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Twitter testet „AdWords“ für Tweets

Twitter testet „AdWords“ für Tweets

hat mit einem ersten Test einer neuen Werbe-Plattform begonnen, mit der Werbende ähnlich wie bei ihre Kampagnen selbständig erstellen können. Einer der ersten Test-Kandidaten war der ehemalige Apple-Mitarbeiter und heutige Tech-Guru und Autor Guy Kawasaki, der das neue Werbe-Programm dazu nutzte, sein neues Buch zu promoten. Twitter will bereits im Februar weitere Beta-Tester aufnehmen.

Twitter testet „AdWords“ für Tweets

Twitter baut sein Werbeprogramm aus

Erst Anfang der Woche berichteten wir über die erwartete Verdreifachung bei den Gewinnen aus den Werbeprogrammen von Twitter. Nach 45 Millioen US-Dollar in 2010, erwarten Analysten bereits für 2011 einen Sprung auf 150 Millionen und für 2012 sogar einen weiteren Zuwachs auf dann 250 Millionen US-Dollar. Das kommt natürlich nicht von alleine, auch wenn Twitter mit seinem Promoted-Programm bereits auf einem guten Weg zu sein scheint.

Für den Ausbau der Werbeprogramme setzt Twitter jetzt auf ein bewährtes Prinzip. Ähnlich wie es bereits Google bei AdWords erfolgreich praktiziert, will Twitter zukünftig nur noch die Infrastruktur liefern und es den Werbenden selbst überlassen, ihre Kampagnen zu erstellen.

Twitter will seine Werbeplattform so weit ausbauen, dass sie von den Werbenden selbständig genutzt werden kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei Interessen und Keywords. (Foto: respres / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Tweets promoten und neue Twitter-Follower generieren

Momentan können die Tester so erstmal nur Kampagnen mit Promoted Tweets und Promoted Accounts anlegen. Gesteuert werden die Kampagnen dann über „Interests“ und „Keywords“. Bei den Interessen nutzt Twitter die Kurz-Bio aus den Profilen der Nutzer, in denen sie sich selbst beschreiben. Wie genau das Targeting über die Keywords einer Kampagne abläuft, ist dagegen noch nicht ganz klar. Möglicherweise benutzt Twitter auch hier Anleihen von Google und setzt im Backend Crawler ein, die die Tweets regelmäßig nach wichtigen Begriffen durchsuchen.

Twitter bietet Werbenden verschiedene Abrechnungsmodelle an. Bei „Pay for engagement events (CPE)“ kostet jeder Klick auf einen Link in dem Promoted Tweet mindestens 10 US-Cent. Dazu zählen dann auch alle Retweets, @Replies und auch alle als „Favorit“ markierten Tweets. Zudem bietet Twitter mit „Pay for impressions (CPM) “ auch ein Modell an, dass ohne Klickraten abgerechnet wird.

So sieht dann ein Promoted Tweet bei Twitter aus.

Die Werbeplattform von Twitter steht erst am Anfang

David Szetela, Gründer von Clix Marketing, berichtet bei MediaPost über seine ersten Erfahrungen mit der neuen Werbeplattform von Twitter. Für ihn sind viele Dinge noch unklar, da sich die Plattform noch in einer frühen Testphase befindet und Twitter nur wenig Informationen dazu herausgegeben hat. Unklar ist beispielsweise wie die „Promoted Tweets“ in die Timeline der Nutzer integriert werden sollen und ob dabei vielleicht auch ein Ranking-Verfahren eingesetzt wird, durch das ein gekaufter Tweet länger sichtbar bleibt. Für Twitter würde es einen Sinn ergeben, wenn sie zusätzlich das Verhalten der Nutzer analysieren und eine Art „Engagement-Rate“ berechnen, die dann etwas über die Klickrate der Nutzer aussagt. Klar ist aber: Promoted Tweets werden nur den Usern in ihrer Timeline angezeigt, zu denen sie auch passen.

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