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Marketing

Twitter macht Gewinne – Verdreifachung für 2011 erwartet

    Twitter macht Gewinne - Verdreifachung für 2011 erwartet

Als Twitter im April letzten Jahres sein Werbeprogramm „Promoted Tweets“ startete, waren die Erwartungen zunächst nicht sehr hoch. Heute, rund neun Monate später sehen die Internet-Marketing-Experten von eMarketer Inc. die Gewinnaussichten von Twitter deutlich optimistischer. Der Verkauf von Werbung könnte bei Twitter in diesem Jahr durchstarten und sich auf 150 Millionen US-Dollar verdreifachen. Auch für die weitere Entwicklung gäbe es genügend Potenzial.

Twitter soll 2011 150 Millionen US-Dollar verdienen

Die Analysten von eMarketer erwarten für das laufende Jahr einen Gewinn aus Werbeeinnahmen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar. Nach den 45 Millionen aus dem letzten Jahr, könnte Twitter seinen Gewinn also mehr als verdreifachen. Grundlage für diesen Optimismus ist das gut angelaufende Promoted-Werbeprogramm mit seinen „Promoted Tweets“, „Trending Topic Ads“ und „Promoted Accounts“. Dazu soll im Laufe des Jahres noch eine Werbe-Plattform kommen, über die Werbepartner einfach und selbstständig ihre Werbung schalten können. Schon für 2012 erwarten die Analysten deshalb einen weiteren Gewinnsprung auf 250 Millionen US-Dollar. Damit würde sich Twitter endgültig als die Nr. 2 im Social Web etablieren, zwar noch weit hinter Facebook, aber schon vor MySpace.

Twitter-Werbeprogramm zahlt sich aus

Über das Geschäftsmodell von Twitter gab es lange Zeit wilde Spekulationen, auch weil Twitter selbst es nicht allzu eilig damit hatte. Im April 2010 war es dann soweit, Twitter stellte sein Werbeprogramm „Promoted Tweets“ vor. Unternehmen können seit dem direkt bei Twitter Tweets einkaufen, die durch gebuchte Keywords in einen relevanten Kontext gebettet werden. Zunächst erschienen sie nur in der Twittersuche, seit Anfang November integriert Twitter die „Promoted Tweets“ auch in die Timelines der Nutzer.

Der Chef des operativen Geschäfts von Twitter stieg zum CEO auf, Dick Costolo (Foto: Joi, Flickr.com)

Verantwortlich für die Entwicklung des Werbeprogramms von Twitter war der Chef des operativen Geschäfts, Dick Costolo. Nach den ersten Erfolgen, entschied man sich in der Führungsetage der Microbloggingplattform dazu, künftig die Monetarisierung zu priorisieren und dafür Dick Costolo als Twitter-CEO einzusetzen. Er wurde im Oktober Nachfolger von Twitter-Mitgründer Evan Williams, der ihn ein Jahr zuvor selbst eingestellt hatte, um ein Monetarisierungmodell zu entwickeln.

Das größte Potenzial von Twitter liegt im Ausland

In 2010 hat Twitter 45 Millionen US-Dollar mit seinem Werbeprogramm eingenommen – nicht schlecht für den Anfang, aber erst 2011 und 2012 mit ihren prognostizierten 150 und 250 Millionen US-Dollar bringen den erhofften Durchbruch. Dabei liegt bei Twitter noch sehr viel Potenzial brach, denn im letzten Jahr kamen die Werbeeinnahmen komplett aus den USA. Auch bis 2012 ist der Auslandsanteil mit 10 Prozent eher gering.

Die Konzentration auf dem amerikanischen Markt ist von Twitter anfänglich sicher gewollt und bestimmt auch richtig. Es ging erst einmal darum, auszuloten was die Nutzer und die potenziellen Werbepartner annehmen und was vielleicht auch nicht läuft. Doch jetzt sollte Twitter den Schritt zur Ausweitung auf den europäischen und den asiatischen Markt wagen. Auf Dauer ist es einfach zu riskant sich nur auf einen Markt zu beschränken und soll dasWachstum weiter anhalten, müssen neue Märkte erschlossen werden.

Vorbild könnte hier Facebook sein. Facebook hatte ein Jahr nach dem Start der eigenen Werbeplattform einen Gewinn von 150 Millionen US-Dollar erzielt. Das war 2007. Im letzten Jahr waren es dann bereits 1, 86 Milliarden US-Dollar. Grundlage dafür war aber auch die enorm große Nutzerbasis von über 500 Millionen. Daran muss auch Twitter arbeiten, denn die derzeit rund 175 Millionen User werden langfristig sicher nicht ausreichen, um den Wettstreit mit Facebook um die führende Werbeplattform im Social Web zu gewinnen.

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4 Reaktionen
Falk Hedemann

@Patrick: Na man hat sich ja genauso schnell verschrieben, wie man sich verlesen kann :-D Aber laut der Revisions, gab es nach der Veröffentlichung keine Änderungen mehr. Geben wir dem Handy einfach die Schuld, dann sind wir raus...

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Patrick
Patrick

hehe, jetzt hör ich lieber auf mit Klugsch... ich glaub aufm handy, sah der Artikel bissl anders aus :-D

Ich hoffe ihr habt den Artikel nicht geändert^^

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Falk Hedemann

@Patrick: Wo genau liest Du „150 Millionen Einnahmen“?

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Patrick
Patrick

Sorry für die klugsch.... , aber im Teaser schreibt ihr von 150mio Einnahmen, im Artikel selbst 150 mio Gewinn. Ihr wisst doch sicher selbst, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Aber ansonsten ein super Beitrag :-)

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