Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Twitter und das liebe Geld…: Twitter will Trittbrettfahrer beim Geld verdienen loswerden

Nachdem sein Werbeprogramm „Promoted Tweets“ erfolgreich an den Start gebracht hat und für die Zukunft auf den großen Reibach hofft, hat Dick Costolo jetzt allen Trittbrettfahrern eine klare Absage erteilt. In einem umfangreichen Blogpost erklärte er nun, Twitter werde es Drittunternehmen nicht erlauben, ihre Werbung direkt in die Timeline der Nutzer einfließen zu lassen.

Twitter und das liebe Geld…: Twitter will Trittbrettfahrer beim Geld verdienen loswerden
Collage verwendet ein Bild von © Fantasista - Fotolia.com, sowie einen Twittervogel au…

Als Grund für dieses Vorgehen wird der Schutz der User angegeben, die ein einzigartiges Nutzererlebnis behalten sollen. Klar dürfte aber auch sein, dass Twitter versucht den Anfangserfolg der „Promoted Tweets“ auszubauen. Die Chancen dafür stehen auch gar nicht schlecht, allerdings nur, wenn es auch das einzige Werbeprogramm dieser Art bleibt.

Der Chef des operativen Geschäfts von Twitter, Dick Costolo (Foto: Joi, Flickr.com)

Wer zukünftig trotzdem mit den Inhalten von Twitter Geld verdienen möchte, wird wohl dafür zahlen müssen. In den neuen Service-Bestimmungen der Twitter-API steht jetzt:

In Fällen in denen Twitter Inhalte als Basis (ganz oder teilsweise) für Werbe-Verkäufe genutzt werden, verlangen wir einen Ausgleich.

Zwar schreibt Costolo auch über die Notwendigkeit zur Förderung weiterer Innovationen, doch scheint man diese nun selbst anzustreben und sie nicht, wie in der Vergangenheit, den Drittanbietern überlassen zu wollen. Twitter geht es offenbar darum, auch langfristig die Kontrolle über die Plattform zu behalten, bzw. sie wieder zurückzubekommen. Ein weiterer Indikator dafür ist auch die Bereitstellung von offiziellen Twitter-Clients für verschiedene Plattformen wie iPhone, BlackBerry und Android.

Vielleicht hat Twitter aber auch seine eigenen Lehren aus der Privatsphären-Misere von Facebook gezogen und will sicherstellen, dass sich Twitter nicht durch zu viele Einflüsse von außen in die falsche Richtung entwickelt. Eine Überfrachtung mit Werbe-Tweets von verschiedenen Anbietern könnte durchaus ein solches Potenzial besitzen.

Ebenfalls zum Thema:

Bildnachweis: Foto von Joi auf Flickr. Lizenz: CC BY

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
3 Antworten
  1. von der WebArchitekt am 25.05.2010 (12:21 Uhr)

    Twitter sollte lieber Pro Accounts einführen und mir eine Rechnung stellen. Ich würde nämlich durchaus und gern dafür zahlen ;)

    Antworten Teilen
  2. von Jewell Danley am 31.07.2011 (08:29 Uhr)

    It was a well accomplished submit , almost brilliance ... some more of it in the following future!

    Antworten Teilen
  3. von Frank D. am 31.07.2011 (09:04 Uhr)

    Man muss für alles bezahlen, das wird wohl immer so bleiben. Erst die Leute locken, dann abkassieren.
    Danke für den Beitrag

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Twitter
Hunderte Milliarden Tweets: Twitter-Suche umfasst jetzt alle Tweets seit 2006
Hunderte Milliarden Tweets: Twitter-Suche umfasst jetzt alle Tweets seit 2006

Twitter hat seinen Such-Index optimiert und macht jetzt das gesamte Archiv zugänglich. Bisher war die Suche eine der Schwachstellen des Portals. » weiterlesen

Audio-Tracks in Tweets abspielen: Twitter integriert Soundcloud
Audio-Tracks in Tweets abspielen: Twitter integriert Soundcloud

Mit den „Audio Cards“ können Tracks direkt in der Mobile-App abgespielt werden. Als ersten Partner für das neue Feature hat sich Twitter Soundcloud geholt. Mit dem Dienst richtet sich das … » weiterlesen

„Flight“: Twitter veranstaltet erste Konferenz für Mobile-Entwickler
„Flight“: Twitter veranstaltet erste Konferenz für Mobile-Entwickler

Das Unternehmen zeigt am 22. Oktober in San Francisco Developern, welche Apps sie mit dem Social Media-Dienst bauen können. Twitter-CEO Dick Costolo eröffnet das Event mit einer Keynote. » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n-Newsletter t3n-Newsletter
Top-Themen der Woche für Web-Pioniere
Jetzt kostenlos
anmelden
Diesen Hinweis verbergen