihren Content bei Twitter verbreiten, selbst aber keinen Content aufnehmen. So folgt auch der Business-Insider-Account ChartoftheDay selbst auch nur zwei Accounts und hat trotzdem knapp 20.000 Follower.

Dennoch sind die erhobenen Zahlen schon sehr ernüchternd, gerade in Hinblick auf die Annahme, Twitter wäre ein bidirektionaler Kommunikationskanal. Die Masse verhält sich anscheinend anders. Vielleicht wäre es für Twitter nicht der schlechteste Weg eine Option anzubieten, die ein automatisches Verfolgen aller Kontakte aus anderen Netzwerken erlaubt, die bereits bei Twitter registriert sind. Quora hat mit dieser Strategie zumindest einen guten Start hingelegt.

Weiterführende Links:

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6 Antworten
  1. von Andreas am 04.04.2011 (11:16 Uhr)

    Die Unmengen an neuen Usern werden aktuell hauptsächlich von Bots erzeugt, die in Massen neue Anmeldungen generieren und sich dann auf die "Trending Topics" stürzen. Wie das abläuft, wurde hier beschrieben: Twitter: Spam-Bots fluten die Trending Topics. Twitter scheint das aber nicht sonderlich zu interessieren, denn ein Hinweis auf diesen Zustand ignoriert der Support und so steigen die "Benutzerzahlen" täglich per Spam-Bots.

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  2. von Sebastian Michaelsen am 04.04.2011 (11:19 Uhr)

    Ich finde die Grafik relativ nichtssagend. Twitter lässt sich auf viele Arten nutzen und man muss nicht 500 Leuten folgen um "aktiv" zu sein. Ich versuche zum Beispiel meine Followings zwischen 100-200 zu halten weil ich sonst zu viele Dinge verpasse von den Accounts die mich wirklich interessieren. Wirklich Interessantes von anderen bekomme ich auch durch RTs mit.
    Andererseits würde ich die Bots die 5000 Leute spamfollowen auch nicht als aktive User bezeichnen. Es sollte eine Untersuchung zu erhaltenen Favs geben, was meiner Meinung nach momentan der beste Indikator für aktive Accounts ist.

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  3. von Raoul am 04.04.2011 (11:40 Uhr)

    Ja, mit den Nutzerzahlen ist das immer so eine Sache. Ich nehme die publizierten Zahlen eh nicht ernst, da sie nichst sagen über die Anzahl der aktiven Nutzer. Bei Twitter kommt hinzu, dass eine Kommunikation mit 20 Followern mitunter "ergiebiger" ist als mit 2000. Das Grundproblem bei Twitter sehe ich in der Struktur des Systems. Ich muss tatsächlich viel Zeit aufbringen um dem Stream einigermaßen zu folgen und an einer Diskussion teilzunehmen. Ich könnte ja auch Listen anlegen - nur dann sind 100 Follower per se das Optimum. So ist Twitter eine wunderbare Möglichkeit nach Links, nach Informationn zu suchen, als bidirektionaler Kanal sehr aufwändig.

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  4. von SandraundSven am 04.04.2011 (12:01 Uhr)

    Viele benutzen Twitter aber auch nur als eine Art Newsportal. Entweder weil sie accounts folgende wie dem des Spiegels, oder aber weil sie die Suche benutzen und so aktueller als die meisten Newsseiten Infos bekommen können. Wenn ich die Suche benutze brauche ich ja niemanden folgen.

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  5. von Alexander Stocker am 04.04.2011 (13:34 Uhr)

    Es kommt eben immer darauf an, wie man ein (Kommunikations/Kollaborations)Tool nutzt. Ich habe mit Twitter sehr gute Erfahrungen gemacht, mich zu dem Themen Wissensmanagement und Social Media mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

    Das Problem mit den Nutzungs-Statistiken ist wie folgt. Nutzt man ein Tool ohne konkretes Ziel und will (muss) man dann den Erfolg des Tools messen, dann müssen eben die armen Zahlen dafür herhalten (zB Anzahl der Follower etc.). Daraus resultiert auch die Sucht, immer mehr (auch unqualifizierte) Follower zu erhalten. Die Anzahl der Follower ist aber leider kein Benchmark für den Erfolg.

    Viele Grüße aus Graz, Alexander Stocker

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  6. von Angel am 05.04.2011 (00:43 Uhr)

    Nun, vielleicht sollte man auch mal Facebook hinterfragen, wieviele dort angemeldet sind, und FB nicht nutzen.
    Ich kenne einige, die bei FB seit langer Zeit nicht mehr aktiv sind. Oder so gut wie nie gepostet haben. Aber ihren Account nie gelöscht haben.

    Ist wohl bei allen Netzwerken überall gleich.

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