Trotz der kontroversen Diskussion um Ethik und journalistische Verantwortung hat TechCrunch nun eine erste Sammlung von Dokumenten die aus dem Twitter-Hack stammen online gestellt. Man habe intensive Gespräche mit Twitter über den richtigen Weg geführt und werde in den nächsten Tagen weitere Informationen dazu geben.
Konkurrenzkampf mit Google und Facebook
Innerhalb der letzten sechs Monate führte man bei Twitter intensive Diskussionen, in denen es häufig um Google und Facebook ging. Während es bei Google scheinbar auf eine zunächst zeitlich begrenzte Zusammenarbeit bei der Suchfunktion hinauslaufen könnte, ging es bei Facebook eher um die Abwendung einer Gefahrenquelle. Dass die Gefahr dabei als sehr ernst eingestuft wurde belegt ein Dokument mit der Überschrift „How could Facebook kill us?“
Als wesentliche Faktoren werden dabei beispielsweise eine Echtzeitsuche oder das Abwerben von eigenen Mitarbeitern angesehen. Auch die mittlerweile umgesetzte Möglichkeit, Tweets über Clients auch auf die Facebook-Plattform zu transferieren, wurde als Gefahr eingestuft. Um sich den Konkurrenten Facebook langfristig vom Hals zu halten, soll Twitter zum „Kult“ werden. Auch solle sichergestellt werden, dass Twitter die Nutzer glücklich mache.
Finanz- und Mitarbeiterplanung
Auch in Sachen Finanzen sind einige Dokumente veröffentlicht worden. So spricht man bei Twitter von einem Finanzierungsmodell, bei dem jeder Nutzer einen Dollar pro Jahr einbringen solle. Die Nutzerzahl soll zudem bis 2013 auf eine Milliarde ansteigen. Aktuell plant Twitter auch die stufenweise Anhebung der eigenen Mitarbeiterzahlen, die eng an den Nutzerzahlen gebunden wird. Ziel sei es hier, jeden Monat 50 neue Mitarbeiter einzustellen.
Im Finanzmodell ist zudem von vier Millionen US-Dollar bis zum Ende des Jahres die Rede. Unklar ist jedoch ob damit der Umsatz und der Gewinn gemeint ist. Für das nächste Jahr sind dann bereits 68 Millionen veranschlagt. Gelingen soll dies durch verifizierte kommerzielle Accounts und durch gesponsorte Tweets.
Insgesamt hat TechCrunch in diesem Artikel über 30 der 310 Dokumente zu unterschiedlichen Themen untergebracht.





2 Answers
von Timo Heuer 17.07.2009 (15:24Uhr) 1.
1 Milliarde Accounts finde ich krass. Glaube nicht, dass das klappen wird, oder? Was meint ihr?
von Microblogging: Twitter mit Business-Acco… 21.08.2009 (10:00Uhr) 2.
[...] Wochen waren für Twitter hart. Erst entwendet ihnen ein Hacker über 300 interne Dokumente und TechCrunch zitiert genüsslich die interessantesten Passagen daraus. Dann gibt es eine Denial of Service Attacke, die andere betroffene Seiten gut überstehen, nur [...]