Twitter verkauft alte Tweets an Marktforscher

Twitter verkauft alte Tweets an Marktforscher
Mit mehr als 250 Millionen verschickten Tweets täglich häuft Twitter eine riesige Menge an Daten an, die für Unternehmen durchaus interessant sein dürften. Social Media-Monitoring speziell für Twitter könnte bei einem Zugriff auf ältere Tweet-Daten deutlich tiefer gehen als bisher.

 

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(Foto: Môsieur J. [version 7.0.1] / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Um eine solche Archivöffnung durchzuführen, ist mit dem Marktforschungsunternehmen DataSift eine Kooperation eingegangen, berichtete CNN am Donnerstag. Über einen Cloud-Service wird DataSift ab nächsten Monat allen interessierten Unternehmen Zugang zu einem umfassenden Tweet-Archiv geben. Die zur Verfügung gestellte Datenmenge reicht bis Januar 2010 zurück. Unternehmen, die diesen Service nutzen, sollen das über Twitter anlaufende Kundenfeedback so deutlich ausführlicher analysieren lassen können. Neben DataSift plant auch der Social Media-Monitoring-Dienst Gnip eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Social Network.

Bisher war der Zugriff auf alte Tweets nur über einzelne User-Accounts möglich. DataSift verspricht auf seiner Webseite, mit diesem erweiterten Zugriff und entsprechenden Tools Trends aus Public Tweets sichtbar zu machen und so wertvolle Daten für Unternehmen bereitzustellen. Ausgenommen von dem Archiv sind gelöschte Tweets und Direct Messages. Unternehmen sollen nur in Abhängigkeit zur gestellten Datenmenge zahlen, Twitter erhält einen Anteil.

Datenschützer könnten sich allerdings kritisch zu Wort melden, schließlich werden hier ohne vorherige Zustimmung Tweets einer Datenanalyse zugänglich gemacht. DataSift-CEO Rob Bailey sieht diese Problematik allerdings gelassen: „Wir begrüßen jede Diskussion um Datenschutz", erklärt er. Twitter selbst hat sich zu möglichen Datenschutz-Vorbehalten nicht geäußert.

 

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2 Antworten
  1. von Steffi 02.03.2012 (15:58Uhr) 1.

    Gnip plant keine Partnerschaft mit Twitter, sondern ist schon seit längerer Zeit offizieller Partner. Sämtliche Monitoring Anbieter erhalten Twitter-Daten bereits von diesem Anbieter.

    Oder ist mit plant gemeint, dass jetzt auch "Normalos" Daten bei Gnip einkaufen können? Bei den aktuellen Preisen kann sich das jetzt nämlich noch keiner leisten.

  2. von c.sczigiol 05.03.2012 (11:35Uhr) 2.

    Und alle regen sich über die neue Google Datenschutzbestimmung auf.

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