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Twittern für Startups: 140 Zeichen für mehr mediale Aufmerksamkeit

Twittern für Startups: 140 Zeichen für mehr mediale Aufmerksamkeit

Aktiv zwitschern statt passiv mailen – für kann oft der kürzere und effektivere Weg zu mehr Aufmerksamkeit beim Journalistenvolk sein. Worauf ist dabei zu achten? Wir sagen es euch.

Twittern für Startups: 140 Zeichen für mehr mediale Aufmerksamkeit

Twittern für Startups. (Foto: @ whilerests - istockphoto.com)

Twitter für Startups: Warum ihr aktiv zwitschern solltet

Twitter für Startups: Protonet ist ein gelungenes Beispiel, wie es auszusehen hat. (Screenshot: t3n)
Twitter für Startups: Protonet ist ein gelungenes Beispiel, wie es auszusehen hat. (Screenshot: t3n)

Das Startup in 140 Zeichen pitchen? Kann das funktionieren? Das Twitter eine effektive Plattform ist, um aktiv mit Nutzern zu interagieren und so seine Markenbekanntheit zu steigern, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wie aber lässt sich Twitter zum Beispiel auch für Startups ohne üppiges Budget als Alternative zur klassischen PR-Arbeit nutzen? Gründe, das zu tun, gibt es einige: So versuchen Startups anfangs in der Regel über Presseverteiler, einfache E-Mails oder PR-Agenturen an relevante Journalisten heranzutreten. Das aber ist oft nicht nur kostspielig, sondern auch zeitaufwändig. Zudem wird so davon ausgegangen, dass der Journalist passiv agiert und gerade zu auf Themenvorschläge wartet. Das aber ist nicht der Fall, jeder Journalist sucht selbst kontinuierlich und umtriebig nach neuen Startups und interessanten Gründer-Köpfen.

Und das geschieht auch über Twitter. Gerade Tech-Journalisten nutzen den Kurznachrichtendienst regelmäßig für Recherchen zur Themenfindung, etwa über aggregierte Listen, Hashtags oder Followings. Wenn sowohl Startups als auch Journalisten Twitter nutzen, was liegt dann näher, als beide Interessengruppen darüber zusammenbringen? Wie Startups sich über Twitter für Journalisten attraktiv machen können, zeigen diese fünf Tipps.

1. Gestaltet ein aussagekräftiges Twitter-Profil

Wer als Startup aktiv Twitter nutzen will, braucht zunächst ein aussagekräftiges Profil. Das besteht aus dem Unternehmenslogo als Profilbild, einer ansprechenden Header-Grafik (im Idealfall ein Team- oder Produktfoto), einem Link zur Website und vor allem der Kurzbiographie. Sie solltet ihr als Pitch in 140 Zeichen verstehen: Was habt ihr für ein Produkt und welches Problem löst ihr damit? Wer das auf den Punkt bringt, kann Besucher wie Journalisten in der Regel zielsicher zur Website führen. Startups, die das gekonnt umgesetzt haben, sind zum Beispiel Tripwolf, Jimdo, Liberio oder Protonet.

2. Folgt relevanten Journalisten

Twitter eignet sich aus Sicht eines Startups hervorragend, um ein Gespür dafür zu entwickeln, für welche Themen Journalisten gerade brennen. Ob und wie das eigene Produkt für ein Medium gerade interessant sein könnte, ist also ein Stück weit kalkulierbar, da die Interessen, Meinungen und geteilten Artikel von Journalisten jederzeit öffentlich einsehbar sind.

Ein Standard-Tipp in der PR-Arbeit für Startups lautet: Sprich den richtigen Journalisten zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema an. Entsprechend sinnvoll ist es, dieser Gruppe von Journalisten zu folgen. Eine erste Liste mit 35 Journalisten, denen jedes Startup folgen sollte, hat Deutsche-Startups.de zusammengestellt. Seit kurzem gibt es übrigens auch eine Liste mit internationalen Tech-Journalisten.

3. „If you want to get notice, notice others!“

Nicht nur mit dem Folgen eines Journalisten erregt ihr Aufmerksamkeit. Um darüber hinaus im Blickfeld zu bleiben, solltet ihr Twitter auch zur regelmäßigen Interaktion nutzen. Gefällt euch ein geteilter Artikel? Retweeted oder favorisiert ihn. Seid ihr mit einer Meinung des Journalisten zu einem Kommentar konform oder auch gar nicht einverstanden? Teilt das per Reply mit. „If you want to get noticed, notice others“, heißt es. Also: Erst das Geben, dann das Nehmen, ist hier das zu beherzigende Prinzip. Jedoch solltet ihr dabei immer authentisch bleiben und keinen puren Aktionismus betreiben.

4. Teilt nutzwertige Links und Eindrücke

Die Interaktion mit Journalisten allein ist aber immer nur ein Teil der Strategie, über Twitter mehr Aufmerksamkeit für sein Startup zu generieren. So ist auch entscheidend, was Startups ihren Followern (und Listen, in denen sie auftauchen) selbst an Content bieten. Ihr seid ein Startup aus den Bereichen Cloud, FinTech oder Mobilität? Teilt regelmäßig nutzwertige und spannende Links zu diesen Themen und macht euch so als Experten sichtbar. Doch Vorsicht: Übertriebenes Linkschleudern schreckt ab. Hilfreich sind deshalb vor allem Dienste wie Buffer, mit denen sich Tweets zu strategisch günstigen Zeiten planen lassen.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dem eigenen Twitter-Kanal eine persönliche, nicht ausschließlich von geteilten Links oder Retweets gekennzeichnete Note zu geben. Nutzt Twitter zum Beispiel dazu, um spannende Eindrücke aus eurem Büro-Alltag zu teilen. Ob eine neue Kaffeemaschine, die Erlebnisse eurer Mitarbeiter oder das Team bei der Arbeit – solche Tweets schaffen Nähe und Authentizität.

5. Twittert Journalisten bei wichtigen Neuigkeiten an

Natürlich eignet sich auch Twitter dazu, Journalisten gezielt und proaktiv über Neuigkeiten zum eigenen Startup zu informieren. Analog zur klassischen PR-Ansprache per E-Mail gilt aber auch hier: bitte nur, wenn’s wirklich wichtig ist. Zum Beispiel dann, wenn ihr ein ganz neues Produkt entwickelt, einen Pivot vollzogen oder eine nennenswerte Finanzierungsrunde abgeschlossen habt. Ob und wie der adressierte Journalist euren Tweet (Information und Link zu Pressematerial) letztlich verwertet, ist dabei gar nicht so wichtig. Die Aufmerksamkeit ist euch in jedem Fall sicher.

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Eine Antwort
  1. von Thomas Reimers am 21.12.2014 (16:20 Uhr)

    Freut uns sehr, hier als Beispiel dienen zu dürfen. Danke! Twitter hilft uns, ein Netzwerk aus strategisch wertvollen Kontakten aufzubauen, nützlichen Input von Experten und Fans zu erhalten und zu lernen, wohin sich das Thema Datenhoheit im digitalen Zeitalter bewegt und welchen Beitrag wir leisten können. Euch allen frohe Feiertage! Innovative Weihnachtsgrüße aus Hamburg!

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